Taysals WebBlog

Der April 1974

Erstellt von Taysal am Freitag 21. Mai 2010

Erst einmal Olivia Newton John - ‘If You Love Me (Let Me Know)’ 1974 bei Youtube starten und dann geht es los.

Bundeskanzler Willy Brandt besucht als erster deutscher Regierungschef Algerien. Willy Brandt auf Besuch in Ägypten. Günter Guillaume, persönlicher Referent von Bundeskanzler Willy Brandt, wird als Spion der DDR entlarvt.
Quelle: Wikipedia.de

Im Bereich Spiel habe ich mir einen absoluten Knaller vorgenommen: Langfinger aus dem Hause Pegasus Spiele. In diesem kleinen Brettspiel planen die Spieler ihre Raubzüge, klauen Wertgegenstände und verscherbeln das Zeug bei einem Hehler. Vor allem für Kinder ein klasse Spiel.

Bei den Hörspielen wird mehr geboten. Folgenreich (Universal Music) hat einen ziemlich hohen und guten Ausstoß. Erst einmal kommt die Jägerin des Lichts zu Ehren: Jack Slaughter! Jack Slaughter 07 - Dr. Jekyll und Mrs. Hyde, Jack Slaughter 08 - Das Heer der Finsternis und Jack Slaughter 09 - Die Wurzel des Bösen. Gewohnt witzig zieht die Reihe das Horror-Genre durch den Kakao. Neben Professor “Goldhörnchen” Doom, avanciert Oberschleimer Basil Creeper zu einem meiner Lieblinge in der Reihe.

Ebenfalls Horror, aber ernstgemeint und stellenweise eklig kommt Dorian Hunter 9 - Im Labyrinth des Todes daher. Die Episode hat ihre Längen - und das wörtlich genommen. Trotzdem sehr gut zu hören und gut. Etwas fürs jüngere Publikum ist dagegen Point Whitmark 28 - Der Leere Raum. Die Jungs ermitteln diesmal in einem Gefängnis und bekommen die Möglichkeit Wünsche wahr werden zu lassen. Zwar unterhaltsam, aber weniger gut als bisher.

Bei Feder & Schwert wird der Roman Das Obsidianherz von Ju Honisch publiziert. Das Ding ist ein Knaller mit einigen Schmalzeinlagen. Super Roman! Unter dem Label Steampunk ist bei den Mannheimern auch Das mechanische Herz erschienen. Lässt sich auch lesen, hat aber noch mehr Schmalz und ist mehr trivial.

Im Bereich der Rollenspiele habe ich nun auch die Besprechung zum Setting Sundered Skies - Die geborstenen Himmel abgeschlossen, das bei Prometheus Games erschien. Ein klasse Teil zu einem klasse Spiel!

Filmemäßig gibt es einiges zu gucken. Erst einmal Lost - Staffel 5, was einfach genial ist. Wahnsinn, wie die nun aufs Ende zusteuern. Da passt die Doku Sharkwater irgendwie gut zu. Ebenfalls spannend und maritim.

Leute die auf Musik und Tanz stehen, die sollten Fame einlegen, das Remake von Fame - Wege zum Ruhm. Allerdings hat die Neuauflage starke erzählerische Schwächen. Noch schwächer ist der Fantasyfilm The Fire Dragon Chronicles. Der Film ist leidlich sehenswert - für Hardcore-Fantasy-Fans. Auch mit Schwächen, aber dennoch lohnenswert ist Iron Man 2. Ein klasse Actionstreifen, ein schlechter Iron Man.

Das war es erst einmal für den April. Viel Spaß damit!

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Jäger versus Mensch

Erstellt von Taysal am Montag 19. April 2010

Jäger versus Mensch

Kurzgeschichte von
Günther Kurt Lietz

Die schweren Tritte seines TAIPAN-Kampfanzugs hallten in der Leere des Raums wieder. Anrototh Mwabashi war sich des Lärms bewusst und setzte ihn als Lockmittel ein. In den Händen des hochgewachsenen und gut aussehenden Mannes ruhte eine ausgefahrene MAMBA-Sturmlanze. Sie maß in der Länge ebensoviel wie Mwbashi in der Höhe. Ihre Spitze war verdickt und pulsierte in einem sanften Orange.

Die Sensoren des TAIPAN meldeten den Angreifer und Mwbashi reagierte. Der Mensch ließ sich in einer eleganten Drehung in die Hocke herab. Auf dem Schirm seines Helms kam das Wärmebild einer vierarmigen Kreatur in Sicht, das Maul des eiförmigen Kopfes zum Biss weit aufgerissen. Vom Kampfanzug unterstützt glitt die MAMBA nach oben und die drei roten Punkte ihrer Zielerfassung vereinten sich im Zentrum des Feindes. Mwbashi drückte ab!

Aus der Spitze der Kampflanze löste sich ein Energieblitz und erhellte kurz die düstere und verlassene Brücke des Raumfrachters ORIONS STURZ. Das außerirdische Wesen wurde im Körperzentrum getroffen und nach hinten geschleudert. Es krachte gegen die Rückwand und fiel schwer zu Boden. Mit einem letzten Aufbegehren versuchte es sich erheben, seinem Fluchtinstinkt nachzugeben, scheiterte jedoch kläglich. Heißer, ätzender Dampf stieg von der Kreatur auf.

Mwbashi ging an das Wesen heran und trat gegen den verendenden Körper. In der gepanzerten Haut der Kreatur bildeten sich breite und tiefe Risse. Unter normalen Umständen würde stark ätzendes, säureartige Blut aus den Wunden rinnen und sich durch den Metallboden fressen. Doch der Energiestoß der MAMBA hatte die Zellstruktur verändert. Das Blut war geronnen und zu dicken Klumpen verkommen. Das Wesen starb von Innen heraus, ohne Möglichkeit einer Gegenwehr. Schmerzen und Hoffnungslosigkeit ließen die Kreatur ein letztes Mal erzittern.

“Friss meine Hosen!” Mwbashi hantierte an der MAMBA und glich den Energievorrat der Kampflanze mit dem TAIPAN ab. Der Soldat fluchte leise und schlug mit der flachen Hand gegen das Ende der Waffe. Dann ging er weiter ins Schiff hinein.

Die ORIONS STURZ war bei ihrem Eintritt ins Sonnensystem entdeckt worden. Sie sendete zwar ein Standardprotokoll, aber es gab keine Reaktionen auf Anfragen der Flugsicherheit. Die Mondstation hatte daraufhin einen Notfallkode übermittelt und das Programm des Navigatonscomputers überschrieben. Anschließend wurde Mwbashi losgeschickt, um nach dem Rechten zu sehen.

Der Soldat war für solche Fälle ausgebildet. Er gehörte zu einer Spezialeinheit aus Wales, die sich außerirdische Technologien zueigen machte. Die Sicherheit Englands, der Erde und des Sonnensystems standen stets auf dem Spiel, wenn er oder einer seiner Kollegen angefordert wurden. So auch in diesem Fall.

An Bord der ORIONS STURZ herrschte Totenstille. Das Raumschiff hatte vier Besatzungsmitglieder, die nun allesamt tot waren. Die Außerirdischen missbrauchten die Körper der Menschen als Wirte. Das war ihre Natur – und dafür mussten sie vernichtet werden. Die Kreaturen kannten weder Mitleid noch Gnade. Sie spürten keine Freude am Töten. Sie waren einzig und alleine aufs Überleben aus. Ihre Körper passten sich innerhalb einer Generation an neue Umweltbedingungen an. Evolution im Zeitraffer.

Mwbashi mochte die Außerirdischen. Obwohl sie tödlich waren und den Menschen in jeglicher Hinsicht überlegen, waren es ehrliche Gegner. Sie ließen keine Fragen offen, suchten kein klärendes Gespräch und Hinterhältigkeit war ihnen nur im Sinne eines Sprungs in den Rücken bekannt. Das war ein ehrlicher Umgang miteinander. Du oder ich!

* * *

Über den Sichtschirm von Cazador liefen unzählige Sensormeldungen und wurden stetig angepasst. Der Jäger hatte seinen Kampfanzug magnetisiert und hing über dem Menschen an der Decke. Das Tarnfeld war aktiviert und so konnte er in Ruhe den Mann beobachten. Cazador zollte ihm Respekt, denn immerhin hatte er nun bereits den dritten Säurespucker ausgeschaltet. Dieser Mensch war vielleicht die perfekte Beute und würde eine hervorragende Trophäe abgeben.

Lautlos und im Schutz des Tarnfelds folgte Cazador dem Mann. Dem Jäger war aufgefallen, dass der Kampfanzug des Menschen zu viel Energie verschlang und somit die Effektivität der Kampflanze mit jedem Schuss reduzierte. Da! Das dritte Jungtier war nun ebenfalls vernichtet. Das würde dem Mutterwesen missfallen. Laut Cazadors Sensoren bewegte es sich bereits auf ihre Position zu. Es würde ein spannender Kampf werden und der Sieger zur Beute des Jägers. Es war eine gute Idee, das Schiff der Menschen mit einem Säurespucker zu infizieren. Die natürliche Auslese würde zeigen, was für eine Trophäe er in die Halle der Jäger bringen würde.

Der große Säurespucker brach nun durch das Schott und sprang auf den Menschen zu. Der hantierte an der Energiezufuhr seiner Kampflanze und wich im letzten Augenblick dem Zungenstoß des Spuckers aus. Eine beachtliche Reaktion, erkannte Cazador an. Das war jedoch weitgehend der Verdienst des Kampfanzugs, den die Menschen gestohlen hatten. Sie waren in ihrer Entwicklung zu primitiv für solche Technlogien.

Nein, die von dem Menschen eingesetzte Technik war außerirdischen Ursprungs und von Cazadors Volk entwickelt worden. Einst auf den Krieg und dann auf die Jagd optimiert, war sie jeglicher menschlichen Technologie weit überlegen. Doch einer der Jäger war selbst zur Beute geworden. Er war auf der Erde zu leichtfertig auf die Jagd gegangen, hatte Fehler gemacht. Und die Technologie einer außerirdischen Rasse war in die Hände eines Planeten voller Affen gefallen.

Cazador unterdrückte einen anerkennenden Ruf, als sich der Mensch zur Seite rollte, somit den Klauen des Außerirdischen entging, seine Kampflanze in den Mund der Bestie rammte und abdrückte. Der Kopf der Kreatur platzte weg und es regnete im ganzen Raum dickliche Säurebrocken. Der Jäger war erfreut, seine Beute stand fest.

* * *

Anrototh Mwabashi atmete erleichtert auf. Bis jetzt war alles nach Plan verlaufen. Zugegeben, die Idee den Kopf seines Feines platzen zu lassen, die war verwegen. Aber der Effekt war einfach unschlagbar. “Mwabashi an Captain, alle Außerirdischen erledigt.”

“Alle?” Die Stimme von der Erde klang leicht amüsiert.

Der Soldat sah zur Decke auf und gab mit der MAMBA einen Schuss in die Luft ab. Das Tarnfeld des Jägers kollabierte und der Außerirdische wurde sichtbar. Die Magnetisierung des Anzugs brach zusammen und er stürzte nach unten. Das Visier seines Helms zerbarst dabei. Ein leises, ungläubiges Zischen war zu hören.

“Alle. Ich habe auch den Jäger erledigt. Hing genau über mir und hat bis zum Schluss gewartet, anstatt mich im richtigen Augenblick zu erledigen. Ich musste nur genug Blut spritzen lassen und gucken, wo es in der Luft kleben blieb.”

Ein anerkennendes Lachen erfüllte den Helm des TAIPAN. “In den guten alten Zeiten haben wir noch Mehl oder Wasser benutzt. Komm nach Hause, Anrototh. Die Weihnachtsfeier beginnt gleich.”

Mwabashi schaltete die Kommunikation ab und trat gegen den sterbenden Körper des Jägers. “Friss meine Hosen!”

Ende

Copyright (c) 2010 by Günther Kurt Lietz

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Der März im Jahre ‘74

Erstellt von Taysal am Montag 19. April 2010

Bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg verliert die SPD die absolute Mehrheit. Es wird eine Einigung über die Einrichtung ständiger Vertretungen in Bonn und Ostberlin erzielt. Der stellvertretende Außenminister der DDR, Kurt Nier, und der bundesdeutsche Staatssekretär Günter Gaus unterzeichnen in Bonn das Protokoll über die diese Errichtung „Ständiger Vertretungen“. Bundespräsident Gustav Heinemann ist auf dreitägigem Staatsbesuch in Belgien und - besonders wichtig - der Bundestag beschließt, das Alter für Volljährigkeit von 21 auf 18 zu senken und beschließt ebenfalls die Rücktrittsmöglichkeit vom Teilzahlungskauf.
Quelle: Wikipedia.de

Volljährigkeit erst mit einundzwanzig Jahren - das vermag sich heute kaum einer vorzustellen. Bei einigen Menschen wünsche ich mir die guten alten Zeiten aber schon zurück; obwohl, wer keine Lust darauf hat erwachsen zu werden, der bleibt ewig kindisch. Stellt sich die Frage: Ist es überhaupt verwerflich ewig Kind zu bleiben? Wie würde ein Mensch leben, der sich diesen Traum auf die Fahne schreibt? Michael Jackson ist da sicherlich ein abschreckendes Beispiel.

Aber jetzt kommen wir zu zu aktuelleren Themen, die von einem passenden Oldie begleitet werden: Suzi Quatro - Devil Gate Drive. Einfach anklicken und genießen …

Bei den aktuellen Besprechungen machen die Spiele den Anfang. Sehr witzig ist Mystery Rummy 2: Edgar Allan Poe – Mord in der Rue Morgue aus dem Hause Pegasus. Es handelt sich dabei um ein Kartenspiel, in dem die Spieler einen Mord aufklären. Die Regeln basieren auf Rommé und die im Spiel erzählte Geschichte stammt aus der Feder von Edgar Allan Poe. Das Spiel sieht edel aus und macht Spaß, aber die Anleitung ist ein wenig schwer zu verstehen. Also für Leute, die sich gerne einarbeiten. Witziger, aber ebenfalls mit einem gutem Studium der Anleitung verbunden, ist Munchkin Quest. Das Spiel ist ein Hybrid aus Hero-Quest und den Munchkin-Kartenspielen. Sehr witzig für Leute, die solch lange und chaotischen Spiele mögen. In der richtigen Runde ein Knaller für lange Abende.

Bei den Hörspielen gibt es die Fortsetzung der Mark Brandis Reihe und zwar mit der Doppelfolge Mark Brandis - Vorstoss zum Uranus 1 und Mark Brandis - Vorstoss zum Uranus 2. Die guten Stücke stammen aus dem Hause Folgenreich (also Universal Music) und sind sehr hochwertig produziert. Es handelt sich dabei in erster Linie um Charakterstudien. Action gibt es zwar auch, aber im Mittelpunkt stehen die Personen. Das Besondere an “Vorstoss zum Uranus” (der Titel eignet sich gut für Kalauer und billige Wortspiele) ist die Tatsache, dass jede Episode die Handlung aus einer anderen Perspektive zeigt. Das ist sehr gut gemacht. Top!

Aus dem Hause Panini hat leider nur ein Comic den Weg über meinen Schreibtisch gefunden: Die Legenden der Drachenlanze 1 - Die Brüder. Für Fans natürlich ein Pflichtkauf, aber in Wahrheit ist das Ding eher mittelmäßig geworden. Und das bei der genialen Romanvorlage. Well, shit happens …!

Überzeugender war dagegen RunePunk - Steam & Shadow, ein Rollenspielbuch aus dem Hause Reality Blurs. Es handelt sich um ein Setting zu Savage Worlds, das ich mir als PDF zugelegt habe. Mir fehlt leider die Zeit zum Bespielen des Settings, aber ich bin von dem Thema ganz angetan. Das ist auch bei Necropolis 2350 der Fall. Es handelt sich hier um den ersten deutschsprachigen Kampagnenhintergrund zu Savage Worlds. Übersetzung und Vertrieb liegen bei Prometheus Games. Bei denen war es die letzten Monate ziemlich still, doch zur RPC (Role Playing Convention) hat der Verlag neue Grundregelwerke auf den Markt gebracht und auch mal einige Neuheiten zu Savage Worlds. Hoffentlich geht es hier bald weiter.

Für die kleinen Mädchen gibt es ebenfalls etwas zum Lesen. Derzeit ist die Reihe Bella Sara schwer am kommen und überflutet cbj den deutschen Markt mit entsprechendem Lesefutter, Kalendern und anderem Kram. Dazu gehört der Roman Bella Sara 01 - Bellas Geschenk. Für Kinder genau das Richtige, vor allem falls sie Pferde und Magie mögen.

Ebenfalls witzig und für Kinder gut geeignet ist Skunk Fu! - Vol. 3. Die Serie ist aus dem TV bekannt und erzählt die Geschichten eines kleinen Stinktiers, das Kung-Fu lernt und gegen Ninja-Monkeys kämpft. Das ganze im Stil einer Flashanimation. Ebenfalls ein Trickfilm, steigt auch El Superbeasto in den Ring. Sunfilm bringt den Rob-Zombie-Streifen für Deutschland heraus. Der Film ist ab sechzehn Jahren freigegeben und diese Altersempfehlung sollte unbedingt beachtet werden. Der Streifen ist schmutzig, brutal, blutig und geil - also nur was für Leute mit dem passenden Geschmack. Aber die bekommen es dann richtig besorgt.

Für Erwachsene mit gehobenem Anspruch oder breit gefächerten Interessen - die Untertitel mögen - ist Das Opferlamm aus dem Hause Icestorm genau richtig. Die Geschichte spielt in Argentinien und ist ganz schön harter Tobak. Politisch und menschlich hochbrisant! Ebenfalls Lateinamerikanisch kommt Las Bandidas daher (ebenfalls Sunfilm). Trotz seiner Längen weiß der Film zu unterhalten, aber das Cover ist eine Mogelpackung: “Drei Engel für Charlie trifft auf Tarantino” - was für ein Unsinn!

Was bleibt zum Abschluss noch zu sagen: Es wird wärmer und somit ist die Zeit reif zum Grillen. Mahlzeit …!

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Der Februar ‘74

Erstellt von Taysal am Donnerstag 4. März 2010

Der Deutsche Bundestag ratifiziert den Atomwaffensperrvertrag.
Quelle: Wikipedia.de

Und weiter geht es mit der Reise in die Vergangenheit. Und auch diesmal mit einem Sound aus den Charts: Barbara Streisand mit The way we were. Ein sehr romantischer Titel, der elegant auf die letzten Besprechungen überleitet. Elegant …

Ich beginne mit dem Bereich Spiele und kann zum Chillen Chez Guevara empfehlen. Es wird von Pegasus Spiele vertrieben und ist eine sehr lustige Variante von Chez Geek. Ab in den Dschungel und als Guerillero relaxen. Ebenfalls von Pegasus, aber mehr Fantasy, ist Werwölfe. Ebenfalls ein klasse Spiel, aber es setzt eine große Teilnehmerzahl voraus. Also kein Spiel für den überschaubaren Spielabend.

Und wie fast jeden Monat gibt es auch etwas auf die Ohren. Allen voran der Klassiker Winnetou I als mp3-Hörbuch vom Karl May Verlag. Wahnsinn, das Ding ist eine Eins-zu-Eins-Umsetzung. Bis auf einen kleinen Satzdoppler eine fehlerfreie Lesung des berühmten grünen Bands. Und die Abenteuer von Winnetou und Old Shatterhand, die sind einfach zeitlos. Zeitlos und Kult sind auch die Abenteuer von Mark Brandis. Von ihm ist bei Folgenreich Mark Brandis - Testakte Kolibri 1 und Mark Brandis - Testakte Kolibri 2 erschienen. Eine gelungene und spannende Umsetzung der Romanvorlage. Die stammt übrigens von Nikolai von Michalewsky, der - wie Karl May - bereits verstorben ist.

Nachdem die Ohren bedient wurden, kommen nun die Augen an die Reihe. Passend zum Hörbuch habe ich Winnetou I rezensiert und war - nach all den Jahren wieder - einfach nur begeistert. Das Buch ist zu Recht ein großer Klassiker der deutschen Literatur! Punkt! Basta! Aus! Davon kann das Heredium - Grundregelwerk aus dem Hause 13Mann leider nur träumen. Es handelt sich um das Rollenspiel, auf dem der Roman Neue Ufer aufbaut. Das Rollenspiel ist um Klassen besser, weist aber dennoch einige Schwächen auf. Für ambitionierte Spielleiter dennoch einen Blick wert.

Bei den Filmen habe ich diesmal weit ausgeholt und mir die ein oder andere Perle angesehen - und leider auch die ein oder andere Niete gezogen. Aber immer der Reihe nach.

Den Anfang macht GELD.MACHT.LIEBE - Volume 1 – Wie alles begann, die DVD-Box zu einer Abendserie. Obwohl es stark in Richtung Daily-Soap geht, ist die Serie doch bodenständig und gut abgedreht. Mir hat sie gefallen, was vor allem an den gut inszenierten und gespielten Figuren liegt. Das ist auch bei Hautnah – Die Methode Hill - Volume 3 der Fall. Allerdings sind nur drei der vier Folgen wirklich gut, was aber immer noch für eine überdurchschnittliche Wertung reicht - jedenfalls rein mathematisch.

Ein absoluter Unterhaltungsgarant ist dagegen Sherlock Holmes. Guy Ritchie legt den alten Knaben neu auf und ist damit verdammt nahe am Original. Der Film ist ein Kracher, einfach wunderbar! Unbedingt ansehen! Abzuraten ist dagegen von Peter Jackson In meinem Himmel. Die einzige Vergewaltigung in diesem Film ist Jacksons Vergewaltigung des Stoffs. Wer sich gerne einen Tuschkasten anguckt sollte dem Film eine Chance geben, wer eine Geschichte oder gar das Drama aus dem gleichnamigen Buch sucht, der sollte die Finger davon lassen.

In Zeiten der Wirtschaftskrise scheinen die Produzenten und Filmfirmen keine Risiken mehr eingehen zu wollen. Nur so kann ich mir Percy Jackson – Diebe im Olymp erklären. Ein reines Plagiat von Harry Potter. Dabei wird ganz offensichtlich geklaut und selbst der Regisseur Chris Columbus hat bereits die beiden ersten Harry-Potter-Filme abgedreht. Und die Tricks - grauenhaft! Aber der Film scheint eh nur die nächste Generation erreichen zu wollen, die keine Ahnung von Harry Potter hat.

Ahnungslos muss der Zuschauer auch an den Stargate Universe – Pilotfilm herangehen. O Gott, wie grausam. Die Serie ist auf eine jugendliche und übergewichtige Zielgruppe zugeschnitten. Zu allem Übel sind die Figuren flach wie Cracker, aber ohne Geschmack. Und als Krönung des Ganzen, ist die Handlung aus etlichen gut laufenden Serien zusammengeklaut - und zwar ohne Sinn für Kreativität. Auch hier wollten die Produzenten offensichtlich keine Experimente wagen.

Das war der Rezensionsüberblick für den letzten Monat. Viel Spaß beim Schmökern, Meinung bilden und was auch immer …!

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1974 im Januar

Erstellt von Taysal am Donnerstag 11. Februar 2010

Die Bundesrepublik Deutschland trifft mit Botsuana ein Rahmenabkommen über die Entwicklungshilfe und übernimmt den Vorsitz im Rat der Europäischen Gemeinschaften. Der Bundestag verabschiedet das Bundes-Immissionsschutzgesetz.
Quelle: Wikipedia.de

1974 - eines der besten Jahre überhaupt. Warum? Weil in diesem Jahr ein Taysal das Licht der Welt erblickte. Und somit ist in 2010 das Jahr 1974 der Leitstern, der mich durch meine monatlichen Aktualisierungen begleiten wird.

Der Anfang machen diesmal die kleinen Scheiben, die man in den Schlitz der Abspieler steckt. Nennen wir diese Scheiben einfach mal DVDs. Da gibt es diesmal drei Besprechungen zu. Da haben wir erst einmal Hustle - Unehrlich währt am längsten, Staffel 1. Es handelt sich dabei um eine britische Serie, in der sich alles um sogenannte Abzocker handelt, also Trickbetrüger.  Ich bin von der Serie ziemlich begeistert, die sich an Filmen wie “Ocean’s Eleven” und “Der Clou” orientiert. Letzterer hatte übrigens 1974 sein Kinodebüt in Deutschland.

Etwas länger liegen die Ereignisse von Masada zurück. In dieser Historienserie aus dem Jahre 1981 liegen sich vor allem Peter O’Toole und Peter Strauss in den Haaren. Im Jahre 2010 ist mehr über die Hintergründe des Masada-Mythos bekannt und viele Dinge daran haben Glanz und Glorie verloren. Aber trotzdem lohnt der Blick. Bei Primeval: Rückkehr der Urzeitmonster - Staffel 1-3 sieht die Sache aber etwas anders aus. Hier lohnt Durchhaltevermögen! Die Serie startet lahm, zieht dann aber Staffel für Staffel deutlich an - und dann lohnt auch der Blick.

Bei den Büchern gibt es etliche Titel mehr, über die es zu berichten gilt. Von Neue Ufer (13Mann) war ich einfach nur enttäuscht. Ich kenne das Rollenspiel und hatte mich auf den Roman gefreut, aber der ist einfach nur schlecht. Panini wusste dagegen mit einigen Comics zu überzeugen. Zugegeben, Bloodbowl - Blut und Spiele ist Geschmackssache, aber meinen Geschmack hat es getroffen. Mit britischem schwarzen Humor immer in die Vollen. Großartig! Leider kommt Ultimate Universe - Der Prolog zu Ultimatum da kaum hinterher. Das Comic macht zwar Laune, aber es könnte besser sein.

Mit phantastisch! - Ausgabe 33 habe ich das nächste Magazin von Achim Havemann unter die Lupe genommen. Der Inhalt ist einfach toll und nur eines der Interviews war wirklich ärgerliche Platzverschwendung.

Für Rollenspieler gibt es etwas von Feder & Schwert: Warhammer 40.000 - Das Handbuch des Inquisitors ist vor allem für Spieler ein Top-Buch, während das jüngst erschienene Warhammer 40.000 - Jünger Finsterer Götter knallharte Informationen für den Spielleiter bereithält. Etwas betagter kommt das geniale Warhammer FRSP - Kinder der Gehörnten Ratte her. Die Ur-Rezension ging leider verloren, doch ich habe den Text wiederhergestellt und die Besprechung ebenfalls eingepflegt. Damit ist die Reihe nun hoffentlich komplett. Immerhin kommt bald die neue Edition auf deutsch heraus.

Mit Caine 08 – Torrkan gibt es einen weiteren Knaller aus dem Hause LAUSCH fürs Laufwerk. Holla die Waldfee, da geht’s ab! Unbedingt reinhören. Im nächsten Monat gibt es übrigens mehr für die Ohren. Versprochen!

Das war es erst einmal an Besprechungen für diesen Monat. Zum Abschluss nur noch ein Sound aus den Charts des Januars 1974 - einfach nur so, zum Chillen … Steve Miller Band - The Joker

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Katzentod

Erstellt von Taysal am Sonntag 7. Februar 2010

Katzentod

von

Günther Kurt Lietz

Auf leisen Pfoten schleichend, duckend unter Tischen hinweg, springend über Betten und zwischen Beinen huschend, striff Mortiferus durch die Räume und Flure des Spitals.  Ein flüchtiger Schatten in den Augenwinkeln, ein leises Kratzen auf dem Boden, ein sanfter Druck auf den Schultern. Da hielt der Kater inne, jeden Muskel angespannt, wie erstarrt in der Zeit.

Er hatte ihn gewittert, spürte seine Nähe, hörte das leise Seufzen. Mortiferus bewegte sich. Er hatte ein neues Ziel und rannte nun darauf zu. Die Menschen um ihn herum nahmen den Kater nur als Schemen wahr, schenkten ihm keine Beachtung. Er kam schnell voran. Und schon bald hockte er lauernd vor der richtigen Türe.

Ein Pfleger verließ das Zimmer. Der sich schließende Spalt war breit genug für einen beherzten Satz nach vorne und schon hatte Mortiferus sein Ziel erreicht. Es stank nach Krankheit und Tod – und da stand er auch.

Eine hochgewachsene Gestalt, die schwarze Robe fleckig und straff um den fetten Leib gespannt. Die Kapuze tief nach vorne gezogen, verbarg sie das teigige Gesicht. Kleine Augen blickten gierig auf das Bett hinab, betrachteten den Menschen darin. Die rostige Sense in der Hand des Todes erzitterte, das nahe Ende lag spürbar in der Luft.

Die Frau atmete flach, kaum wahrnehmbar. Ihr weißes Haar war schütter, die Haut faltig und trocken. Ihre Lider flattertern und über die rissigen Lippen entflohen ihr einsame Worte der Erinnerung, Namen, die in ihrem Leben einst etwas bedeuteten. Dieses Leben stand nun vor seinem Ende.

„Mortiferus, ungelegen wie immer. Lagst wohl auf der Lauer.“ Die Stimme des Todes war leise, drohend und gleichzeitig voll kindlischem Zorn. „Zieh Dich zurück! Ich lasse Dich gehen, ohne Hintergedanken.“

Die Antwort des Katers bestand in einem trotzigen Fauchen. Mit einem Satz sprang er aufs Bett und fuhr die Krallen aus. Konzentriert blickt er auf die Sense in der Hand des Todes. Dieser spie aus – eine schwarze, teerartige Masse. Sie verteilte sich über den Boden, begann zu brodeln als würde sie aus dunklen Maden bestehen und löste sich dann in Nichts auf.

„Verdammt!“ Der Tod bewegte sich mit einer Schnelligkeit, die niemand seinem aufgedunsenen Körper zutrauen würde. Das Blatt der Sense zischte kreischend durch die Luft.

Mortiferus stieß sich vom Bett ab. In hohem Bogen flog er über den Schlag hinweg. Der Kater berührte die Wand hinter dem Tod, wand seinen Körper und sprang den Tod von hinten an. Er schlug seine scharfen Krallen in den Rücken und Biss zu. Doch Mortiferus bekam nur den Stoff der Robe zu fassen.

„Verderbter Seelenkater! Lass ab!“ Die Stimme des Todes war schrill, füllte mit ihrem disharmonischem Klang das Zimmer. „Nicht Deine Sache, nicht Deine Sache!“

Ein heftiger Ruck nach vorne und der Kater verlor den Halt. Erneut wirbelte er durch die Luft, doch diesmal unkontrolliert. Hart schlug er auf dem Boden nieder, schüttelte seinen Kopf, der Blick benommen.

Die Sense des Todes schnitt erneut durch die Luft, hielt auf den Schädel Mortiferus’ zu. In diesem Augenblick erlosch die Lebensflamme der Alten, machte sie ihren letzten Seufzer. Ein weißes Licht löste sich aus ihrem Körper, verdichtete sich zu einem hellen Ball. Wärme erfüllte den Raum, denn eine gute Seele war auf dem Weg in die Ewigkeit. Einzig ein Band aus flirrendem Silberlicht hielt sie noch.

„Mein! Sie ist mein!“ Der Tod kreischte, schlug mit der Sense einen Bogen von Mortiferus hinweg zum Silberband. „Du bist zu spät.“

Der Kater spürte die behagliche Wärme der Seele, sah die Gefahr. Erneut stieß er sich ab, warf sich dem Sensenblatt in den Weg. Die Schneide schnitt durch Fell, Haut und Fleisch. Mortiferus wurde gegen die Wand geschleudert und kam auf dem Bett zu liegen. Der Körper des Katers bebte – bebte vor Wut und gerechtem Zorn.

Das Blatt des wahren Todes hätte sein Leben gekostet. Doch die Sensen der falschen Tode besaßen keine echte Macht. Sie dienten nur zum schmerzlichen zerschneiden des Bandes und fingen die Seelen der Unglücklichen. Der wahre Tod hatte den Dämonen und Teufeln das Feld überlassen. Er war hinfort, innerhalb eines Augenblicks verschwunden.

Mortiferus hatte diese plötzliche Leere im Multiversum gespürt. Er war ihr gefolgt und hatte erkannt, was diese Leere für das Leben und die Seelen bedeutete. Und so stellte sich Mortiferus den Höllenwesen, die als falsche Tode auf Seelenraub gingen.

Die Wunden des Katers schlossen sich fließend und der Tod erstarrte in seinen Bewegungen. „Was?“ Ungläubig blickte er auf seinen Feind hin, vergaß gar den Seelenraub. „Seelenkater …“

Ein letztes Mal sprang Moriferus auf seinem Feind zu, warf sich des Katers Körper dem Gesicht der Höllenkreatur entgegen. Die Krallen schlugen unter die Kapuze, fuhren tief in waberndes, weiches Fleisch. Fauliger Geruch erfüllte den Raum, dann sank der falsche Tod in sich zusammen, wurde zu Nichts. Er war hinfort.

Eine Aufgabe blieb noch zu erledigen. Die Seele musste ihrer Bestimmung zugeführt werden, musste den letzten Weg gehen. Doch diese Seele war rein und Mortiferus überließ ihr die Entscheidung. Mit seinen Krallen zerschnitt er sauber das Seelenband. Der Kopf des Katers lag schräg und sein neugieriger Blick betrachtete die Seele. Ihre Entscheidung war gefallen.

Das Licht und die Wärme der Seele verdichteten sich, zogen sich zusammen, nahmen Form und Gestalt an. Eine Katze erblickte das Licht der Welt, eine weitere Seelenkatze, eine Wächterin des Todes.

Ende

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Alles ist gut im Heilmond

Erstellt von Taysal am Montag 18. Januar 2010

Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben - so heißt es und so stimmt es. Nach einer anfänglichen Besserung kam es zu einem gnadenlosen Rückfall, der die gute Schreibhand lahmlegte. Dank dem Tipp einer lieben Freundin gab es noch mehr Diktate, die nun schlussendlich doch den Weg in die Textverarbeitung fanden. Also wird es Zeit nun mit dem Überblick für den Dezember das Jahr 2009 abzuschließen und die Ära der Monde zu einem Ende zu bringen. Für 2010 stehen die Rückblicke dann unter einem anderen Leitmotiv. Doch jetzt geht es erst mal los mit dem Überblick über die Rezensionen …

Im Bereich der Hörspiele hat es nur Sacred 2: Der Schattenkrieger - Die Erlösung ins Finale geschafft, die anderen stehen noch in der Startbox und warten aufs Startzeichen. Mit Die Erlösung kommt die ganze Reihe ja nun zu einem furiosen und überraschenden Ende. Also mir hat das ganze Ding unheimlich Spaß gemacht und ein dickes Lob an Weirdoz* für die gute Arbeit. Beste Grüße an dieser Stelle nochmals an Patricia für ihre geniale Regiearbeit.

Für alle Spielefreunde unter meinen Lesern gibt es einen saftigen Rezensionshappen. Pegasus Spiele hat letztes Jahr einige Sachen auf den Markt geworfen, die einfach Laune machen. Allen voran Zombies!!! - 2. Edition, in dem man als Überlebender durch eine Kleinstadt flitzt und versucht zu fliehen. Dabei muss man lauter Zombies umpusten, ansonsten futtern die einem den Verstand weg - wortwörtlich. Das Spiel macht einfach großen Spaß. Das gilt auch für Zu viele Köche, einem schnellen Kartenspiel aus der Metalldose. Ich muss sagen, Zu viele Köche wurde mein Lieblingsspiel 2009 und ich habe mit sehr vielen Leuten endlose Stunden verbracht, um unterschiedliche Menüs zu zaubern. Mal gucken, ob jemand 2010 diesen Spaß toppen kann.

Ebenfalls witzig und mit einer einfachen aber lustigen Ausstattung kommt Adios Amigos daher. Auch dieses Spiel macht Laune, aber es setzt eine homogene Spielgruppe voraus, damit sich niemand benachteiligt fühlt. Vor allem da hier Kopfarbeit mit Reaktionsschnelle kombiniert wird. Das ist bei Musketiere anders, denn in diesem gediegenen Kartenspiel kann man es ruhiger angehen lassen. Hier ist es aber wichtig seine Mitspieler einschätzen zu können. Ebenfalls ein Spaßgarant. Pegasus hat ein gutes Händchen für Spiele - seien es nun neue Spiele oder Neuauflagen von Spielen. Deswegen kann ich auch jedem Mexican Train ToGo ans Herz legen, eine gelungene Packung Domino. Griffige Steine, Zahlen statt Punkte und schickes Zubehör in einer Hartschale - optimal zum Mitnehmen. Ich persönlich spiele mit meiner Frau Mutter übrigens die Hardcore-Haus-Variante: Zwei Personen, alle Steine und Divisor 5. Da qualmen die kleinen grauen Zellen und der Tisch ist regelmäßig mit Steinen überladen. Keine Bange, alle anderen vordere ich nur zu Standardspielen heraus.

Im Buchbereich hat es derzeit nur ein Titel aufs Podest geschafft: Comanche 01 - Red Dust aus dem Hause Splitter. Früher fand ich deren Homepage irgendwie übersichtlicher und angenehmer. Egal, denn es ist das Comic das zählt. Red Dust ist ein reinrassiger Italo-Western, mit allen Stärken und Schwächen des Genres. Das Comic ist auch ziemlich alt und kommt bei Splitter nun zu neuen Ehren. Also der Blick lohnt sich, vor allem die Aufmachung ist wunderbar.

Aus dem Bereich Film und Fernsehen stürmt von Polyband Torchwood - Staffel 3 - Kinder der Erde nach vorne. Wahnsinn, die Serie kommt nun mit nur wenigen Episoden daher, doch die sind unheimlich spannend gemacht und sehr dramatisch. Verdammt, zum Ende hin musste ich schon mehrmals schlucken und das Finale ließ mich regelrecht sprachlos zurück.

Ebenfalls Kinder sind in der Reihe Willi will’s Wissen ein Thema - allerdings in einem ganz anderen Sinne. Immerhin handelt es sich um eine Dokumentationsreihe für Kinder, in denen Reporter Willi Weitzel die Welt unter die Lupe nimmt. In Und die Kuh sagt muh dazu!, Vorfahrt für die Feuerwehr!, Wie himmlisch klingt die Weihnachtszeit?, Sicher hin und her im Straßenverkehr! und Wo zeigen Pferde, was sie können? sind die Dokumentationen thematisch zusammengefasst. Auf jeder DVD sind zwei Folgen vorhanden. Die Reihe selbst macht ja großen Spaß, aber die Ausstattung ist einfach lieblos. Schade, schade, schade …

Mit diesem Artikel endet nun auch die Rezensionsübersicht 2009 und macht Platz für 2010. Neue und spannende Themen, neue und spannende Titel, neuen und spannende Ansichten - alle im Taysal.net. Einfach anklicken und loslesen …!

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Es bläst heftig im Windmond

Erstellt von Taysal am Dienstag 15. Dezember 2009

Was für ein November - nass, kalt, windig und zu allem Übel hat es mich gesundheitlich mehrmals heftig erwischt. Das hat sich vor allem auf meine Schreibhand ausgewirkt und so endeten die meisten Rezensionen im Diktat und erwarten nun sehnlichst ihre Abschrift. Glücklicherweise konnten einige Besprechungen trotz allem fertiggestellt werden. Leider verzögerte sich bei einigen Titeln der Upload im Taysal.net, was nun auch kein großer Beinbruch ist, da ich rechtzeitig vor Weihnachten wieder halbwegs fit bin. Für mich ein Grunde zur Freude, für andere ein Grund zum Lesen.

Ich beginne mit meinen Rezensionen aus dem Buchbereich. Der Verlag Zabert Sandmann aus München stellte mir freundlicherweise zwei hervorragende Kochbücher zur Verfügung, die mit Vorsicht genossen werden müssen - jedenfalls von Liebhabern eines saftigen Stücks Fleisch. Vegetarisch kochen ist ein Kochbuch mit eher bekannten Rezepten, dass sich vor allem an erfahrene Hobbyköche richtet. Einsteiger müssen da ein wenig üben, da die Rezepte oft ziemlich frei geschrieben sind und keine Details aufweisen. Bei Indien - Die neue vegetarische Küche sieht die Sache ganz anders aus, denn hier wird viel Wert auf Schritt-für-Schritt-Anleitungen gelegt. Vor allem die Grundlagenvermittlungen ist gelungen. Da die Gerichte auf Westeuropa angepasst wurden, sind sie auch für den hiesige Magen verträglich. Beide Bücher sollten jedenfalls in einer guten Kochbuchsammlung enthalten sein. Überhaupt bietet der Verlag ein umfassendes Sortiment an guten Kochbüchern an.

Im Spielebereich sieht es bei den lesefertigen Rezensionen etwas mau aus, dafür ist der von mir besprochene Titel allerdings der Knaller: Savage Worlds – Gentlemen’s Edition aus dem Hause Prometheus Games. Bis Weihnachten sind es ja nur noch wenige Tage, also sollte man Gas geben, um das Teil unter den Weihnachtsbaum zu bekommen. Dieses Rollenspiel hat mich einfach begeistert und gehört derzeit zu meinen Lieblingsspielen.

Im Filmbereich hatte ich bereits einiges fertig bevor ich krank wurde. Nun, die Besprechung der Gesamtbox von Kommissarin Lund - Das Verbrechen war recht einfach, dass muss ich zugeben. Immerhin hatte ich bereits die beiden Einzelboxen rezensiert und habe einfach zusammengepackt, was zusammengehört. Wer also bereits die Einzelboxen sein eigen nennt, der kann die große Box ignorieren. Ansonsten ist es die Gelegenheit spannende Kriminalunterhaltung in die Finger zu bekommen.

Das gilt auch für Inspector Barnaby Vol. 5 von Edel. Leider scheidet Daniel Casey in dieser Box aus der Serie aus, doch der neue Assistent macht ebenfalls Laune. Allgemein macht die Box großen Spaß. Die vier Kriminalfälle sind wirklich gut gemacht und haben mich exzellent unterhalten.

Eine weitere Box ist H2O - Plötzlich Meerjungfrau - Staffel 2. Die Zielgruppe sind heranwachsende junge Frauen mit romantischer Ader. Eine Vorliebe für Wassersport ist der Sache ebenfalls zuträglich. Glücklicherweise mag ich die Serie (hämische Lacher werden in die letzte Reihe verwiesen) und konnte für einen Rezensenten einspringen, der sich etwas übernommen hatte. Die Serie ist wirklich verdammt gut, aber das darf ja in meiner Besprechung nachgelesen werden.

Um einiges düster und immer dramatischer geht es dagegen in Torchwood - Staffel 2 zu, die bei Polyband erschien. Die Serie ist einfach der Knaller, aber vielleicht liegt das auch nur an meiner toleranten Art und meiner steigenden Abneigung dem üblichen Serien-Quark gegenüber. Torchwood ist einfach anders: Männer die sich küssen und ihre nackten Ärsche aneinanderreiben, Frauen die zu spät ihre Gefühle offenbaren und elendig krepieren, Hauptrollen die einfach so über den Haufen geschossen werden und vieles mehr. Und alles mit dem passenden Style - da kommt Freude auf. Die kommt auch im Torchwood-Preisrätsel auf, dass noch diesen Monat läuft. Es gibt die Staffelbox zu gewinnen, die alle drei Staffeln enthält. Der Versand sollte in der ersten Januarwoche durch die zuständige Pressestelle erfolgen. Also nix wie ran an den Speck. Übrigens: John Barrowman hat bei der BBC für eine vierte Staffel unterschrieben, die dreizehn Folgen umfassen soll. Hoffen wir, dass es klappt. Dann sollte es Ende 2010, Anfang 2011 neue Episoden geben.

Für Freunde der hohen Filmkunst habe ich diesen Monat El Violin im Angebot, einen sozialkritischen Film aus Mexiko. Schwarzweiß und Original mit Untertitel. Mir wurde von einer Pressestelle eine Reihe südamerikanischer Filme ans Herz gelegt und El Violin bildet den Auftakt meiner Rezensionsreihe. Ich muss sagen, mir hat der Film gefallen. Es ist einfach mal was anderes.

An dieser Stelle bin ich aber auch schon durch. Zeit, sich um weitere wichtige Dinge zu kümmern. Immerhin warten da noch einige Diktate auf ihre Abschrift …

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Rückschau auf den Dachsmond

Erstellt von Taysal am Freitag 6. November 2009

Das Jahr nähert sich langsam seinem Ende und es wird Zeit für die monatliche Rückschau auf meine Rezensionen. Während die Biene Maja in Berlin regiert und in der Welt flaniert, hat sich auf meinem Schreibtisch einiges getan. Verdammt viele Besprechungen sind aktuell im Entwurf, falls alles klappt, haue ich die nächsten Wochen mal wieder mächtig was raus. Aber jetzt geht es erst einmal etwas ruhiger los.

Den Reigen eröffnen Rezensionen gedruckter Werke. Im Rollenspielbereich ist vom Verlag 13Mann das Quellenbuch Traveller - Buch 1: Söldner erschienen. Das Teil ist sehr gut, aber leider auf Söldner fokussiert. Liegt der Fokus einer Gruppe auf andere Dinge, dann ist der Nutzen leicht eingeschränkt. Bei Prometheus Games wird die “Scion”-Reihe übersetzt und verlegt. Den Anfang macht Scion - Hero, ein sehr schickes System. Das Buch ist aber etwas verwirrend angeordnet und leicht umständlich geschrieben. Aber es besitzt ein geniales System für die Initiative, wie es unter anderem auch beim “World of Warcraft”-Miniaturenspiel eingesetzt wird.

Aus dem Bereich der Literatur komm phantastisch! - Ausgabe 35, ein Magazin für utopisch phantastische Themen. Es wird von Achim Havemann herausgegeben und enthält mal wieder eine schicke Sammlung an Artikeln. Viele sind subjektiv und eignen sich hervorragend für einen kontroversen Meinungsaustausch.

Das Label Folgenreich (was im Grunde Universal Music ist) kommt mit weiteren Folgen der Jägerin des Lichts daher, namentlich Jack Slaughter. Jack Slaughter 05 - Am Ende der Welt sollte man sich unbedingt kaufen, weil Titel und Cover in keinem Zusammenhang mit dem Inhalt stehen. Das ist so abstrus, dass es schon Kult ist. In Jack Slaughter 06 - Im Land der Vampire passt aber wieder alles zusammen. Der Kaffee-Vampir ist verdammt genial umgesetzt einfach witzig.

Das war es erst einmal für diesen Monat. Ich gehe mir jetzt die Nase schnäuzen und gebe abschließend einen Tipp ans Volk, den ich gestern auch einer schottischen Bekannten angedeihen ließ: “Don’t put the cotton stick in your nose!” Ich habe es probiert, ist keine gute Idee. In diesem Sinne …!

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Cthulhuween 2009 - erste Eindrücke und Danksagung eines Alten

Erstellt von Taysal am Sonntag 1. November 2009

Halloween ist vorbei, die Müdigkeit steckt noch in den Knochen und an dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, um mich bei all meinen treuen Kultisten zu bedanken, die in einem geheimnisvollen Ritual dafür sorgten, dass ich den ersten Platz des Kostümwettbewerbs mein eigen nennen konnte. Und das bei einer großen und heftigen Konkurrenz - doch dank der Beschwörung von Inspector le Grasse, gezielt eingesetztem Charme, billigen Werbegeschenke und liebevollen Tentakeln, war der Sieg nur eine Formsache … ha - ha - ha! Ich werde alle meine Fans natürlich Nachts in ihren Träumen besuchen - versprochen …!

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