Taysals WebBlog

Blüten im Blumenmond

Erstellt von Taysal am Dienstag 9. Juni 2009

Mai - der Wonnemonat: Karl der Große führte im 8. Jahrhundert den Namen Wonnemond ein (eigentlich althochdeutsch “wunnimanot” = Weidemonat), der darauf hinweist, dass man in diesem Monat das Vieh wieder auf die Weide treiben konnte. Mit “Wonne” im heutigen Begriffszusammenhang hat der alte Monatsname also eigentlich nichts zu tun.
Quelle: Wikipedia.de

Stimmt, denn trotz einiger warmer Tage, war es manchmal lausig kalt. Heißer Kaffee, eine warme Decke und ein gutes Buch haben da schon mal ein wenig weitergeholfen. Trotzdem: Brrr!

Da ich anderweitig abgelenkt war - und noch immer bin - kommt für den Mai etwas weniger daher als sonst. Dafür habe ich allerdings mein Abenteuerland weiter ausgebaut und für das Rollenspiel TERSP einen Blog eingerichtet. Wordpress ist derzeit halt eine schicke und einfache Software, um solche Inhalte entsprechend zu präsentieren.

Doch komme ich nun zum Überblick auf meine letzten Besprechungen und fange mit einem Spiel aus dem Hause Pegasus an: Die Sterne stehen richtig. Es handelt sich dabei um ein witziges Kartenspiel, das von Goomi illustriert wurde und dem Charaktere aus „Unspeakable Vault of Doom“ zugrunde liegen. Es besteht also eine direkte Verbindung zu “Call of Cthulhu”, dem auf H. P. Lovecrafts basierendem Cthulhu-Mythos-Rollenspiel. Sehr witzig.

Im Kino habe ich mir dann Star Trek XI angesehen und war positiv überrascht. Hier hat man sich wirklich Gedanken gemacht, wie man Star Trek modernisieren kann, ohne den Mythos zu zerstören. Der Film steht auch auf meiner DVD-Liste.

Auf dem Rollenspiel-Sektor kommen zwei Produkte aus dem Hause 13Mann daher. Da wäre erst einmal Traveller – Buch Null zu nennen. Das ist ein günstiges Softcover in Heftklammerung, in dem sich Auszüge aus dem Traveller - Grundregelwerk befinden. Zum Reinschnuppern und für die ein oder andere Testrunde reicht das allemal. Oppulenter und informativer ist dagegen Traveller - Spinwärts-Marken. Es handelt sich dabei um ein Quellenbuch, in dem eine spannende Region des Drittens Imperiums vorgestellt wird. Somit liegt ein richtiges Setting für Traveller vor und niemand muss sich was aus den Fingern saugen oder auf englischsprachige Bücher zurückgreifen. Das Buch hat zwar einige Macken, aber es gefällt mir trotzdem verdammt gut.

Ein Hörspiel habe ich ebenfalls noch besprochen bekommen: Sacred 2- Der Schattenkrieger- Das verbotene Wissen aus dem Hause weirdoz*. Der vorherige Teil endete ja mit einem gemeinen Cliffhanger, der endlich aufgelöst wird. Das Hörspiel kommt verdammt gut und macht richtig Laune. Allerdings geht es bald dem Ende zu - hoffentlich wird das grandios.

Das war es nun in Kürze mit meinen Besprechungen, aber dafür inhaltlich hoffentlich sehr gehaltvoll.

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Überraschungseier im Ostermond

Erstellt von Taysal am Mittwoch 6. Mai 2009

„Im April, da macht jeder was er will.“

Nun, ich bin nicht in den Ersten April geschickt worden und habe selbst auch niemanden dorthin geschickt. Irgendwie war mir nicht danach und im Laufe der Zeit wird es albern. Vor allem in der medialen Neuzeit fliegt eine Ente schnell mal um die ganze Welt und kann kaum noch eingefangen werden. Neue Zeiten halt - da sollten bestimmte Traditionen vielleicht mal überdacht werden …

Da werfe ich doch lieber mal ein Blick auf den letzten Monat und schau mal, was sich so ergeben hat. Bei den Filmen liegt noch einiges auf Halde. allerdings reiche ich mal Der goldene Nazivampir von Absam 2 nach. Den Film hatte ich bereits im Dezember besprochen - zugegeben, eine kurze Besprechung, aber es ist auch ein kurzer Film -, aber vergessen bei mir hochzuladen. Ein lustiger Streifen ohne großen Anspruch.

Am Ersten Mai habe ich mir dann im Kino X-Men Origins: Wolverine angesehen. Also bei dem Film musste ich schon nachdenken, ob die Action und die Coolness wirklich die inhaltlichen und handwerklichen Fehler ausgleichen. Na ja, es ist Wolverine, also ist der Film einfach gut, weil er gut sein muss - Basta!

Ein wenig Zeit mitgebracht? Bei den Büchern war ich recht fleißig und habe da Einiges zu bieten. Den Anfang macht das Opus Anima - Grundregelwerk. Ein Produkt aus Deutschland mit einem deutschen Hintergrund, erschienen bei Prometheus, einem deutschen Verlag. Der Spielhintergrund ist verdammt gut und vor allem künstlerisch verdient Opus Anima die Höchstwertung.

Ebenfalls richtig gut ist das Rolemaster - Rolemaster Zauberbuch aus dem Hause Sonnenfeste/13Mann. Rolemaster dümpelt in Deutschland leider ein wenig vor sich hin, dabei ist es ein sehr gutes Spiel, dass sehr detailliert vorgeht und unheimliche viele Möglichkeiten bietet. Aber dadurch ist es auch unheimlich komplex und ehrlich gesagt: Einsteigerfreundlich ist Rolemaster wirklich nicht. Aber wer sich in der Materie auskennt und mal differenzierter spielen möchte, sollte unbedingt einen Blick riskieren.

Bei den Comics habe ich einen kleinen Rundumschlag gewagt. Das Beste aus den Welten von Dungeons & Dragons 1 beginnt eine neue Reihe bei Panini Comics. Den Leser erwarten drei Kurzgeschichten. Jeweils aus den Reichen, Krynn und Eberron. Unterschiedliche Autoren, unterschiedliche Zeichner, unterschiedliche Qualität. Durchgehend gut ist Die Chronik der Drachenlanze - Drachendämmerung II, mit dem nun die Reihe komplett und die Geschichte erst einmal zu Ende erzählt ist. Hm, der Comic macht einfach Spaß und alle Teile zusammen sind einfach genial. Im Paket betrachtet ist die Chronik der Drachenlanze also der Hammer.

Bleiben wir bei den Comics und Panini. Begleitend zum Film gibt es den Kunstband Watchmen - Watching the Watchmen zu lesen. Also das ist wirklich ein geniales Buch, denn neben den Zeichnungen gibt es massig Insiderinformationen zur Herstellung des Comics. Und darum geht es auch, um den Comic, keinesfalls um den Film. Das gilt auch für Marvel Graphic Novel - Wolverine: Logan. Der Hardcover behandelt ebenfalls die Comicreihe. Vor allem die Aquarelloptik ist richtig schick und hebt sich von den üblichen, satten Comicfarben wohltuend ab.

Jetzt aber mal kurz zurück zu den Rollenspielen und Pegasus. Da haben wir erst einmal Der Hexer von Salem ASB - Das schleichende Grauen. Es handelt sich dabei um ein Abenteuerspielbuch. Das ist sehr witzig gemacht und vor allem die packende Atmosphäre gefällt. Das beweisen aber auch die Cthuloide Welten 16. Erneut ein Magazin, dessen Inhalt eigentlich in ein Hardcover gehört. Einfach genial, was Frank Heller und seine Redaktion da auf die Beine stellen.

Neben den Beinen, gibt es aber auch was auf die Ohren - und zwar Sacred 2 - Der Schattenkrieger - Im Bann der Bestie. Das ist Horror-Fantasy vom Feinsten und der Soundtrack ist eh schon Kult. Erschienen bei weirdoz*. Für Universal Music habe ich weitere Teile der Tochter des Lichts besprochen. Jack Slaughter - Das Tor zur Hölle trifft mal wieder genau mein Humorzentrum, aber Jack Slaughter - Virus in Jacksonville ist um einiges besser. Unbedingt mal reinhören. Bei der Gelegenheit möchte ich kurz anmerken: Originale zu besitzen macht Freude und sorgt dafür, dass Lieblingsserien auch weiterhin produziert werden können. Nur mal so nebenbei …

Auch im Bereich der Spiele gibt es Neuigkeiten zu vermelden. Von Pegasus Spiele stammt Kleine Helden - Das Kartenspiel. Hier muss man mit seiner Heldengruppe den Dungeon plündern und die anderen Helden umlegen. Sehr witzig und ein gelungenes Konzept. Mit Talisman – Die magische Suche wurde von Pegasus ein alter Games-Workshop-Klassiker neu aufgelegt, der ja nun bei Fantasy Flight Games publiziert wird. Das Spiel basiert weitgehend auf Glück und dient eigentlich nur der abendfüllenden Unterhaltung mit Freunden. Mir hat es großen Spaß gemacht, der Taktikspieler hat beinahe in den Tisch gebissen vor Frust. Damit dürfte die Zielgruppe also klar sein.

Das war es dann auch schon für den April und der Mai wird uns zeigen, was in ihm steckt. Semper Talis!

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Es scheint die Sonne im Lenzmond

Erstellt von Taysal am Montag 6. April 2009

Langsam wird es warm, Zeit in meinem Blog den Rückblick auf den März zu wagen - da war es ja noch lausig kalt, fiel der Regen oder war gar die ganze Landschaft verschneit … brrr. Kein Wunder, dass ich Zeit und Muse fand ein paar Sachen zu erledigen.

Allem voran habe ich mir ein paar nette Filmchen angetan, die wirklich Spaß gemacht haben. Torchwood ist eine neue Serie, die auf RTL2 läuft. Ich habe mal kurz reingeschaut und fand die Synchronisation ganz passabel, allerdings habe ich mir die Pilotfolge Torchwood - Everything Changes im englischen Original angehört und bin von der Serie ganz angetan. Vor allem das Ambiente ist stimmig umgesetzt und die Figuren sind richtige Persönlichkeiten, mit Stärken und Schwächen.

Das gilt auch für die Helden aus Watchmen – Die Wächter. Ein erstklassiger Kinofilm, der mich hervorragend unterhielt. Auch hier waren es vor allem die Figuren und der künstlerische Ausdruck, die mich faszinierten. Ganz großes Kino. Ich habe flugs auch den passenden Comic Watchmen aus dem Hause Panini rezensiert. Keine Frage, es gibt da schon Unterschiedes,, aber beides ist für mich einfach nur Kult. Meine Damen und Herren, das muss man gesehen, gelesen und genossen haben.

Scheinbar mauser ich mich langsam zu einem Krimifan - jedenfalls finden immer wieder Krimis den Weg in meinen Briefkasten. So auch Hautnah – Die Methode Hill - Staffel 2, die mir großen Spaß bereitet hat. Auch hier ein erstklassiges Charakterspiel und durchdachte Fälle, wie ich sie mag. Es gibt Sachen, die machen einfach nur Spaß.

Spaß machen natürlich auch Spiele und mit meiner Rezension zu Dungeons & Dragons Spielleiterhandbuch schließe ich die bei Feder & Schwert erschienen deutschsprachigen Regelwerke ab. Schade, dass es da Probleme mit der Lizenz gab. Der Verlag hat sehr gute Arbeit geleistet und war eine Bereicherung für die Szene. Zum Buch sei gesagt, dass sich das Spiel selten wie D&D anfühlt, aber trotzdem sehr gut ist und große Spaß macht. Also ich spiele es gerne.

Passend zum Umbruch ist auch der Roman Vergessene Reiche - Die Büßerin - Das Opfer der Witwe erschienen, geschrieben von Lisa Smedman. Hier fliegen die Fetzen und am Ende hauchen zwei Götter ihr Leben aus. Mal sehen wie es mit der Trilogie weitergeht.

Ein besonders schickes Quellenbuch ist Cthulhu RSP - Malleus Monstrorum aus dem Hause Pegasus Press. Das Ding ist ein regelrechter Foliant und der Inhalt einfach erstklassig. Frank Heller - Kopf der deutschen Cthulhu-Redaktion bei Pegasus - liebt dieses Spiel offensichtlich sehr und seine Kollegen ebenfalls. Anders ist dieses detailverliebte Ding kaum zu erklären. Respekt!

Universal Music hat mit Point Whitmark - Die fiebrigen Tränen die nächste Folge dieser Jungdetektivreihe auf den Markt gebracht. Diesmal ein Crossover mit Gabriel Burns. Klingt irgendwie merkwürdig, funktioniert aber tadellos. Eher enttäuschend war dagegen Don Harris – Psycho-Cop - Das Erbe der Wächter. Der Teil zuvor war richtig gut, aber nun sinkt die Qualität doch ab und es wird recht langweilig. Hoffentlich wird es da bald wieder besser.

Besser ist auf alle Fälle Sacred 2 - Der Schattenkrieger - Im Bann der Bestie von weirdoz*. Die Serie hat ja geradlinieg und überraschungsfrei begonnen, aber “Im Bann der Bestie” wird Fantasy und Horror verdammt gut vermischt. Das Ding ist verdammt gut und der beste Teil bisher.

Bei den Spielen komme ich eher sporadisch zum Rezensieren, aber auch hier gibt es wieder was für die Krabbelkiste: Nancy Drew – Das Geheimnis der Mysterienritter von Majesco. Das Teil ist nun kein echter Knaller, aber gute Unterhaltung für kleines Geld. Macht jedenfalls Spaß und passt für Adventurespieler.

So weit und so gut der Überblick zu den Rezensionen aus meiner Feder. Meine Rollenspielbesprechungen finden sich zukünftig auch bei den Blutschwertern, allerdings nicht so aktuell wie in meinem Netzwerk oder auf Buchrezicenter.de. Ich muss ja auch die Zeit finden. Nun, dann mache ich mich mal daran mit den Titeln für die nächste Übersicht fertig zu werden …

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Von der Logik eines Telefonats

Erstellt von Taysal am Samstag 21. März 2009

Von der Logik eines Telefonats

Eine Kurzgeschichte von

Günther Kurt Lietz

Eine Rechnung flattert ins Haus. Man liest sie und bemerkt nebenbei, dass sie falsch ist. Doch der umsichtige Absender vermerkte seine Anschrift, die Kundennummer und die Durchwahl. Also greift man zum Telefonhörer und macht sich daran, das Problem zu lösen.

Es klingelt durch. Einmal, zweimal, mehrmals, vielmals und keiner geht ran. Also ein zweiter Versuch wenige Minuten später. Und man hat Erfolg. Eine nette Dame flötet mir mit freundlicher Stimme ins Ohr: „Der Herr Sachbearbeiter ist nicht da. Er ruft sie gleich zurück. Danke für ihr Verständnis. Wiederhören.“

Man wartet, den Blick aufs Telefon geheftet und das Schreiben vor sich auf dem Tisch liegend. Langsam drückt die Blase und fordert ihr Recht. Aber wenn der Mann ausgerechnet jetzt anruft? Schweiß bricht aus. Soll ich gehen? Bin ich schnell genug? Vielleicht klingelt es gerade wenn ich die Hose runterlasse. Man wartet, hält ein, wird vom eigenen Körper gepeinigt und geht schließlich doch auf Klo, immer ein Ohr zum Telefon hin. Und … es klingelt nicht!

Nach dem Toilettengang wartet man also weiter. Und wartet, kocht das Mittagessen, wartet, kümmert sich um die Hausaufgaben der lieben Kleinen, wartet, liest einige Seiten eines guten Buches, wartet und – es klingelt. Also geht man ran, leicht erbost über das Warten. Doch es ist nur die Oma und sie will hören was es Neues gibt. „Ich warte!“ kommt es schon laut über die Lippen und der Hörer liegt auf der Gabel. Und man wartet weiter.

Bis es dann klingelt und der Sachbearbeiter sich bequemte doch anzurufen. Ich gebe ihm Namen, Adresse und Kundennummer. Er sucht im Computer und fragt dann: „Sind sie es wirklich?“

„Was? Genervt?“ will man unwirsch fragen, doch ist man lieber höflich und lächelt, obwohl der gute Mann das Lächeln nicht sieht. „Natürlich.“, erkläre ich und frage mich, wer sonst wegen meiner unbezahlten Rechnung anrufen sollte.

„Hm, nun, dann sehen wir mal nach.“, murmelt der Mann vor sich hin und ich höre Tasten anschlagen. Er macht seine Arbeit und gleich wird sich alles auflösen. „Sie haben die letzten zwei Anträge zu spät abgegeben. Da mussten wir also höhere Beiträge anrechnen.“

Klingt vernünftig. Ist aber falsch. „Hier im Schrieb steht sechzig Euro für zwei Monate. Wegen zu spät abgegeben? Ich war pünktlich.“

„Moment.“, kommt es vom anderen Ende und ich muss warten. Aber darin habe ich langsam Übung. Ich glaube allerdings, der Mann glaubt mir nicht, dass ich glaubwürdig bin. Und dann ist er schon wieder da. „Hallo? Sind sie noch dran? Ich habe mir die Unterlagen gezogen. Sie haben zu spät abgegeben.“

„Das kann nicht sein.“, erwidere ich nun etwas unwirsch und bereue meinen Ton sofort. Es ist vielleicht unklug so mit ihm zu reden. Immerhin will ich etwas von ihm. Papier raschelt und siehe da – ich habe Erfolg.

„Tatsächlich. Ich habe eine drei für eine acht gehalten. Sie waren pünktlich.“ Na Gott sei Dank. „Mit einem Antrag.“ Und schon nehme ich meinen Dank wieder zurück.

Es kommt zu einem kurzen Wortwechsel und ich sehe ein, der Mann kann nicht gut gucken. Also lass ich mich breitschlagen und akzeptiere für einen Monat Verspätung. Ich will ja nicht kleinlich sein, wegen dreißig Euro für einen Monat. Ich bin doch kein Erbsenzähler.

„Hören sie, ich habe die Beiträge gerade neu berechnet.“ Gut, wenigstens kann er Kopfrechnen. „Das macht dann dreihundert Euro.“ Oder auch nicht. Oder er hat eine Null zu viel hinten angehangen.

„Bitte?“ frage ich langgezogen. „Dreihundert? Das muss ein Fehler sein.“

Und er rechnet wieder und ich warte wieder. „Sie haben recht. Entschuldigung.“ Nun, lieber ein spätes Einsehen als gar kein Einsehen. „Es sind nur hundert Euro.“

Da hätte er auch einen Hundertwasser verlangen können. „Bitte? In ihrem Schreiben steht zwei Monate zusammen für sechzig Euro.“ Langsam meldet sich die Blase wieder zu Wort. Sehr ungünstig für mich. Der Druck wächst, auf beiden Seiten, am Ohr und in der Blase. „Wie kommen sie denn auf hundert Euro?“

„Das ist nun einmal so. Außerdem habe ich ihnen gar kein Schreiben geschickt, worin steht, zwei Monate und sechzig Euro.“, merkt er unhöflich an.

„Aber ich habe das Schreiben vor mir liegen. Schwarz auf Weiß.“

„Ich habe kein Schreiben geschickt.“, sagt er und bleibt hart. Der Mann ist strohdumm und stur. Eine gefährliche Kombination.

Ich beschließe erst einmal klein beizugeben, zu tun als wäre ich einverstanden und nach dem Gespräch meine Blase zu leeren. „Gut, dann schicken sie mir aber bitte eine neue Rechnung.“ Mit zwei Schreiben werde ich in einigen Tagen persönlich vorbeigehen und ihm die Papiere unter die Nase reiben. Ein schöner Plan, den ich da gerade fasse.

„Schön, dass sie das endlich einsehen, mein Herr. Ich schicke ihnen dann eine neue Rechnung zu. Die alte werfen sie ruhig weg.“

„Die Rechnung?“ frage ich, denn meine Frau wird er wohl kaum meinen.

„Das habe ich nicht gesagt. Ich habe ihnen keine Rechnung geschickt.“, erklärt er, müde vom Gespräch. Wahrscheinlich meint er doch die Frau.

„Na gut. Auf Wiederhören.“, verabschiede ich mich und renne zur Toilette.

Und das Ende vom Lied, die Moral der Geschichte, die Pointe des Witzes? Ich habe meine alte Rechnung noch immer, eine neue kam nie bei mir an und alles löste sich in Wohlgefallen auf. Unter dem Strich bleibt ein Dummkopf. Und das bin vielleicht ich, aber bestimmt der nette Mann am anderen Ende des Hörers.

Ende

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Im Zeiche des Narremonds

Erstellt von Taysal am Donnerstag 5. März 2009

Auch für den Februar gibt es ein paar neue Besprechungen zu einigen richtig guten Sachen. Die Filme kamen etwas zu kurz, aber dafür gibt es ja genug anderen Stoff den ich behandeln kann.

Den Anfang macht das Hörspiel Don Harris – Psycho-Cop - Das Schwarze Amulett aus dem Hause Universal Music. Es erschien unter dem Label Folgenreich und stammt aus der Feder von Jason Dark. “Aha”, werden da nun einige sagen. “Dark? Der macht doch John Sinclair, oder?” Genau, richtig erfasst. Und sein neuer Held Don Harris ist manchmal auch ein wenig wie John Sinclair, aber nur manchmal. Hört ruhig mal rein, Don Harris kommt gut rüber.

Bei den Büchern komme ich erst einmal zur normalen Unterhaltung. Nachtkrater ist ein Kriminalroman aus der Feder von Christine Lehmann und wird vom Argument Verlag vertrieben. Die Geschichte beginnt in Schwaben und steuert dann geradewegs auf den Mond zu. Klingt jetzt abgehoben, ist aber trotzdem bodenständige Unterhaltung die einfach Spaß macht. Die Leute bei Argument machen einfach eine klasse Arbeit und leisten - für einen so kleinen und bescheiden wirtschafteten Verlag - großartige Arbeit. Respekt!

Ebenfalls klein und nahe am Leser ist der Comicverlag Splitter. Eine der herausragenden Serien ist eindeutig Die Schiffbrüchigen von Ythaq. Band drei ist Khengis’ Schatten und richtig furiose Unterhaltung. Hier vermischen sich Science Fiction und Fantasy einfach großartig miteinander, was man auch im vierten Band beobachten kann: Das letzte Geheimnis. Also ich bin von dieser Reihe einfach nur begeistert. Bei Ein Palast, Bäume und blutrote Früchte aus der Reihe Ganarah fällt mir ein jubelndes Urteil schon etwas schwerer. Ich musste den Comic tatsächlich zweimal lesen, bevor ich auf den Geschmack kam. Einige Stellen waren schon etwas verwirrend, aber sobald man durchblickt ist die Geschichte richtig gut.

Im Sektor Rollenspiel liegt bei mir einiges noch im Fach “Korrektur lesen und dann hochladen”. Allerdings habe ich es geschafft, die Besprechung zu Codex Daimonis - Horden des Abyss in mein Forum hochzuladen. Die hatte ich glatt übersehen und so kann ich erst jetzt darauf verweisen. Der Quellenband stammt aus dem Hause von Feder & Schwert und gehört in den Bereich Dungeons & Dragons 3.5.

Aus dem Hause Pegasus stammt dagegen Arsenal 2070 für Shadowrun 4.01D. Das Buch ist einfach ein Knaller. Was die deutsche Redaktion da auf die Beine stellt geht auf keine Kuhhaut, um es mal einfach auszudrücken. Neues Cover, neue Illustrationen und zusätzlicher deutscher Inhalt. Dazu eine geniale Verarbeitung und ein schickes Lesebändchen. Außerdem die ganze Arbeit, um die Spieler bei Laune zu halten. Einsteiger-CDs, Wettbewerbe, eine Ingame-Website und einiges mehr. Hoffentlich lohnt sich das auch - also ich drücke alle Daumen …

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Was geschah im Wolfsmond?

Erstellt von Taysal am Mittwoch 11. Februar 2009

Nun, es hielt sich in scheinbaren Grenzen. Bei so viel Dingen um die Ohren, da kommt die ein oder andere Sache schon mal zu kurz.

Bei den Filmen habe ich einen wahren Marathon hingelegt. In einem Rutsch gab es Kommissarin Lund - das Verbrechen Box 1 und sofort Kommissarin Lund - das Verbrechen Box 2 hinterher. War sehr anstregend, aber auch sehr gut. Ein Verbrechen wird innerhalb von zehn Folgen aufgeklärt, die jeweils Spielfilmlänge haben. Nur das Ende, das fiel leider stark ab. Aber man kann selten alles haben.

Gespielt habe ich auch einiges. Erst einnmal auf dem Nintendo DS Toy Shop Tycoon (Majesco). Das Spiel ist jetzt nun kein Knaller, aber ganz nett für Zwischendurch. Richtig witzig und launig ist aber vor allem Munchkin Freibeuter (Pegasus Spiele). Okay, ich liebe Rollenspiele und da trifft Munchkin genau den richtigen Nerv - aber es ist trotzdem absolut lustig. Das Problem sind die Akzente. Französisch bekomme ich ja noch hin, aber plappern wie Rudi Carrell? Da braucht man Übung.

Bei den Büchern gibt es einige nette Sachen im Rollenspielbereich. Für kurz mal ein oder zwei Abenteuer zwischendurch eignet sich Ratten! hervorragend. Als Mitglied einer Rotte macht man die Rattenburg unsicher, ein großes und von seinen Erbauern verlassenes Kaufhaus. Das Spiel stammt vom Projekt Kopfkino und wurde von Prometheus Games gedruckt. Derzeit bin ich unter der Woche Rattenmeister und muss sagen, das Spiel kommt gut an. Das Regelwerk taugt allerdings kaum für Kampagnen und hat einige Schwächen, deswegen haben wir die meisten Zusatzregeln aus Ratten!! übernommen. Die Tage stelle ich mein Abenteur mal auf Taysals Abenteuerland zum Download bereit. Ratten! regt auch zum Ausprobieren neuer und alter Erzähltechniken an. Launig eben.

Düsterer und pahntastischer geht es mit dem Magazin Cthuloide Welten Ausgabe 15 aus dem Verlag Pegasus zu. Herausgeber Frank Heller und seine Redaktion stellen da einiges auf die Beine, um dem Mythos gerecht zu werden. Vor allem das Niveau der Artikel und des Magazins sind unschlagbar. Respekt, Herr Heller!

Jetzt wird es genau so düster und ebenso futuristisch. Die Rede ist vom Warhammer-40.000-Rollenspiel Schattenjäger. In einer düsteren Zukunft tritt der Mensch gegen unzählige Gefahren an und alleine der Imperator steht ihm bei. Und in dessen Auftrag sorgt die Inquisition für Ruhe und Ordnung. Und die Spieler spielen eben diese Inquisitoren. Die englische Ausgabe durfte ich bereits als Spieler erleben und mein Charakter gar überleben. Mit dem deutschen Regelwerkals Basis plane ich für 2009 eine eigene kleine Kampagne. Eventuell mache ich ein kleines Feature dazu. Schaun wir mal …

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Rückblick auf den Julmond

Erstellt von Taysal am Montag 12. Januar 2009

Das Jahr ist zu Ende gegangen, ich habe mein übliches Schläfchen gehalten und bin erst im Januar des neuen Jahres erwacht. Zeit um noch einige Besprechungen hochzuladen und die monatliche Zusammenfassung an Neuigkeiten zu präsentieren - oder das, was sich Neuigkeiten schimpft.

Für kleine und große Kinder gibt es rasanter Unterhaltung. In dem deutschen Film “Urmel voll in Fahrt” geht es erneut verdammt niedlich und zuckersüß zu. Zwar keine freche Animationskiste wie “Shrek”, aber absolut familientauglich. Genau in die entgegengesetzte Richtung geht “Slayer - Die Vampirkiller“. Der Streifen ist erst ab süßen 18 Jahren und beinhaltet einige brutale Szenen. Leider ist der Film kein Knaller weil … na ja, lest die Kritik und ihr wisst warum.

Auch auf dem Gebiet der Hörspiele gibt es wieder neues Futter für die hungrigen Ohren. In “Der Schattenkrieger - Das trügerische Paradies” zieht Garlan weiter durch die Welt von “Sacred 2″ - und zwar mit der Stimme von Thomas Fritsch (ja, genau der Mann, der Russel Crowe seine Stimme leiht). Der dritte Teil liegt bei mir übrigens schon auf dem Tisch und wird auch bald besprochen.

Im Lesebereich war ich ein klein wenig fleißiger. Erst einmal möchte ich auf das Comic “World of Warcraft - Fremder in einem fremden Land” aus dem Hause PaniniComic aufmerksam machen. Das Teil ist einfach klasse geschrieben und gezeichnet. Es dreht sich alles um eine prominenten Persönlichkeit aus “Warcraft”. Allerdings hat der gute Mann sein Gedächtnis verloren und muss erst einmal herausfinden, wer er ist. Habe ich schon gesagt wie klasse das Comic ist? Sicher, sicher!

Auf dem Gebiet der Rollenspiele gibt es zwei feine Titel. Da wäre erst einmal das “Rolemaster Grundregelwerk“. “Rolemaster” (verlegt von 13Mann) ist kein einfaches, aber ein sehr gutes Spiel. Also was für die Profis unter den Rollenspielern. Der Vorwurf einer Tabellensammlung kann übrigens bestätigt werden, fällt aber kaum auf. Immerhin muss man nur die Tabellen zur Hand haben, die man wirklich braucht. Leichter zugänglich, aber um so kontroverser von den Fans diskutiert und mit einer ungewissen deutschsprachigen Zukunft, präsentiert sich da das”Dungeon & Dragons Monsterhandbuch 4E” von Feder & Schwert. Zugegeben, das Ding ist er ein Lexikon, macht aber trotzdem Spaß. Spielleiter brauchen es eh, um Charaktere in den Wahnsinn, in die Hölle oder auf die Palme zu treiben.

Das war es auch schon und ihr könnt Euch beim nächsten mal auf Besprechungen zu “Opus Anima”, “Shadowrun”, “Dungeon & Dragons 4E”, “Rolemaster” und “Traveller” freuen - vorausgesetzt mein Terminkalender erfährt keine gravierenden Änderungen.

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Traveller-Abenteuer “Unter Brüdern”

Erstellt von Taysal am Dienstag 9. Dezember 2008

Im Ganaja-Subsektor liegt das Prazen-System, das von der Sestra-Familie geleitet wird. Nach der Familie ist auch die Raumstation benannt, in der das Abenteuer Unter Brüdern beginnt. Die dortige Sicherheit stellt die Spieler vor eine gewaltiges Problem.
Quelle: 13Mann

Für “Traveller”-Spieler findet sich auf der Homepage des 13Mann Verlags nun ein Abenteuer aus meiner Feder. Es heißt “Unter Brüdern” und richtet sich an Frischlinge. Mal sehen ob und wann ich weiter an der Story werkeln kann. Ist ja auch immer eine Frage der Zeit und Motivation.

Es richtet sich an eine Gruppe von drei bis fünf Charaktere und kann den Beginn einer Abenteuer-Laufbahn darstellen. Das mit Handouts, Bodenplänen und umfangreichen Statistiken und Daten bespikte Abenteuer verdanken wir Günther Kurt Lietz, von dem wir hoffentlich noch mehr zu lesen bekommen. Von unserer Seite aus ein herzliches Danke und Euch allen viel Spaß mit dem Abenteuer!
Quelle: 13Mann

Wie bei meinem Arbeiten üblich ist das Abenteuer übrigens unter meinem vollständigen Realnamen erschienen. Ich wünsche viel Spaß damit. Wie üblich möchte man mehr von mir lesen - warum kann ich das eigentlich nie in riesig viel extrem Haufen Geld umsetzen? Ich sollte mich vielleicht mal in etwas Anderem versuchen, als im Utopisch Phantastischen, um Millionär zu werden. ;)

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Am Ende des Nebels

Erstellt von Taysal am Freitag 5. Dezember 2008

Nebelung ist vorbei und liegt mit seinen wenigen sonnigen Tagen, den vielen verregneten Tagen und dem ein oder anderen Schneetag hinter uns. Zeit, um einen kleinen Blick auf verschiedene Dinge zu werfen.

Da wäre erst einmal die Horror-Sitcom “Jack Slaughter”. Jack ist die Tochter des Lichts und muss sich dem Bösen entgegenstellen, in der Gestalt von Professor Doom. Bisher sind die Folgen “Tochter des Lichts und “Professor Dooms Erwachen” erschienen. Das Hörspiel ist tatsächlich sehr lustig und nimmt viele bekannte Serien und Medien auf die Schippe. Dazu eine herausragende und prominent klingende Sprecherriege. Allerdings ist die Reihe keine Sitcom, denn dazu mangelt es an einigen typischen Elementen. Es gibt also keine stetige Aneinanderreihung von Situationskomik, sondern pointierten Humor und Scherze, die manchmal über einige Szenen hinweg aufgebaut werden. Trotz dieses kleinen Etikettenschwindels ist “Jack Slaughter” urkomisch.

Für das jüngere Zielpublikum bietet sich “Am Tag der großen Flut an” an, die aktuelle Folge der Reihe “Point Whitmark”. Ganz im Stil von “Die drei Fragezeichen” lösen junge Detektive knifflige Fälle. Diesmal haben sie es mit Flüchtlingen, vergrabenen Frauen und einem nahenden Sturm zu schaffen. Mein Tipp: Im Dunkeln in der Badewanne hören, während draußen ein Schneesturm tobt.

Für Krimifreunde gibt es ein wirklich feines Schmankerl. “The Inspector Lynley Msteries 6” beinhaltet nämlich die beiden ersten (also den Piloten) und die beiden letzten Episoden der Serie. Das ist sehr faszinierend, denn so kann man sofort vergleichen wie sich die Figuren und ihre Darsteller im Laufe der Zeit entwickelten. Das ist spannend. Mal ganz davon abgesehen, dass die Serie ausgefeilt und unterhaltsam ist. Die Fälle machen richtig Spaß.

Auch die Comics aus dem Hause Splitter machen richtig Spaß. Allen voran die Reihe “Die Schiffbrüchigen von Ythaq”. Das ist einfach frankobelgische Zeichenkunst vom Feinsten. Band Drei nennt sich “Seufzer der Sterne“. Die tapfere Granit und ihre Kameraden fliehen an Bord einer Raumyacht und entdecken dabei eine verborgene Stadt der Feng. Das es dort natürlich turbulent zugeht, sollte jedem klar sein. Mal wieder ein Knüller, der Comic! Ich muss zugeben, ich bin in diese Reihe richtig vernarrt und kann mir Ythaq vedammt gut als Kampagnenwelt für “Traveller” oder “Dungeons & Dragons” vorstellen.

Aus dem Verlag PaniniComics stammt der “Warhammer 40.000″-Band “Tod und Verderben“. Hier dreht sich alles um einen Orkboy, der durch glückliche Umstände in den Besitz eines Glücksbringers kommt und sich zu einem mächtigen Boss aufschwingt. Allerdings handelt es sich bei dem Glücksbringer um einen imperialen Offizier, der so langsam in seinem Käfig versauert. Sehr witzig und typisch orkig. Aus dem Bereich “Warhammer Fantasy” kommt dagegen “Kriegsschmiede“. Der Comic ist düster gehalten und recht brutal. Eine Gruppe Überlebender sammelt sich, um gemeinsam in eine Schlacht ohne Hoffnung zu ziehen. Das trifft genau den Nerv der “Warhammer”-Welt. Mir hat der Band sehr gut gefallen und hoffentlich gibt es bald mehr davon.

Da wir schon bei “Warhammer” sind, weise ich  gleich mal auf “Warhammer 40.000 - Apokalypse” hin, einem Quellenband aus dem Hause Games Workshop. Endlich kann man einfach alle Modelle seiner Armee auf den Tisch werfen und loszocken, ohne sich um Punktegrenzen oder Organisationspläne kümmern zu müssen. Lasst die großen Schlachten beginnen!

Endlich auf Deutsch erschienen und trotzdem das Letzte seiner Art: “Dungeons & Dragons - Spielerhandbuch 4E” aus dem Hause Feder & Schwert. Eine neue Art von “Dungeons & Dragons” macht sich auf, um die Welt zu erobern. Schneller, aktionsreicher und sehr einsteigerfreundlich. Eigentlich ein Grund zum Jubeln, doch vorerst gibt es kein deutsches “D&D” mehr. Grund? Bisher nur Vermutungen. Doch wie Feder & Schwert verlauten ließ, gab es überraschenderweise keine Lizenzverlängerung mit Wizards of the Coast. Für den deutschen Verlag ein finanzieller Totalschaden, denn zum Einen waren etliche der neuen Produkte bereits in der Mache und beinahe fertig. Zum Anderen gibt es eine Abverkaufsfrist bis Ende März. Am dem 1. April (und das ist leider kein Scherz) darf Feder & Schwert kein Produkt mehr verkaufen, auf dem “Dungeons & Dragons” prangt. Das bedeutet eine winzige Galgenfrist von knapp vier Monaten, um wenigstens ein paar deutschsprachige Grundregelwerke an die Spieler zu bringen. Warum, wieso und weshalb möchte Feder & Schwert erst ab April erläutern. Wie es nun mit “Dungeons & Dragons” in Deutschland weitergeht bleibt abzuwarten. Der Kauf der Grundregelwerke lohnt sich übrigens trotz allem, denn unter dem Strich sind alle verkauften Exemplare ab April eine “Limited Editon”. Außerdem ist die Übersetzung sehr gelungen und es handelt sich um ein generisches Fantasyrollenspiel. Optimal für Weltenbastler.

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Der Weinmonat zum Heulen …?

Erstellt von Taysal am Mittwoch 29. Oktober 2008

Wer nun glaubt der Weinmonat besäße seinen Namen weil es zum Heulen ist, der irrt. Es dreht ich einfach nur ums Saufen. Immerhin beginnt im Oktober die Weinlese. Ich biete zwar keine Weinlese, aber eine Auslese an Besprechungen.

Den Anfang mache ich mit dem Buchbereich, denn da hat sich einiges ergeben. Aus dem Hause PaniniComics stelle ich sofort zwei weitere Teile der Drizzt-Saga vor: “Der magische Stein” und “Das Vermächtnis“. Beide drehen sich um R. A. Salvatores Held Drizzt Do’Urden. “Das Vermächtnis” krankt leider an dürftigen Zeichnungen. Rob Atkins hat es einfach versaut.

Um Klassen besser kommt da “Drachendämmerung I” daher, der vorletzte Comicband aus der Reihe “Die Chronik der Drachenlanze”. Die Handlung ist verdammt packend und dramatisch. Im November will PaniniComics wohl den Abschlussband veröffentlichen. Auf den bin ich nun sehr gespannt. Das war ich auch bei “Kreuzzug der Verdammten“, einem Comic aus dem “Warhammer 40.000″-Universum. Ich muss sagen, mir hat der Comic trotz seiner Erzählstruktur gut gefallen, aber ich bin in dem Bereich auch einiges gewöhnt. Ich glaube die Grundstimmung des Settings wurde gut eingefangen und es ist am Ende gut erkennbar, wie die Space-Marine-Orden aufgebaut sind und das sie die Zeit einfach überdauern.

Mit “Warhammer 40.000″ geht es auch sofort weiter, mit einem Codex aus dem Hause GamesWorkshop. Nach all den Jahren haben die Orks endlich den neuen “Codex Orks” spendiert bekommen und der hält, was er verspricht. Selbst nach und vor allem mit den Regeln der 5. Edition, sind die Orks wieder mehr als Lämmer auf dem Weg zur Schlachtbank. Ich sage nur: “Grün jewinnt, plau bringt Glügg und rot is’ schnälla!”

Noch einen kurzen Abstecher zum Splitter Verlag. Ich habe von der Reihe “Die Schiffbrüchigen von Ythaq” bereits geschwärmt und nun auch “Die falsche Ophyde” besprochen. Selbst Leute die nur auf Ketten nach Frankreich fahren und Baguette für den Namen einer Bäuerin aus der Chamapgne halten, müssen die hohe Qualität, den gelungenen Stil und die detaillierten Zeichnungen anerkennen.

Kommen wir von den Comics zu den Büchern und dann zu den Hörbüchern. Im folgenden allerdings ein Hörspiel. “Die Auferstehung” ist nämlich ein solches Hörspiel. Es stammt von weirdoz* und erzählt die Vorgeschichte zum Computerspiel “Sacred 2″. Die Produktion ist sehr hochwertig und es gibt sogar einen Gastauftritt von Blind Guardian. Außerdem wurde das Hörspiel als CD und DVD veröffentlicht. Auf der DVD findet sich - neben einer 5.1-Tonspur - auch viel Bonusmaterial für Player und Computer. Die Idee gefällt mir, allerdings könnte der Inhalt etwas interaktiver sein.

Für Universal Music war ich auch mal wieder sehr fleißig. Zugegeben, einige Besprechungen stammen noch aus dem Vormonat, die habe ich erst die Tage verlinkt. Ein sehr gelungenes Hörstück aus dem Bereich Fantasy ist “Verborgen“, der vierte Teil von “Abseits der Wege”. Die epische Geschichte verdichtet sich immer mehr und das Hören machte großen Spaß. Es gibt auch viele Prallelen zu “Der Herr der Ringe”, was sicherlich zum Kinoflair des Titels beiträgt.

Mit “Zwei Horizonte” (Teil 29 der ausgezeichneten “Gabriel Burns”-Reihe) bekommen Fans des anspruchsvollen Gruselns ein feines Hörspiel präsentiert. Allerdings muss man schon ein wenig mitdenken und Quereinsteiger sind schnell mal verwirrt. Ich habe mich jedenfalls richtig reinfuchsen müssen. Eher seichter ist dagegen “Der Duft der Finsternis“. Wer nun notgeil auf Anilingus hofft, der muss enttäuscht werden. Es handelt sich um Teil 23 der “Point Whitmark”-Serie. Die Reihe richtet sich vor allem an ein junges Publikum und funktioniert im Stil von “Die drei Fragezeichen”, sozusagen der Konkurrent innerhalb der Zielgruppe. Das Hörspiel ist zwar recht anspruchslos, aber trotzdem unterhaltsam.

Die Rollenspiel-Freunde Cthulhus werden sich freuen. Pegasus Spiele hat mit “Der Hexer von Salem” einen Ableger zu “Call of Cthulhu” auf den Markt gebracht und das System wird ordentlich unterstützt. Das Basisprodukt selbst enthält ja schon die abgeänderten Regeln, auf der Homepage des Verlags kann nun auch “Hexer für Einsteiger” runtergeladen werden. “Der Hexer von Salem” spricht vor allem die breite Masse an. Der Spieler kann nun schneller und einfacher einen Hexer erschaffen und in dessen Rolle schlüpfen, die Regeln selbst wurden ein wenig überarbeitet. Sicherlich ideal für alle, denen “Call of Cthulhu” zu schwer und zu hart erscheint. Und garantiert ein Muss für die Fans von Wolfgang Hohlbein.

Hier endet auch meine kleiner Rückblick auf den Oktober. Wir sehen uns im November.

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