Der neue EDEKA in Bad Marienberg / Langenbach

Pünktlich zum 1. Dezember 2010 öffnete der neue EDEKA in Bad Marienberg (Langenbach) seine Pforten. Natürlich eine gute Gelegenheit, um ihn ein wenig zu testen, Angebot und Leute auf den Prüfstand zu stellen. Und natürlich auch eine wunderbare Gelegenheit, um leckere Sachen einzukaufen.

Bereits am Eingang fällt positiv die große Theke der Bäckerei auf. Es werden kleine Zimtbällchen zur Begrüßung verteilt und der angebotene Fünf-Euro-Beutel ist prall gefüllt. Ein frisches Brot, ein großer Hefezopf und ein kleiner Kuchen. Bei Brot und Kuchen gibt es Auswahl, der Bienenstich ist zu empfehlen. Und der Kuchen ist – wie im Prospekt angekündigt – tatsächlich in Familiengröße. Vier bis sechs angenehm große Stücke sind problemlos zu schneiden. Der Clou: Es gibt ein kleine Keramiktasse und drei Monate lang das Angebot, sich die Tasse kostenlos mit Kaffee füllen zu lassen. Der Kunde muss sie nur mitbringen. Kurz die Verkäuferin aus dem Konzept gebracht („Nö, ich möchte keinen Kaffee“) und festgestellt: Ein sehr freundliches Team und ein netter Chef.

Überhaupt war auch die Mannschaft im EDEKA hervorragend aufgestellt. Freundlich, hilfsbereit und informiert wurden Regale eingeräumt und Fragen beantwortet. Für das gut gelaunte EDEKA-Investigation-Team-Ever-Legendary (kurz EITEL) ein Grund, die Sache näher zu beleuchten. Breitere Gänge, mehr Artikel, erweitertes Sortiment, durchschnittliche bis günstige Preise, neue Theken und Regale. Es macht einfach Spaß durch den EDEKA zu flanieren. Vorbei die Ängste die der Kunde im alten Markt hatte, er würde in den engen Gängen jemanden versehentlich umfahren. Die neuen Gänge laden beinahe schon zum Sonntagsausflug ein, so breit sind sie. Hier passen bequem zwei Wagen nebeneinander vorbei, gibt es kleine Plätze, auf denen sich die Leute ungeniert unterhalten können. Der Begriff „Markt“ ist hier treffender denn je.

Einen kleinen Wermutstropfen hat die Sache dann doch, denn die neuen Einkaufswagen – mit gut sitzendem Rallygriff – müssen nun mit einer Münze oder einem Chip gelöst werden. Die alten Wagen im alten Markt konnten ohne Münze gezogen werden. Schade, auch hier ist die Ära der bargeldlosen Einkaufswagen vorbei. Doch zurück zum Einkaufen im Markt.

Die neuen Theken sind einfach wunderbar. Hinter der Mühlenbäckerei Jung kommt eine kleine Frischetheke mit leckeren Snacks und Sachen, die von der Hand gegessen werden können. Sozusagen die Häppchen- und Partytheke. Allerdings keine Preise zu sehen, dafür war wohl noch keine Zeit. Aber die Theke ist mit einer netten jungen Angestellten besetzt. Einfach mal nach dem Preis fragen und siehe da, die Verkäuferin hat keine Ahnung, reagiert freundlich und ruft bei der Kollegin den Preis ab. Dazu gibt es ein Lächeln. Okay, fragen wir mal nach dem nächsten Artikel. Erneut schallt der Ruf quer zur Obsttheke. Immer noch freundlich. Fragen wir den dritten Preis ab und erneut ein „Frau …?“. Und noch immer nett. Fragen wir mal, was die tollen, frisch selbst gerollten Dattel-Speck-Häppchen kosten. Und diesmal hören wir ein „Frau …, Hilfe!“ Allerdings alles mit einem freundlichen Unterton, der Kunde ist hier König. Und weiter geht es – ohne was an der Theke gekauft zu haben.

Die neue Sortierung und Bestückung der Regale gefällt. Es ist hell, freundlich und übersichtlich. Es gibt nun endlich lang ersehnte Spezialitäten zu angenehmen Preisen. Damit haben die Wäller-Landeier endlich auch den Flair eines echten Stadt-Supermarktes in der Nase. Und trotzdem haftet noch überall der liebliche Charme des Ländlichen an. Eine gelungene Mischung!

Das Anschauen und in den Einkaufswagen laden macht großen Spaß. Die Wagen selbst haben auch eine angenehme Höhe und Tiefe. Mit dem Griff in der Hand schieben wir uns also erst einmal an den Frühstücksflocken, Kaffees, Tees und Marmeladen vorbei zu den Kühlregalen und erleben eine Überraschung. Der abgepackte Käse hat kleine Theken für sich ganz alleine spendiert bekommen. Um die kann der Kunde herumgehen und sich gleichzeitig noch mit Leuten auf der anderen Seite unterhalten. Das ist angenehm und vor allem das breit gefächerte Angebot überzeugt. Auch die Milchprodukte wurden aufgestockt und präsentieren sich in sehr breiter Front dem Kenner. Tiefkühlgemüse und -fisch, sowie Eis hat nun größere Tiefkühlschränke. Die Optik ist eine richtige Wohltat, da es keine engen Räume mehr gibt. Das lädt natürlich zum Einkaufen ein.

Besonderes Augenmerk liegt dabei natürlich auf den Frischetheken und die werden nun unter die Lupe genommen. Beste Neuerung: Es gibt eine kleine Fischtheke, an der die Standards problemlos erhältlich sind. Frischer Fisch, Sushi, Fischpralinen – die Auswahl ist zwar klein, aber gut. Bei den Preisen rangiert alles von günstig bis gehobene Preisklasse. Aber stets angemessen. Die Verkäuferin ist nett und kompetent. Mein Wunsch mit einem Buchstabendreher genannt, sie weiß trotzdem was ich möchte und korrigiert meinen Fehler lächelnd. Nett. Und schon packt sie die Hilfsbereitschaft aus, beantwortet sogar ungestellte Fragen. Am Ende ist der Fisch im Wagen, in einer Kühltüte die sogar zum Einfrieren taugt. Die Fischtheke ist übrigens mit einer Glastüre vom Käse, der Wurst und dem Fleisch getrennt. Geruch und Hygiene werden es danken.

Wurst und Fleisch sind wie gehabt gut sortiert und bestens bestückt. Neuerung ist vor allem die offene Fläche hinter der Theke. Hier kann dem Meister beim hacken zugeschaut werden. Das sorgt für augenscheinliche Transparenz und schafft Vertrauen. Und erneut sehr freundliches Personal – aber das waren sie im EDEKA ja schon immer. Heute ist es aber besonders auffällig, wollen die Leute Eindruck machen und sind offensichtlich stolz auf ihren neuen Markt. Können sie auch, denn die Übergabe vom Senior an den Junior ist bisher mehr als gelungen.

An der Fleischtheke etwas Wurst und Fleisch gekauft. Und – faszinierend – die Kasse zeigt dem Kunden genau an, von was für einem Tier die Ware stammt und auch, von was für einem Körperteil. Da ist ein nettes Bildchen zu sehen. Aha, daher kommt also die dicke Rippe, die heute in den Topf wandert. Das ist jedenfalls ein visuell schickes Gimmick.

Und weiter geht es durch den Markt. Vor allem im Frischebereich wurde ordentlich zugelegt. Sei es nun Obst, Gemüse, Fleisch, Käse, Fisch oder Wurst. Aber es gibt auch selbst gemachte Häppchen, Kartoffelsalate, asiatische Spezialitäten oder fertige Blattsalate. Und überall ist Personal zu sehen, das nur allzugerne Fragen beantwortet. Alle lächeln und sind freundlich. Am Schokoriegel-Regal (fast alles hat nun sein eigenes Regal) kommt es zur nächsten Bewährungsprobe. Eine Vorratspackung Schokoriegel steht auf dem Kopf! Links ist eine Verkäuferin zu sehen, die zufällig vorbeikommt. Die schnappen wir uns und weisen darauf hin, dass eine von mehr als tausend Packungen auf dem Kopf steht. Muss das denn wirklich sein? Die Verkäuferin ist entsetzt, eilt herbei und dreht die Packung um. Puh, da haben alle nochmals Glück gehabt. Alle lachen, die Leute im EDEKA sind lustig drauf, die verstehen Spaß. Also werden die Schokoriegel eingepackt und die Verkäuferin kommentiert das mit einem: „Die großen Milkas haben wir übrigens im Angebot.“ Das ist Service!

Also einen Abstecher zum Regal mit den Schokoladentafeln. Der Blick fällt dabei jedoch auf die alkoholischen Getränke weiter hinten und wir geben Gas. Tschüss Schokoloda, hallo Bier, Schnaps und Wein! Endlich, endlich kann sich der Kunde frei bei den Getränken bewegen, gibt es ein tolles und großes Sortiment. Viele gekühlte Getränke und selbst den ein oder anderen Exoten. Aber keine Limonade in Dosen? Zum Glück hat unser EITEL einen Fachmann dabei, der sich unauffällig nach den Limonaden-Dosen erkundigt. Und schon ist er verschwunden. Entführt? Nein, ein freundlicher Verkäufer hat ihn sich geschnappt und zu den Dosen gebracht. Aha, Limonade und Energydrinks haben ihr eigenes Regal. Das ist eigentlich logisch. Und der Verkäufer erzählt auch sofort, was im Sortiment ist, wie toll alles ist und wie super alles klappt. Die Leute sind hier echt stolz auf ihre Arbeit. Das animiert zum Kaufen.

Kaum ist der Verkäufer weg, bemerkt unser Fachmann für Getränke jeglicher Art, dass eine bestimmte Sorte Energydrinks fehlt. Und die trinkt er doch so gerne. Kurze Nachfrage bei einer nahe stehenden Verkäuferin und schwupps, läuft die gute Frau los und holt den Einkäufer. Prompt landen die Drinks auf der Liste und sollen bald das Sortiment erweitern. Das lief besser als gedacht. Und schon kommt die nächste Verkäuferin vorbei und fragt einfach so nach, ob alles in Ordnung sei und wünscht einen guten Tag. Das hebt die Stimmung.

Also los zur Kasse. Und auch die ist eine Offenbarung. Genug Platz, modern und freundlich. Die Kassen haben übrigens nun ein Gerät für Kleingeld an der Seite. Da fällt das lästige Nachzählen weg und wird der Kunde schneller durchgeschleust. Mit der Karte zu bezahlen ist ebenfalls kein Problem. Gezahlt, rechts herum und noch kurz am kleinen Kiosk die aktuellen Zeitschriften überblickt. Alles da, nette Auswahl, nette Leute. Raus auf den Parkplatz – der schön groß ist und auf dem bequem geparkt werden kann -, die Sachen ins Auto geräumt und ab.

Fazit der Eröffnung und des Einkaufes: Der neue EDEKA ist hell, weiträumig und lädt regelrecht zum Einkaufen ein. Die Sortimente sind größer, es gibt mehr Auswahl und alles ist besser sortiert. Top! Die Leute sind wie immer freundlich und humorvoll, selbst im größten Stress. Klasse! Der Kunde ist König und wird offensichtlich gerne bedient und beraten. Wunderbar! Die neuen Öffnungszeiten (7:00 bis 21:00), die große Auswahl an Eigenprodukten (gut & günstig), die Angebote der gehobenen Preisklasse und die Frischetheken machen den neuen EDEKA-Markt zum Top-Tipp in der Region. Bleibt abschließend nur zu sagen: „Wir sehen uns garantiert wieder!“

Copyright (c) by Günther Lietz

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