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Der März im Jahre ’74

Bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg verliert die SPD die absolute Mehrheit. Es wird eine Einigung über die Einrichtung ständiger Vertretungen in Bonn und Ostberlin erzielt. Der stellvertretende Außenminister der DDR, Kurt Nier, und der bundesdeutsche Staatssekretär Günter Gaus unterzeichnen in Bonn das Protokoll über die diese Errichtung „Ständiger Vertretungen“. Bundespräsident Gustav Heinemann ist auf dreitägigem Staatsbesuch in Belgien und – besonders wichtig – der Bundestag beschließt, das Alter für Volljährigkeit von 21 auf 18 zu senken und beschließt ebenfalls die Rücktrittsmöglichkeit vom Teilzahlungskauf.
Quelle: Wikipedia.de

Volljährigkeit erst mit einundzwanzig Jahren – das vermag sich heute kaum einer vorzustellen. Bei einigen Menschen wünsche ich mir die guten alten Zeiten aber schon zurück; obwohl, wer keine Lust darauf hat erwachsen zu werden, der bleibt ewig kindisch. Stellt sich die Frage: Ist es überhaupt verwerflich ewig Kind zu bleiben? Wie würde ein Mensch leben, der sich diesen Traum auf die Fahne schreibt? Michael Jackson ist da sicherlich ein abschreckendes Beispiel.

Aber jetzt kommen wir zu zu aktuelleren Themen, die von einem passenden Oldie begleitet werden: Suzi Quatro – Devil Gate Drive. Einfach anklicken und genießen …

Bei den aktuellen Besprechungen machen die Spiele den Anfang. Sehr witzig ist Mystery Rummy 2: Edgar Allan Poe – Mord in der Rue Morgue aus dem Hause Pegasus. Es handelt sich dabei um ein Kartenspiel, in dem die Spieler einen Mord aufklären. Die Regeln basieren auf Rommé und die im Spiel erzählte Geschichte stammt aus der Feder von Edgar Allan Poe. Das Spiel sieht edel aus und macht Spaß, aber die Anleitung ist ein wenig schwer zu verstehen. Also für Leute, die sich gerne einarbeiten. Witziger, aber ebenfalls mit einem gutem Studium der Anleitung verbunden, ist Munchkin Quest. Das Spiel ist ein Hybrid aus Hero-Quest und den Munchkin-Kartenspielen. Sehr witzig für Leute, die solch lange und chaotischen Spiele mögen. In der richtigen Runde ein Knaller für lange Abende.

Bei den Hörspielen gibt es die Fortsetzung der Mark Brandis Reihe und zwar mit der Doppelfolge Mark Brandis – Vorstoss zum Uranus 1 und Mark Brandis – Vorstoss zum Uranus 2. Die guten Stücke stammen aus dem Hause Folgenreich (also Universal Music) und sind sehr hochwertig produziert. Es handelt sich dabei in erster Linie um Charakterstudien. Action gibt es zwar auch, aber im Mittelpunkt stehen die Personen. Das Besondere an „Vorstoss zum Uranus“ (der Titel eignet sich gut für Kalauer und billige Wortspiele) ist die Tatsache, dass jede Episode die Handlung aus einer anderen Perspektive zeigt. Das ist sehr gut gemacht. Top!

Aus dem Hause Panini hat leider nur ein Comic den Weg über meinen Schreibtisch gefunden: Die Legenden der Drachenlanze 1 – Die Brüder. Für Fans natürlich ein Pflichtkauf, aber in Wahrheit ist das Ding eher mittelmäßig geworden. Und das bei der genialen Romanvorlage. Well, shit happens …!

Überzeugender war dagegen RunePunk – Steam & Shadow, ein Rollenspielbuch aus dem Hause Reality Blurs. Es handelt sich um ein Setting zu Savage Worlds, das ich mir als PDF zugelegt habe. Mir fehlt leider die Zeit zum Bespielen des Settings, aber ich bin von dem Thema ganz angetan. Das ist auch bei Necropolis 2350 der Fall. Es handelt sich hier um den ersten deutschsprachigen Kampagnenhintergrund zu Savage Worlds. Übersetzung und Vertrieb liegen bei Prometheus Games. Bei denen war es die letzten Monate ziemlich still, doch zur RPC (Role Playing Convention) hat der Verlag neue Grundregelwerke auf den Markt gebracht und auch mal einige Neuheiten zu Savage Worlds. Hoffentlich geht es hier bald weiter.

Für die kleinen Mädchen gibt es ebenfalls etwas zum Lesen. Derzeit ist die Reihe Bella Sara schwer am kommen und überflutet cbj den deutschen Markt mit entsprechendem Lesefutter, Kalendern und anderem Kram. Dazu gehört der Roman Bella Sara 01 – Bellas Geschenk. Für Kinder genau das Richtige, vor allem falls sie Pferde und Magie mögen.

Ebenfalls witzig und für Kinder gut geeignet ist Skunk Fu! – Vol. 3. Die Serie ist aus dem TV bekannt und erzählt die Geschichten eines kleinen Stinktiers, das Kung-Fu lernt und gegen Ninja-Monkeys kämpft. Das ganze im Stil einer Flashanimation. Ebenfalls ein Trickfilm, steigt auch El Superbeasto in den Ring. Sunfilm bringt den Rob-Zombie-Streifen für Deutschland heraus. Der Film ist ab sechzehn Jahren freigegeben und diese Altersempfehlung sollte unbedingt beachtet werden. Der Streifen ist schmutzig, brutal, blutig und geil – also nur was für Leute mit dem passenden Geschmack. Aber die bekommen es dann richtig besorgt.

Für Erwachsene mit gehobenem Anspruch oder breit gefächerten Interessen – die Untertitel mögen – ist Das Opferlamm aus dem Hause Icestorm genau richtig. Die Geschichte spielt in Argentinien und ist ganz schön harter Tobak. Politisch und menschlich hochbrisant! Ebenfalls Lateinamerikanisch kommt Las Bandidas daher (ebenfalls Sunfilm). Trotz seiner Längen weiß der Film zu unterhalten, aber das Cover ist eine Mogelpackung: „Drei Engel für Charlie trifft auf Tarantino“ – was für ein Unsinn!

Was bleibt zum Abschluss noch zu sagen: Es wird wärmer und somit ist die Zeit reif zum Grillen. Mahlzeit …!

1974 im Januar

Die Bundesrepublik Deutschland trifft mit Botsuana ein Rahmenabkommen über die Entwicklungshilfe und übernimmt den Vorsitz im Rat der Europäischen Gemeinschaften. Der Bundestag verabschiedet das Bundes-Immissionsschutzgesetz.
Quelle: Wikipedia.de

1974 – eines der besten Jahre überhaupt. Warum? Weil in diesem Jahr ein Taysal das Licht der Welt erblickte. Und somit ist in 2010 das Jahr 1974 der Leitstern, der mich durch meine monatlichen Aktualisierungen begleiten wird.

Der Anfang machen diesmal die kleinen Scheiben, die man in den Schlitz der Abspieler steckt. Nennen wir diese Scheiben einfach mal DVDs. Da gibt es diesmal drei Besprechungen zu. Da haben wir erst einmal Hustle – Unehrlich währt am längsten, Staffel 1. Es handelt sich dabei um eine britische Serie, in der sich alles um sogenannte Abzocker handelt, also Trickbetrüger.  Ich bin von der Serie ziemlich begeistert, die sich an Filmen wie „Ocean’s Eleven“ und „Der Clou“ orientiert. Letzterer hatte übrigens 1974 sein Kinodebüt in Deutschland.

Etwas länger liegen die Ereignisse von Masada zurück. In dieser Historienserie aus dem Jahre 1981 liegen sich vor allem Peter O’Toole und Peter Strauss in den Haaren. Im Jahre 2010 ist mehr über die Hintergründe des Masada-Mythos bekannt und viele Dinge daran haben Glanz und Glorie verloren. Aber trotzdem lohnt der Blick. Bei Primeval: Rückkehr der Urzeitmonster – Staffel 1-3 sieht die Sache aber etwas anders aus. Hier lohnt Durchhaltevermögen! Die Serie startet lahm, zieht dann aber Staffel für Staffel deutlich an – und dann lohnt auch der Blick.

Bei den Büchern gibt es etliche Titel mehr, über die es zu berichten gilt. Von Neue Ufer (13Mann) war ich einfach nur enttäuscht. Ich kenne das Rollenspiel und hatte mich auf den Roman gefreut, aber der ist einfach nur schlecht. Panini wusste dagegen mit einigen Comics zu überzeugen. Zugegeben, Bloodbowl – Blut und Spiele ist Geschmackssache, aber meinen Geschmack hat es getroffen. Mit britischem schwarzen Humor immer in die Vollen. Großartig! Leider kommt Ultimate Universe – Der Prolog zu Ultimatum da kaum hinterher. Das Comic macht zwar Laune, aber es könnte besser sein.

Mit phantastisch! – Ausgabe 33 habe ich das nächste Magazin von Achim Havemann unter die Lupe genommen. Der Inhalt ist einfach toll und nur eines der Interviews war wirklich ärgerliche Platzverschwendung.

Für Rollenspieler gibt es etwas von Feder & Schwert: Warhammer 40.000 – Das Handbuch des Inquisitors ist vor allem für Spieler ein Top-Buch, während das jüngst erschienene Warhammer 40.000 – Jünger Finsterer Götter knallharte Informationen für den Spielleiter bereithält. Etwas betagter kommt das geniale Warhammer FRSP – Kinder der Gehörnten Ratte her. Die Ur-Rezension ging leider verloren, doch ich habe den Text wiederhergestellt und die Besprechung ebenfalls eingepflegt. Damit ist die Reihe nun hoffentlich komplett. Immerhin kommt bald die neue Edition auf deutsch heraus.

Mit Caine 08 – Torrkan gibt es einen weiteren Knaller aus dem Hause LAUSCH fürs Laufwerk. Holla die Waldfee, da geht’s ab! Unbedingt reinhören. Im nächsten Monat gibt es übrigens mehr für die Ohren. Versprochen!

Das war es erst einmal an Besprechungen für diesen Monat. Zum Abschluss nur noch ein Sound aus den Charts des Januars 1974 – einfach nur so, zum Chillen … Steve Miller Band – The Joker

Alles ist ruhig im Erntemond

Man muss es auch mal etwas ruhiger angehen lassen und im August habe ich eine besonders ruhige Kugel geschoben. Gab ja auch genug andere Dinge zu erledigen – vor allem bei dem sonnigen Wetter.

Und so gibt es nur wenig Neues zu berichten. So habe ich die Rezension zu Opus Anima Investigation abgeschlossen, das neue Grundbuch zu Opus Anima aus dem Hause Prometheus Games. Das kleine Buch ist eindeutig lese- und spielerfreundlicher als das Grundregelwerk, kommt aber auch ohne die ganzen Details der Spielwelt daher. Darunter leidet vor allem das Setting, das ja durch seinen herrlichen Mix überzeugt. Na ja, da muss man halt Abstriche machen.

Im Kino gab es auch etwas Neues zu sehen, auf das ich mich richtig gefreut hatte: Inglourious Basterds. Allerdings verspricht dieser Tarantino mehr, als er zu bieten hat. Seit Die Herrschaft des Feuers habe ich es mir jedoch abgewöhnt, nach enttäuschter Vorfreude in ein tiefes Loch zu fallen oder zu subjektiv zu werden. Der Film hat meine Erwartungen zwar nicht erfüllen können, aber was soll’s – nach dem Film ist vor dem Film.

Mit diesem abgewandelten Zitat übrigens Glückwunsch an unsere Kickerdamen zur Europameisterschaft. Die Spiele wurden zwar zu ungünstigen Zeiten übertragen, waren aber dennoch ein großer Spaß. Vor allem haben es die deutschen Ladys verdammt spannend gemacht und zum Finale hin immer erst in der zweiten Halbzeit für klare Verhältnisse gesorgt.

Was natürlich Zeit gekostet hat, war die Rezension zu Torchwood – Staffel 1. In der deutschen Synchronisation verliert die Serie etwas an Substanz und die deutsche Sprachfassung der DVD-Box stinkt gegen die englische Sprachfassung etwas ab, aber trotzdem ein Knaller. Vor allem wird es mit jeder Folge besser und schlussendlich steigert sich die Vorfreude auf die zweite Staffelbox, die hoffentlich bald in meinem Briefkasten liegt.

An dieser Stelle erst einmal ein kleines Ende und einen großen Ausblick auf den nächsten Mond, der – sollte mein Plan funktionieren – mit spannenden Besprechungen vollgestopft ist.

Frisches Gras im Heumonat …

… und es ist keine Tüte. Wikipedia meint dazu noch: „Der Juli beginnt mit demselben Wochentag wie der April und in Schaltjahren auch wie der Januar“. Demselben? Na ja, genau deswegen sollte man Wikipedia mit Vorsicht genießen – ansonsten versucht man im April oder Januar Heu zu machen.

Noch etwas kränkelnd mache ich mich mal an unterhaltsamere Dinge. Und zwar an meine letzten Besprechungen. Und da ist einiges an Material zusammengekommen. Aber erst einmal Danke an Windows Vista, das regelmäßig meinen MP3-Player ausknockt – weil es ihn einfach nicht versteht. Technik die entgeistert.

MP3 ist auch das richtige Stichwort, denn bei den Hörspielen habe ich mal zu einem kleinen Rundumschlag angesetzt. Als erstes steigt Don Harris 01 – Das dritte Auge in den Ring. Früher bei Randomhouse, nun bei Universal, schiebt das Label Folgenreich die beiden ersten Folgen hinterher. Don Harris 02 – Der Club der Höllensöhne kommt deswegen auch gleich hinzu. Beide Hörspiele stammen aus der Feder von Jason Dark und wurden von Oliver Döring umgesetzt. Wer nun an John Sinclair denkt, der liegt genau richtig. Dark wollte mal was anderes machen – aber das ist ihm leicht misslungen. Aber nach oben geht ja immer was. Das beweist Don Harris 05 – Das Killer-Kommando ziemlich gut, denn da läuft es schon etwas runder.

Ebenfalls bei Folgenreich ist Point Whitmark 26 – Die Diener der Pest erschienen, die etwas anderen Drei Fragezeichen. Was für ein Trio nun die Nase vorne hat, muss jeder selbst herausfinden. Ich mag ja alle sechs Jungdetektive. Die Diener der Pest ist übrigens eine Produktion von Volker Sassenberg (ein wahres Multitalent) und wartet mit einem Gastauftritt von CORVUS CORAX auf.

Aus dem Hause LAUSCH stammt nun Hellboy und kommt mit Hellboy 01 – Saat der Zerstörung 1 und Hellboy 02 – Saat der Zerstörung 2 daher. Dabei handelt es sich natürlich um den Auftakt zur Hellboy-Reihe für die Ohren und man erfährt woher Hellboy kommt, was sein Name bedeutet, wer seine Freunde sind und vor allem, was für eine coole Rampensau Hellboy doch ist. Also ich finde die Reihe einfach grandios!

Zum Abschluss noch zwei Filmbesprechungen aus meiner Feder. Battlespace – The End Is Near ist ein Film, na ja, ein Film … hm … ein Film … ach verdammt: Das Ding als Film zu bezeichnen wäre zu viel des Guten. Lieber die Finger davon lassen.

Was auf jeden Fall in den DVD-Player sollte – vorausgesetzt man mag Kriminalfilme – ist Inspector Barnaby Vol. 4. Mal wieder erstklassige Unterhaltung mit John Nettles in der Hauptrolle. Vier Folgen auf vier DVDs. Aber Achtung, die letzte Folge der Box ist unterdurchschnittlich, aber die anderen drei sind der Hammer. Vor allem „Glockenschlag zum Mord“ ist eine wunderbar skurrile Episode.

So viel zum Thema Juli, den August bekomme ich hoffentlich etwas zügiger hin.

Blüten im Blumenmond

Mai – der Wonnemonat: Karl der Große führte im 8. Jahrhundert den Namen Wonnemond ein (eigentlich althochdeutsch „wunnimanot“ = Weidemonat), der darauf hinweist, dass man in diesem Monat das Vieh wieder auf die Weide treiben konnte. Mit „Wonne“ im heutigen Begriffszusammenhang hat der alte Monatsname also eigentlich nichts zu tun.
Quelle: Wikipedia.de

Stimmt, denn trotz einiger warmer Tage, war es manchmal lausig kalt. Heißer Kaffee, eine warme Decke und ein gutes Buch haben da schon mal ein wenig weitergeholfen. Trotzdem: Brrr!

Da ich anderweitig abgelenkt war – und noch immer bin – kommt für den Mai etwas weniger daher als sonst. Dafür habe ich allerdings mein Abenteuerland weiter ausgebaut und für das Rollenspiel TERSP einen Blog eingerichtet. WordPress ist derzeit halt eine schicke und einfache Software, um solche Inhalte entsprechend zu präsentieren.

Doch komme ich nun zum Überblick auf meine letzten Besprechungen und fange mit einem Spiel aus dem Hause Pegasus an: Die Sterne stehen richtig. Es handelt sich dabei um ein witziges Kartenspiel, das von Goomi illustriert wurde und dem Charaktere aus „Unspeakable Vault of Doom“ zugrunde liegen. Es besteht also eine direkte Verbindung zu „Call of Cthulhu“, dem auf H. P. Lovecrafts basierendem Cthulhu-Mythos-Rollenspiel. Sehr witzig.

Im Kino habe ich mir dann Star Trek XI angesehen und war positiv überrascht. Hier hat man sich wirklich Gedanken gemacht, wie man Star Trek modernisieren kann, ohne den Mythos zu zerstören. Der Film steht auch auf meiner DVD-Liste.

Auf dem Rollenspiel-Sektor kommen zwei Produkte aus dem Hause 13Mann daher. Da wäre erst einmal Traveller – Buch Null zu nennen. Das ist ein günstiges Softcover in Heftklammerung, in dem sich Auszüge aus dem Traveller – Grundregelwerk befinden. Zum Reinschnuppern und für die ein oder andere Testrunde reicht das allemal. Oppulenter und informativer ist dagegen Traveller – Spinwärts-Marken. Es handelt sich dabei um ein Quellenbuch, in dem eine spannende Region des Drittens Imperiums vorgestellt wird. Somit liegt ein richtiges Setting für Traveller vor und niemand muss sich was aus den Fingern saugen oder auf englischsprachige Bücher zurückgreifen. Das Buch hat zwar einige Macken, aber es gefällt mir trotzdem verdammt gut.

Ein Hörspiel habe ich ebenfalls noch besprochen bekommen: Sacred 2- Der Schattenkrieger- Das verbotene Wissen aus dem Hause weirdoz*. Der vorherige Teil endete ja mit einem gemeinen Cliffhanger, der endlich aufgelöst wird. Das Hörspiel kommt verdammt gut und macht richtig Laune. Allerdings geht es bald dem Ende zu – hoffentlich wird das grandios.

Das war es nun in Kürze mit meinen Besprechungen, aber dafür inhaltlich hoffentlich sehr gehaltvoll.

Überraschungseier im Ostermond

„Im April, da macht jeder was er will.“

Nun, ich bin nicht in den Ersten April geschickt worden und habe selbst auch niemanden dorthin geschickt. Irgendwie war mir nicht danach und im Laufe der Zeit wird es albern. Vor allem in der medialen Neuzeit fliegt eine Ente schnell mal um die ganze Welt und kann kaum noch eingefangen werden. Neue Zeiten halt – da sollten bestimmte Traditionen vielleicht mal überdacht werden …

Da werfe ich doch lieber mal ein Blick auf den letzten Monat und schau mal, was sich so ergeben hat. Bei den Filmen liegt noch einiges auf Halde. allerdings reiche ich mal Der goldene Nazivampir von Absam 2 nach. Den Film hatte ich bereits im Dezember besprochen – zugegeben, eine kurze Besprechung, aber es ist auch ein kurzer Film -, aber vergessen bei mir hochzuladen. Ein lustiger Streifen ohne großen Anspruch.

Am Ersten Mai habe ich mir dann im Kino X-Men Origins: Wolverine angesehen. Also bei dem Film musste ich schon nachdenken, ob die Action und die Coolness wirklich die inhaltlichen und handwerklichen Fehler ausgleichen. Na ja, es ist Wolverine, also ist der Film einfach gut, weil er gut sein muss – Basta!

Ein wenig Zeit mitgebracht? Bei den Büchern war ich recht fleißig und habe da Einiges zu bieten. Den Anfang macht das Opus Anima – Grundregelwerk. Ein Produkt aus Deutschland mit einem deutschen Hintergrund, erschienen bei Prometheus, einem deutschen Verlag. Der Spielhintergrund ist verdammt gut und vor allem künstlerisch verdient Opus Anima die Höchstwertung.

Ebenfalls richtig gut ist das Rolemaster – Rolemaster Zauberbuch aus dem Hause Sonnenfeste/13Mann. Rolemaster dümpelt in Deutschland leider ein wenig vor sich hin, dabei ist es ein sehr gutes Spiel, dass sehr detailliert vorgeht und unheimliche viele Möglichkeiten bietet. Aber dadurch ist es auch unheimlich komplex und ehrlich gesagt: Einsteigerfreundlich ist Rolemaster wirklich nicht. Aber wer sich in der Materie auskennt und mal differenzierter spielen möchte, sollte unbedingt einen Blick riskieren.

Bei den Comics habe ich einen kleinen Rundumschlag gewagt. Das Beste aus den Welten von Dungeons & Dragons 1 beginnt eine neue Reihe bei Panini Comics. Den Leser erwarten drei Kurzgeschichten. Jeweils aus den Reichen, Krynn und Eberron. Unterschiedliche Autoren, unterschiedliche Zeichner, unterschiedliche Qualität. Durchgehend gut ist Die Chronik der Drachenlanze – Drachendämmerung II, mit dem nun die Reihe komplett und die Geschichte erst einmal zu Ende erzählt ist. Hm, der Comic macht einfach Spaß und alle Teile zusammen sind einfach genial. Im Paket betrachtet ist die Chronik der Drachenlanze also der Hammer.

Bleiben wir bei den Comics und Panini. Begleitend zum Film gibt es den Kunstband Watchmen – Watching the Watchmen zu lesen. Also das ist wirklich ein geniales Buch, denn neben den Zeichnungen gibt es massig Insiderinformationen zur Herstellung des Comics. Und darum geht es auch, um den Comic, keinesfalls um den Film. Das gilt auch für Marvel Graphic Novel – Wolverine: Logan. Der Hardcover behandelt ebenfalls die Comicreihe. Vor allem die Aquarelloptik ist richtig schick und hebt sich von den üblichen, satten Comicfarben wohltuend ab.

Jetzt aber mal kurz zurück zu den Rollenspielen und Pegasus. Da haben wir erst einmal Der Hexer von Salem ASB – Das schleichende Grauen. Es handelt sich dabei um ein Abenteuerspielbuch. Das ist sehr witzig gemacht und vor allem die packende Atmosphäre gefällt. Das beweisen aber auch die Cthuloide Welten 16. Erneut ein Magazin, dessen Inhalt eigentlich in ein Hardcover gehört. Einfach genial, was Frank Heller und seine Redaktion da auf die Beine stellen.

Neben den Beinen, gibt es aber auch was auf die Ohren – und zwar Sacred 2 – Der Schattenkrieger – Im Bann der Bestie. Das ist Horror-Fantasy vom Feinsten und der Soundtrack ist eh schon Kult. Erschienen bei weirdoz*. Für Universal Music habe ich weitere Teile der Tochter des Lichts besprochen. Jack Slaughter – Das Tor zur Hölle trifft mal wieder genau mein Humorzentrum, aber Jack Slaughter – Virus in Jacksonville ist um einiges besser. Unbedingt mal reinhören. Bei der Gelegenheit möchte ich kurz anmerken: Originale zu besitzen macht Freude und sorgt dafür, dass Lieblingsserien auch weiterhin produziert werden können. Nur mal so nebenbei …

Auch im Bereich der Spiele gibt es Neuigkeiten zu vermelden. Von Pegasus Spiele stammt Kleine Helden – Das Kartenspiel. Hier muss man mit seiner Heldengruppe den Dungeon plündern und die anderen Helden umlegen. Sehr witzig und ein gelungenes Konzept. Mit Talisman – Die magische Suche wurde von Pegasus ein alter Games-Workshop-Klassiker neu aufgelegt, der ja nun bei Fantasy Flight Games publiziert wird. Das Spiel basiert weitgehend auf Glück und dient eigentlich nur der abendfüllenden Unterhaltung mit Freunden. Mir hat es großen Spaß gemacht, der Taktikspieler hat beinahe in den Tisch gebissen vor Frust. Damit dürfte die Zielgruppe also klar sein.

Das war es dann auch schon für den April und der Mai wird uns zeigen, was in ihm steckt. Semper Talis!

Es scheint die Sonne im Lenzmond

Langsam wird es warm, Zeit in meinem Blog den Rückblick auf den März zu wagen – da war es ja noch lausig kalt, fiel der Regen oder war gar die ganze Landschaft verschneit … brrr. Kein Wunder, dass ich Zeit und Muse fand ein paar Sachen zu erledigen.

Allem voran habe ich mir ein paar nette Filmchen angetan, die wirklich Spaß gemacht haben. Torchwood ist eine neue Serie, die auf RTL2 läuft. Ich habe mal kurz reingeschaut und fand die Synchronisation ganz passabel, allerdings habe ich mir die Pilotfolge Torchwood – Everything Changes im englischen Original angehört und bin von der Serie ganz angetan. Vor allem das Ambiente ist stimmig umgesetzt und die Figuren sind richtige Persönlichkeiten, mit Stärken und Schwächen.

Das gilt auch für die Helden aus Watchmen – Die Wächter. Ein erstklassiger Kinofilm, der mich hervorragend unterhielt. Auch hier waren es vor allem die Figuren und der künstlerische Ausdruck, die mich faszinierten. Ganz großes Kino. Ich habe flugs auch den passenden Comic Watchmen aus dem Hause Panini rezensiert. Keine Frage, es gibt da schon Unterschiedes,, aber beides ist für mich einfach nur Kult. Meine Damen und Herren, das muss man gesehen, gelesen und genossen haben.

Scheinbar mauser ich mich langsam zu einem Krimifan – jedenfalls finden immer wieder Krimis den Weg in meinen Briefkasten. So auch Hautnah – Die Methode Hill – Staffel 2, die mir großen Spaß bereitet hat. Auch hier ein erstklassiges Charakterspiel und durchdachte Fälle, wie ich sie mag. Es gibt Sachen, die machen einfach nur Spaß.

Spaß machen natürlich auch Spiele und mit meiner Rezension zu Dungeons & Dragons Spielleiterhandbuch schließe ich die bei Feder & Schwert erschienen deutschsprachigen Regelwerke ab. Schade, dass es da Probleme mit der Lizenz gab. Der Verlag hat sehr gute Arbeit geleistet und war eine Bereicherung für die Szene. Zum Buch sei gesagt, dass sich das Spiel selten wie D&D anfühlt, aber trotzdem sehr gut ist und große Spaß macht. Also ich spiele es gerne.

Passend zum Umbruch ist auch der Roman Vergessene Reiche – Die Büßerin – Das Opfer der Witwe erschienen, geschrieben von Lisa Smedman. Hier fliegen die Fetzen und am Ende hauchen zwei Götter ihr Leben aus. Mal sehen wie es mit der Trilogie weitergeht.

Ein besonders schickes Quellenbuch ist Cthulhu RSP – Malleus Monstrorum aus dem Hause Pegasus Press. Das Ding ist ein regelrechter Foliant und der Inhalt einfach erstklassig. Frank Heller – Kopf der deutschen Cthulhu-Redaktion bei Pegasus – liebt dieses Spiel offensichtlich sehr und seine Kollegen ebenfalls. Anders ist dieses detailverliebte Ding kaum zu erklären. Respekt!

Universal Music hat mit Point Whitmark – Die fiebrigen Tränen die nächste Folge dieser Jungdetektivreihe auf den Markt gebracht. Diesmal ein Crossover mit Gabriel Burns. Klingt irgendwie merkwürdig, funktioniert aber tadellos. Eher enttäuschend war dagegen Don Harris – Psycho-Cop – Das Erbe der Wächter. Der Teil zuvor war richtig gut, aber nun sinkt die Qualität doch ab und es wird recht langweilig. Hoffentlich wird es da bald wieder besser.

Besser ist auf alle Fälle Sacred 2 – Der Schattenkrieger – Im Bann der Bestie von weirdoz*. Die Serie hat ja geradlinieg und überraschungsfrei begonnen, aber „Im Bann der Bestie“ wird Fantasy und Horror verdammt gut vermischt. Das Ding ist verdammt gut und der beste Teil bisher.

Bei den Spielen komme ich eher sporadisch zum Rezensieren, aber auch hier gibt es wieder was für die Krabbelkiste: Nancy Drew – Das Geheimnis der Mysterienritter von Majesco. Das Teil ist nun kein echter Knaller, aber gute Unterhaltung für kleines Geld. Macht jedenfalls Spaß und passt für Adventurespieler.

So weit und so gut der Überblick zu den Rezensionen aus meiner Feder. Meine Rollenspielbesprechungen finden sich zukünftig auch bei den Blutschwertern, allerdings nicht so aktuell wie in meinem Netzwerk oder auf Buchrezicenter.de. Ich muss ja auch die Zeit finden. Nun, dann mache ich mich mal daran mit den Titeln für die nächste Übersicht fertig zu werden …