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Rezensionen für Millionen

Wäre schön, mein Konto würde sich so schnell verändern wie die Welt um mich herum. Aber bitte nur nach oben, denn unten ist es einfach zu seicht. Forscher lesen die Bilder des Hirns aus, G+ knackt bald die 50-Millionen-User-Grenze, Neutrinos schneller als das Licht (so unglaublich, derzeit glauben das noch nicht einmal die Wissenschaftler), Tablet PCs auf dem Vormarsch (selbst Amazon macht da jetzt mit) und der Papst war auch schon da.

Sich in all diesen schnellen Gedanken zu orientieren, dass kann ganz schön schwer sein. Genau deswegen (okay, nicht genau deswegen, aber der Gedanke ist schön) empfehle ich die Lektüre meiner Rezensionen. Und davon sind mal wieder einige online gegangen.

Ich fange mal mit den Filmen an biete zum Einstieg die Rezension zu Priest, einem futuristischen Actionfilm. Der Streifen hat natürlich das obligatorische 3D auf dem Plakat. Irgendwie eine Krankheit, oder? „Priest 3D“ „Gesundheit!“. Der Film hat – neben seiner ganzen Durchschnittlichkeit – trotzdem seinen Reiz. Um Klassen besser: Der Name der Leute – 2D (yeah, es gibt sie noch). Eine französische Komödie mit politischem Inhalt, der sich mit dem Namen, dem Leben und den Vorurteilen der Leute auseinandersetzt. Absolut empfehlenswert!

Das gilt übrigens auch für Leute, die Fantasy und Trash mögen. Die sollten sich mal Your Highness anschauen. Vorsicht: Der Film geht unter die Gürtellinie, hat aber tolle Darsteller, Spezialeffekte und CGI. „Scary Movie“ meets Fantasy, um es abzukürzen, aber das wäre auch wieder einen Tick zu kurz.

Ambitioniert angelaufen, aber schlussendlich zu kurz gesprungen ist Destiny – Beginner, ein kleines Rollenspiel aus einem österreichischen Ein-Mann-Hobby-Verlag. Ganz nett, aber das war es – leider – auch schon. Um einiges spannender und auch bunter ist dagegen Ythaq 6 – Aufstand der Spielfiguren. Was für ein Comic, der macht richtig Laune und kommt mit einigen Überraschungen daher. Ich finde die ganze Reihe klasse und kann sie nur empfehlen.

Besonders gut hat es ja Feder & Schwert gemeint und einiges an tollen Romanen herausgehauen. Da wäre Die Götter von Whitechapel, ein ziemlich anspruchsvoller Steampunk-Roman. Der ist schon ziemlich verdreht und es braucht etwas Hirnschmalz, um der Handlung und den Leuten zu folgen. Aber das lohnt sich auch. Das gilt auch für Harry Dresden 7 – Erlkönig. Die Reihe hat einen neuen Verlag gefunden und ich muss sagen, der Roman gefällt mir, der hat richtig Pfeffer im Hintern und macht Spaß. Liest sich wie ein gutes Groschenheft ud erinnert mich an meine Kindheit, in der sich fortwährend Bastei-Lübbe-Hefte zu mir verirrten.

Feder & Schwert beweist ja gerne, dass sie auch anders können. Mit Annie Kincaid 1 – Kunstfehler startet der Verlag in die Welt der Krimis durch. Es ist zwar ein romantischer Krimi für Frauen, aber auch die Männer können einen Blick riskieren, denn die Handlung ist einfach toll. Das gilt auch für die Fortsetzung: Annie Kincaid 2 – Kunstschützen. Ob es einen dritten Teil geben wird, darüber entscheiden übrigens die Leser selbst, denn der Verlag bittet um eine Vorfinanzierung von Seiten der Community. Mal gucken, wie das endet.

Für Freunde des Spiels habe ich auch was dabei, denn ich konnte die ein oder andere Sache ausprobieren. Erst einmal Pocket Battles: Kelten vs. Römer, das mit einem witzigen Konzept daherkommt. Okay, es ist kein echtes Tabletop, hat aber einige ähnliche Mechanismen und macht Spaß. Letzteres ist doch die Hauptsache. Spaß macht auch Revolution!, das in einer lustigen Packung daherkommt. Es handelt sich um ein sogenanntes Bietspiel und kommt ohne Zufallselemente aus. Sehr gelungen.

Nach einem etwas lauen Vormonat also wieder ein paar Besprechungen mehr. Viel Spaß bei der Lektüre und nicht alle auf einmal lesen – lieber langsam und genießen. In diesem Sinne (oder auch nicht, aber ich will mit einer Klammer schließen …) …

PriestDer Name der LeuteYour HighnessDestiny BeginnerYthaq Band 6

Die Götter von WhitechapelHarry Dresden Band 7Annie Kincaid Band 1Annie Kincaid Band 2Pocket Battles: Kelten vs. RömerRevolution!

1974 im Januar

Die Bundesrepublik Deutschland trifft mit Botsuana ein Rahmenabkommen über die Entwicklungshilfe und übernimmt den Vorsitz im Rat der Europäischen Gemeinschaften. Der Bundestag verabschiedet das Bundes-Immissionsschutzgesetz.
Quelle: Wikipedia.de

1974 – eines der besten Jahre überhaupt. Warum? Weil in diesem Jahr ein Taysal das Licht der Welt erblickte. Und somit ist in 2010 das Jahr 1974 der Leitstern, der mich durch meine monatlichen Aktualisierungen begleiten wird.

Der Anfang machen diesmal die kleinen Scheiben, die man in den Schlitz der Abspieler steckt. Nennen wir diese Scheiben einfach mal DVDs. Da gibt es diesmal drei Besprechungen zu. Da haben wir erst einmal Hustle – Unehrlich währt am längsten, Staffel 1. Es handelt sich dabei um eine britische Serie, in der sich alles um sogenannte Abzocker handelt, also Trickbetrüger.  Ich bin von der Serie ziemlich begeistert, die sich an Filmen wie „Ocean’s Eleven“ und „Der Clou“ orientiert. Letzterer hatte übrigens 1974 sein Kinodebüt in Deutschland.

Etwas länger liegen die Ereignisse von Masada zurück. In dieser Historienserie aus dem Jahre 1981 liegen sich vor allem Peter O’Toole und Peter Strauss in den Haaren. Im Jahre 2010 ist mehr über die Hintergründe des Masada-Mythos bekannt und viele Dinge daran haben Glanz und Glorie verloren. Aber trotzdem lohnt der Blick. Bei Primeval: Rückkehr der Urzeitmonster – Staffel 1-3 sieht die Sache aber etwas anders aus. Hier lohnt Durchhaltevermögen! Die Serie startet lahm, zieht dann aber Staffel für Staffel deutlich an – und dann lohnt auch der Blick.

Bei den Büchern gibt es etliche Titel mehr, über die es zu berichten gilt. Von Neue Ufer (13Mann) war ich einfach nur enttäuscht. Ich kenne das Rollenspiel und hatte mich auf den Roman gefreut, aber der ist einfach nur schlecht. Panini wusste dagegen mit einigen Comics zu überzeugen. Zugegeben, Bloodbowl – Blut und Spiele ist Geschmackssache, aber meinen Geschmack hat es getroffen. Mit britischem schwarzen Humor immer in die Vollen. Großartig! Leider kommt Ultimate Universe – Der Prolog zu Ultimatum da kaum hinterher. Das Comic macht zwar Laune, aber es könnte besser sein.

Mit phantastisch! – Ausgabe 33 habe ich das nächste Magazin von Achim Havemann unter die Lupe genommen. Der Inhalt ist einfach toll und nur eines der Interviews war wirklich ärgerliche Platzverschwendung.

Für Rollenspieler gibt es etwas von Feder & Schwert: Warhammer 40.000 – Das Handbuch des Inquisitors ist vor allem für Spieler ein Top-Buch, während das jüngst erschienene Warhammer 40.000 – Jünger Finsterer Götter knallharte Informationen für den Spielleiter bereithält. Etwas betagter kommt das geniale Warhammer FRSP – Kinder der Gehörnten Ratte her. Die Ur-Rezension ging leider verloren, doch ich habe den Text wiederhergestellt und die Besprechung ebenfalls eingepflegt. Damit ist die Reihe nun hoffentlich komplett. Immerhin kommt bald die neue Edition auf deutsch heraus.

Mit Caine 08 – Torrkan gibt es einen weiteren Knaller aus dem Hause LAUSCH fürs Laufwerk. Holla die Waldfee, da geht’s ab! Unbedingt reinhören. Im nächsten Monat gibt es übrigens mehr für die Ohren. Versprochen!

Das war es erst einmal an Besprechungen für diesen Monat. Zum Abschluss nur noch ein Sound aus den Charts des Januars 1974 – einfach nur so, zum Chillen … Steve Miller Band – The Joker

Kurze Tage, lange Nächte – Herbstmond

Wie es die Überschrift bereits ansagt, so werden im September die Tage kürzer und die Nächte länger. Das Oktoberfest findet statt, die Natur wandelt sich und ich feiere meinen Geburtstag. Auch der wandelt sich langsam. Früher heiß ersehnt, heute langsam ein Schreckgespenst. An dieser Stelle möchte ich dann PUR zitieren und die Sache doch – noch – in einen angenehmen Licht betrachten:

Auch an dem allerschönsten Körper nagt
Der Weisheitszahn der Zeit
– Für wahr – die Jugend ist vergänglich, das Alter wächst
Und das zu feiern, ist der schönste Zeitvertreib!
PUR (Ein graues Haar)

Bei allen schwermütigen Gedanken (und Dank an all diejenigen, die an meinen Geburtstag dachten) gibt es auch die übliche Zusammenfassung der Besprechungen, die ich verfasst habe. Diesmal wieder etwas üppiger, war ich doch recht fleißig.

Den Anfang macht ein nettes Kartenspiel namens Zum Roten Drachen, das von Pegasus Spiele stammt. Es ist für zwei bis vier Spieler gedacht und es geht darum, seine Mitspieler besoffen zu machen oder beim Glücksspiel auszunehmen. Das Spiel selbst ist im Fantasybereich angesiedelt, macht aber auch Leuten Spaß, die mit dem Genre nur wenig am Hut haben. Vor allem ist das Spiel witzig und unterhaltsam.

Ebenfalls Pegasus, allerdings Pegasus Press, hatte auch einige schöne Sachen im Angebot. Mit Cthulhu Now – Verschlusssache geht es erst einmal dem Mythos auf die Spur. Es handelt sich dabei um ein gelungenes Spielerhandbuch mit leichten Schwächen, die aber kaum ins Gewicht fallen. Schwergewichtiger ist da eher der Ausstoß an Shadowrun-Publikationen des Verlags. Pegasus bleibt seiner Linie treu und überarbeitet jeden übersetzten Titel für den deutschsprachigen Markt.

In Shadowrun – BodyTech dreht sich natürlich alles um die unnatürlichen Verbesserungen des eigenen Körpers. Da gibt es einige heftige Spielereien. Aber vor allem das Cover ist der Hammer! Hammerhart ist auch der Kampagnenband Shadowrun – Emergenz – Digitales Erwachen. Hier kann die Gruppe hautnah miterleben, was beim Matrixcrash 2.0 geschah und wie die neue Matrix aufgebaut wurde. Technomancer und KIs stehen dabei im Mittelpunkt. Um das ganze in Regeln zu fassen, empfiehlt sich Shadowrun – Vernetzt – hier stehen die ganzen neuen Matrix-Zusatzregeln drin. Ein erstklassiges Buch. Die Matrix und die dazugehörigen Regeln haben sich in Shadowrun am stärksten gewandelt.

Wer knallharte Abenteuer am Limit erleben möchte, dem sei Warhammer 40.000 – Mit Feuer und Schwert angeraten. In diesem Kampagnenband aus dem Hause Feder & Schwert sind drei Abenteuer enthalten, die es in sich haben. Ich habe die Abenteuer als Spieler erlebt und war begeistert. Übrigens hat der Verlag seinen Internetauftritt erneut überarbeitet und veranstaltet zur SPIEL 2009 sogar einen Kostümwettbewerb.

Für den Bildschirm hat sich ebenfalls etwas getan. Edel Motion hat Fidel Castro – Das Ende Einer Ära auf den Markt gebracht, eine spannende Dokumentation über Castro, die sehr aufschlussreich ist. Respekt, denn die ganze Sache ist sogar recht objektiv. Von Edel stammt auch Inspector Barnaby – Super Sleuth, eine weitere Dokumentation. Thema ist mein geliebter Inspector Barnaby. Leider, leider ist die Doku Murks. Igitt! Spannender ist dagegen Yellowstone – Legendäre Wildnis von Polyband. Die Bildpracht ist grandios und auch der Sound überwältigt. Man glaubt beinahe man wäre im Park. Wird langsam Zeit, mehr auf Blu-ray zu gehen.

Aus dem Keller des Archivs kommen ein paar alte Ausgaben von CAINE, immerhin geht der arme Profikiller bald den Weg alles Irdischen und ich will die Gelegenheit nutzen, nochmals auf diese kernige Reihe aufmerksam zu machen. CAINE ist eine Hörspielserie, die brutal und hart zur Sache geht. Sie wird von LAUSCH produziert, die einfach großartige Arbeit im Bereich Hörspiele leisten.

Die Episoden 1, 2 und 3 von CAINE hatte ich bereits erwähnt, nun schiebe ich noch CAINE 04 – Dunkelheit, CAINE 05 – Rebellion, CAINE 06 – Mordendyk und CAINE 07 – Dunkler Prophet hinterher. Leute, die Reihe ist einfach hammerhart. Da wird derbe auf die Kacke gehauen und die Darsteller nehmen kein Blatt vor den Mund. Aber Vorsicht, it’s Cool Man!

Es scheint die Sonne im Lenzmond

Langsam wird es warm, Zeit in meinem Blog den Rückblick auf den März zu wagen – da war es ja noch lausig kalt, fiel der Regen oder war gar die ganze Landschaft verschneit … brrr. Kein Wunder, dass ich Zeit und Muse fand ein paar Sachen zu erledigen.

Allem voran habe ich mir ein paar nette Filmchen angetan, die wirklich Spaß gemacht haben. Torchwood ist eine neue Serie, die auf RTL2 läuft. Ich habe mal kurz reingeschaut und fand die Synchronisation ganz passabel, allerdings habe ich mir die Pilotfolge Torchwood – Everything Changes im englischen Original angehört und bin von der Serie ganz angetan. Vor allem das Ambiente ist stimmig umgesetzt und die Figuren sind richtige Persönlichkeiten, mit Stärken und Schwächen.

Das gilt auch für die Helden aus Watchmen – Die Wächter. Ein erstklassiger Kinofilm, der mich hervorragend unterhielt. Auch hier waren es vor allem die Figuren und der künstlerische Ausdruck, die mich faszinierten. Ganz großes Kino. Ich habe flugs auch den passenden Comic Watchmen aus dem Hause Panini rezensiert. Keine Frage, es gibt da schon Unterschiedes,, aber beides ist für mich einfach nur Kult. Meine Damen und Herren, das muss man gesehen, gelesen und genossen haben.

Scheinbar mauser ich mich langsam zu einem Krimifan – jedenfalls finden immer wieder Krimis den Weg in meinen Briefkasten. So auch Hautnah – Die Methode Hill – Staffel 2, die mir großen Spaß bereitet hat. Auch hier ein erstklassiges Charakterspiel und durchdachte Fälle, wie ich sie mag. Es gibt Sachen, die machen einfach nur Spaß.

Spaß machen natürlich auch Spiele und mit meiner Rezension zu Dungeons & Dragons Spielleiterhandbuch schließe ich die bei Feder & Schwert erschienen deutschsprachigen Regelwerke ab. Schade, dass es da Probleme mit der Lizenz gab. Der Verlag hat sehr gute Arbeit geleistet und war eine Bereicherung für die Szene. Zum Buch sei gesagt, dass sich das Spiel selten wie D&D anfühlt, aber trotzdem sehr gut ist und große Spaß macht. Also ich spiele es gerne.

Passend zum Umbruch ist auch der Roman Vergessene Reiche – Die Büßerin – Das Opfer der Witwe erschienen, geschrieben von Lisa Smedman. Hier fliegen die Fetzen und am Ende hauchen zwei Götter ihr Leben aus. Mal sehen wie es mit der Trilogie weitergeht.

Ein besonders schickes Quellenbuch ist Cthulhu RSP – Malleus Monstrorum aus dem Hause Pegasus Press. Das Ding ist ein regelrechter Foliant und der Inhalt einfach erstklassig. Frank Heller – Kopf der deutschen Cthulhu-Redaktion bei Pegasus – liebt dieses Spiel offensichtlich sehr und seine Kollegen ebenfalls. Anders ist dieses detailverliebte Ding kaum zu erklären. Respekt!

Universal Music hat mit Point Whitmark – Die fiebrigen Tränen die nächste Folge dieser Jungdetektivreihe auf den Markt gebracht. Diesmal ein Crossover mit Gabriel Burns. Klingt irgendwie merkwürdig, funktioniert aber tadellos. Eher enttäuschend war dagegen Don Harris – Psycho-Cop – Das Erbe der Wächter. Der Teil zuvor war richtig gut, aber nun sinkt die Qualität doch ab und es wird recht langweilig. Hoffentlich wird es da bald wieder besser.

Besser ist auf alle Fälle Sacred 2 – Der Schattenkrieger – Im Bann der Bestie von weirdoz*. Die Serie hat ja geradlinieg und überraschungsfrei begonnen, aber „Im Bann der Bestie“ wird Fantasy und Horror verdammt gut vermischt. Das Ding ist verdammt gut und der beste Teil bisher.

Bei den Spielen komme ich eher sporadisch zum Rezensieren, aber auch hier gibt es wieder was für die Krabbelkiste: Nancy Drew – Das Geheimnis der Mysterienritter von Majesco. Das Teil ist nun kein echter Knaller, aber gute Unterhaltung für kleines Geld. Macht jedenfalls Spaß und passt für Adventurespieler.

So weit und so gut der Überblick zu den Rezensionen aus meiner Feder. Meine Rollenspielbesprechungen finden sich zukünftig auch bei den Blutschwertern, allerdings nicht so aktuell wie in meinem Netzwerk oder auf Buchrezicenter.de. Ich muss ja auch die Zeit finden. Nun, dann mache ich mich mal daran mit den Titeln für die nächste Übersicht fertig zu werden …

Im Zeiche des Narremonds

Auch für den Februar gibt es ein paar neue Besprechungen zu einigen richtig guten Sachen. Die Filme kamen etwas zu kurz, aber dafür gibt es ja genug anderen Stoff den ich behandeln kann.

Den Anfang macht das Hörspiel Don Harris – Psycho-Cop – Das Schwarze Amulett aus dem Hause Universal Music. Es erschien unter dem Label Folgenreich und stammt aus der Feder von Jason Dark. „Aha“, werden da nun einige sagen. „Dark? Der macht doch John Sinclair, oder?“ Genau, richtig erfasst. Und sein neuer Held Don Harris ist manchmal auch ein wenig wie John Sinclair, aber nur manchmal. Hört ruhig mal rein, Don Harris kommt gut rüber.

Bei den Büchern komme ich erst einmal zur normalen Unterhaltung. Nachtkrater ist ein Kriminalroman aus der Feder von Christine Lehmann und wird vom Argument Verlag vertrieben. Die Geschichte beginnt in Schwaben und steuert dann geradewegs auf den Mond zu. Klingt jetzt abgehoben, ist aber trotzdem bodenständige Unterhaltung die einfach Spaß macht. Die Leute bei Argument machen einfach eine klasse Arbeit und leisten – für einen so kleinen und bescheiden wirtschafteten Verlag – großartige Arbeit. Respekt!

Ebenfalls klein und nahe am Leser ist der Comicverlag Splitter. Eine der herausragenden Serien ist eindeutig Die Schiffbrüchigen von Ythaq. Band drei ist Khengis‘ Schatten und richtig furiose Unterhaltung. Hier vermischen sich Science Fiction und Fantasy einfach großartig miteinander, was man auch im vierten Band beobachten kann: Das letzte Geheimnis. Also ich bin von dieser Reihe einfach nur begeistert. Bei Ein Palast, Bäume und blutrote Früchte aus der Reihe Ganarah fällt mir ein jubelndes Urteil schon etwas schwerer. Ich musste den Comic tatsächlich zweimal lesen, bevor ich auf den Geschmack kam. Einige Stellen waren schon etwas verwirrend, aber sobald man durchblickt ist die Geschichte richtig gut.

Im Sektor Rollenspiel liegt bei mir einiges noch im Fach „Korrektur lesen und dann hochladen“. Allerdings habe ich es geschafft, die Besprechung zu Codex Daimonis – Horden des Abyss in mein Forum hochzuladen. Die hatte ich glatt übersehen und so kann ich erst jetzt darauf verweisen. Der Quellenband stammt aus dem Hause von Feder & Schwert und gehört in den Bereich Dungeons & Dragons 3.5.

Aus dem Hause Pegasus stammt dagegen Arsenal 2070 für Shadowrun 4.01D. Das Buch ist einfach ein Knaller. Was die deutsche Redaktion da auf die Beine stellt geht auf keine Kuhhaut, um es mal einfach auszudrücken. Neues Cover, neue Illustrationen und zusätzlicher deutscher Inhalt. Dazu eine geniale Verarbeitung und ein schickes Lesebändchen. Außerdem die ganze Arbeit, um die Spieler bei Laune zu halten. Einsteiger-CDs, Wettbewerbe, eine Ingame-Website und einiges mehr. Hoffentlich lohnt sich das auch – also ich drücke alle Daumen …

Am Ende des Nebels

Nebelung ist vorbei und liegt mit seinen wenigen sonnigen Tagen, den vielen verregneten Tagen und dem ein oder anderen Schneetag hinter uns. Zeit, um einen kleinen Blick auf verschiedene Dinge zu werfen.

Da wäre erst einmal die Horror-Sitcom „Jack Slaughter“. Jack ist die Tochter des Lichts und muss sich dem Bösen entgegenstellen, in der Gestalt von Professor Doom. Bisher sind die Folgen „Tochter des Lichts und „Professor Dooms Erwachen“ erschienen. Das Hörspiel ist tatsächlich sehr lustig und nimmt viele bekannte Serien und Medien auf die Schippe. Dazu eine herausragende und prominent klingende Sprecherriege. Allerdings ist die Reihe keine Sitcom, denn dazu mangelt es an einigen typischen Elementen. Es gibt also keine stetige Aneinanderreihung von Situationskomik, sondern pointierten Humor und Scherze, die manchmal über einige Szenen hinweg aufgebaut werden. Trotz dieses kleinen Etikettenschwindels ist „Jack Slaughter“ urkomisch.

Für das jüngere Zielpublikum bietet sich „Am Tag der großen Flut an“ an, die aktuelle Folge der Reihe „Point Whitmark“. Ganz im Stil von „Die drei Fragezeichen“ lösen junge Detektive knifflige Fälle. Diesmal haben sie es mit Flüchtlingen, vergrabenen Frauen und einem nahenden Sturm zu schaffen. Mein Tipp: Im Dunkeln in der Badewanne hören, während draußen ein Schneesturm tobt.

Für Krimifreunde gibt es ein wirklich feines Schmankerl. „The Inspector Lynley Msteries 6“ beinhaltet nämlich die beiden ersten (also den Piloten) und die beiden letzten Episoden der Serie. Das ist sehr faszinierend, denn so kann man sofort vergleichen wie sich die Figuren und ihre Darsteller im Laufe der Zeit entwickelten. Das ist spannend. Mal ganz davon abgesehen, dass die Serie ausgefeilt und unterhaltsam ist. Die Fälle machen richtig Spaß.

Auch die Comics aus dem Hause Splitter machen richtig Spaß. Allen voran die Reihe „Die Schiffbrüchigen von Ythaq“. Das ist einfach frankobelgische Zeichenkunst vom Feinsten. Band Drei nennt sich „Seufzer der Sterne„. Die tapfere Granit und ihre Kameraden fliehen an Bord einer Raumyacht und entdecken dabei eine verborgene Stadt der Feng. Das es dort natürlich turbulent zugeht, sollte jedem klar sein. Mal wieder ein Knüller, der Comic! Ich muss zugeben, ich bin in diese Reihe richtig vernarrt und kann mir Ythaq vedammt gut als Kampagnenwelt für „Traveller“ oder „Dungeons & Dragons“ vorstellen.

Aus dem Verlag PaniniComics stammt der „Warhammer 40.000“-Band „Tod und Verderben„. Hier dreht sich alles um einen Orkboy, der durch glückliche Umstände in den Besitz eines Glücksbringers kommt und sich zu einem mächtigen Boss aufschwingt. Allerdings handelt es sich bei dem Glücksbringer um einen imperialen Offizier, der so langsam in seinem Käfig versauert. Sehr witzig und typisch orkig. Aus dem Bereich „Warhammer Fantasy“ kommt dagegen „Kriegsschmiede„. Der Comic ist düster gehalten und recht brutal. Eine Gruppe Überlebender sammelt sich, um gemeinsam in eine Schlacht ohne Hoffnung zu ziehen. Das trifft genau den Nerv der „Warhammer“-Welt. Mir hat der Band sehr gut gefallen und hoffentlich gibt es bald mehr davon.

Da wir schon bei „Warhammer“ sind, weise ich  gleich mal auf „Warhammer 40.000 – Apokalypse“ hin, einem Quellenband aus dem Hause Games Workshop. Endlich kann man einfach alle Modelle seiner Armee auf den Tisch werfen und loszocken, ohne sich um Punktegrenzen oder Organisationspläne kümmern zu müssen. Lasst die großen Schlachten beginnen!

Endlich auf Deutsch erschienen und trotzdem das Letzte seiner Art: „Dungeons & Dragons – Spielerhandbuch 4E“ aus dem Hause Feder & Schwert. Eine neue Art von „Dungeons & Dragons“ macht sich auf, um die Welt zu erobern. Schneller, aktionsreicher und sehr einsteigerfreundlich. Eigentlich ein Grund zum Jubeln, doch vorerst gibt es kein deutsches „D&D“ mehr. Grund? Bisher nur Vermutungen. Doch wie Feder & Schwert verlauten ließ, gab es überraschenderweise keine Lizenzverlängerung mit Wizards of the Coast. Für den deutschen Verlag ein finanzieller Totalschaden, denn zum Einen waren etliche der neuen Produkte bereits in der Mache und beinahe fertig. Zum Anderen gibt es eine Abverkaufsfrist bis Ende März. Am dem 1. April (und das ist leider kein Scherz) darf Feder & Schwert kein Produkt mehr verkaufen, auf dem „Dungeons & Dragons“ prangt. Das bedeutet eine winzige Galgenfrist von knapp vier Monaten, um wenigstens ein paar deutschsprachige Grundregelwerke an die Spieler zu bringen. Warum, wieso und weshalb möchte Feder & Schwert erst ab April erläutern. Wie es nun mit „Dungeons & Dragons“ in Deutschland weitergeht bleibt abzuwarten. Der Kauf der Grundregelwerke lohnt sich übrigens trotz allem, denn unter dem Strich sind alle verkauften Exemplare ab April eine „Limited Editon“. Außerdem ist die Übersetzung sehr gelungen und es handelt sich um ein generisches Fantasyrollenspiel. Optimal für Weltenbastler.