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Der März im Jahre ’74

Bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg verliert die SPD die absolute Mehrheit. Es wird eine Einigung über die Einrichtung ständiger Vertretungen in Bonn und Ostberlin erzielt. Der stellvertretende Außenminister der DDR, Kurt Nier, und der bundesdeutsche Staatssekretär Günter Gaus unterzeichnen in Bonn das Protokoll über die diese Errichtung „Ständiger Vertretungen“. Bundespräsident Gustav Heinemann ist auf dreitägigem Staatsbesuch in Belgien und – besonders wichtig – der Bundestag beschließt, das Alter für Volljährigkeit von 21 auf 18 zu senken und beschließt ebenfalls die Rücktrittsmöglichkeit vom Teilzahlungskauf.
Quelle: Wikipedia.de

Volljährigkeit erst mit einundzwanzig Jahren – das vermag sich heute kaum einer vorzustellen. Bei einigen Menschen wünsche ich mir die guten alten Zeiten aber schon zurück; obwohl, wer keine Lust darauf hat erwachsen zu werden, der bleibt ewig kindisch. Stellt sich die Frage: Ist es überhaupt verwerflich ewig Kind zu bleiben? Wie würde ein Mensch leben, der sich diesen Traum auf die Fahne schreibt? Michael Jackson ist da sicherlich ein abschreckendes Beispiel.

Aber jetzt kommen wir zu zu aktuelleren Themen, die von einem passenden Oldie begleitet werden: Suzi Quatro – Devil Gate Drive. Einfach anklicken und genießen …

Bei den aktuellen Besprechungen machen die Spiele den Anfang. Sehr witzig ist Mystery Rummy 2: Edgar Allan Poe – Mord in der Rue Morgue aus dem Hause Pegasus. Es handelt sich dabei um ein Kartenspiel, in dem die Spieler einen Mord aufklären. Die Regeln basieren auf Rommé und die im Spiel erzählte Geschichte stammt aus der Feder von Edgar Allan Poe. Das Spiel sieht edel aus und macht Spaß, aber die Anleitung ist ein wenig schwer zu verstehen. Also für Leute, die sich gerne einarbeiten. Witziger, aber ebenfalls mit einem gutem Studium der Anleitung verbunden, ist Munchkin Quest. Das Spiel ist ein Hybrid aus Hero-Quest und den Munchkin-Kartenspielen. Sehr witzig für Leute, die solch lange und chaotischen Spiele mögen. In der richtigen Runde ein Knaller für lange Abende.

Bei den Hörspielen gibt es die Fortsetzung der Mark Brandis Reihe und zwar mit der Doppelfolge Mark Brandis – Vorstoss zum Uranus 1 und Mark Brandis – Vorstoss zum Uranus 2. Die guten Stücke stammen aus dem Hause Folgenreich (also Universal Music) und sind sehr hochwertig produziert. Es handelt sich dabei in erster Linie um Charakterstudien. Action gibt es zwar auch, aber im Mittelpunkt stehen die Personen. Das Besondere an „Vorstoss zum Uranus“ (der Titel eignet sich gut für Kalauer und billige Wortspiele) ist die Tatsache, dass jede Episode die Handlung aus einer anderen Perspektive zeigt. Das ist sehr gut gemacht. Top!

Aus dem Hause Panini hat leider nur ein Comic den Weg über meinen Schreibtisch gefunden: Die Legenden der Drachenlanze 1 – Die Brüder. Für Fans natürlich ein Pflichtkauf, aber in Wahrheit ist das Ding eher mittelmäßig geworden. Und das bei der genialen Romanvorlage. Well, shit happens …!

Überzeugender war dagegen RunePunk – Steam & Shadow, ein Rollenspielbuch aus dem Hause Reality Blurs. Es handelt sich um ein Setting zu Savage Worlds, das ich mir als PDF zugelegt habe. Mir fehlt leider die Zeit zum Bespielen des Settings, aber ich bin von dem Thema ganz angetan. Das ist auch bei Necropolis 2350 der Fall. Es handelt sich hier um den ersten deutschsprachigen Kampagnenhintergrund zu Savage Worlds. Übersetzung und Vertrieb liegen bei Prometheus Games. Bei denen war es die letzten Monate ziemlich still, doch zur RPC (Role Playing Convention) hat der Verlag neue Grundregelwerke auf den Markt gebracht und auch mal einige Neuheiten zu Savage Worlds. Hoffentlich geht es hier bald weiter.

Für die kleinen Mädchen gibt es ebenfalls etwas zum Lesen. Derzeit ist die Reihe Bella Sara schwer am kommen und überflutet cbj den deutschen Markt mit entsprechendem Lesefutter, Kalendern und anderem Kram. Dazu gehört der Roman Bella Sara 01 – Bellas Geschenk. Für Kinder genau das Richtige, vor allem falls sie Pferde und Magie mögen.

Ebenfalls witzig und für Kinder gut geeignet ist Skunk Fu! – Vol. 3. Die Serie ist aus dem TV bekannt und erzählt die Geschichten eines kleinen Stinktiers, das Kung-Fu lernt und gegen Ninja-Monkeys kämpft. Das ganze im Stil einer Flashanimation. Ebenfalls ein Trickfilm, steigt auch El Superbeasto in den Ring. Sunfilm bringt den Rob-Zombie-Streifen für Deutschland heraus. Der Film ist ab sechzehn Jahren freigegeben und diese Altersempfehlung sollte unbedingt beachtet werden. Der Streifen ist schmutzig, brutal, blutig und geil – also nur was für Leute mit dem passenden Geschmack. Aber die bekommen es dann richtig besorgt.

Für Erwachsene mit gehobenem Anspruch oder breit gefächerten Interessen – die Untertitel mögen – ist Das Opferlamm aus dem Hause Icestorm genau richtig. Die Geschichte spielt in Argentinien und ist ganz schön harter Tobak. Politisch und menschlich hochbrisant! Ebenfalls Lateinamerikanisch kommt Las Bandidas daher (ebenfalls Sunfilm). Trotz seiner Längen weiß der Film zu unterhalten, aber das Cover ist eine Mogelpackung: „Drei Engel für Charlie trifft auf Tarantino“ – was für ein Unsinn!

Was bleibt zum Abschluss noch zu sagen: Es wird wärmer und somit ist die Zeit reif zum Grillen. Mahlzeit …!

1974 im Januar

Die Bundesrepublik Deutschland trifft mit Botsuana ein Rahmenabkommen über die Entwicklungshilfe und übernimmt den Vorsitz im Rat der Europäischen Gemeinschaften. Der Bundestag verabschiedet das Bundes-Immissionsschutzgesetz.
Quelle: Wikipedia.de

1974 – eines der besten Jahre überhaupt. Warum? Weil in diesem Jahr ein Taysal das Licht der Welt erblickte. Und somit ist in 2010 das Jahr 1974 der Leitstern, der mich durch meine monatlichen Aktualisierungen begleiten wird.

Der Anfang machen diesmal die kleinen Scheiben, die man in den Schlitz der Abspieler steckt. Nennen wir diese Scheiben einfach mal DVDs. Da gibt es diesmal drei Besprechungen zu. Da haben wir erst einmal Hustle – Unehrlich währt am längsten, Staffel 1. Es handelt sich dabei um eine britische Serie, in der sich alles um sogenannte Abzocker handelt, also Trickbetrüger.  Ich bin von der Serie ziemlich begeistert, die sich an Filmen wie „Ocean’s Eleven“ und „Der Clou“ orientiert. Letzterer hatte übrigens 1974 sein Kinodebüt in Deutschland.

Etwas länger liegen die Ereignisse von Masada zurück. In dieser Historienserie aus dem Jahre 1981 liegen sich vor allem Peter O’Toole und Peter Strauss in den Haaren. Im Jahre 2010 ist mehr über die Hintergründe des Masada-Mythos bekannt und viele Dinge daran haben Glanz und Glorie verloren. Aber trotzdem lohnt der Blick. Bei Primeval: Rückkehr der Urzeitmonster – Staffel 1-3 sieht die Sache aber etwas anders aus. Hier lohnt Durchhaltevermögen! Die Serie startet lahm, zieht dann aber Staffel für Staffel deutlich an – und dann lohnt auch der Blick.

Bei den Büchern gibt es etliche Titel mehr, über die es zu berichten gilt. Von Neue Ufer (13Mann) war ich einfach nur enttäuscht. Ich kenne das Rollenspiel und hatte mich auf den Roman gefreut, aber der ist einfach nur schlecht. Panini wusste dagegen mit einigen Comics zu überzeugen. Zugegeben, Bloodbowl – Blut und Spiele ist Geschmackssache, aber meinen Geschmack hat es getroffen. Mit britischem schwarzen Humor immer in die Vollen. Großartig! Leider kommt Ultimate Universe – Der Prolog zu Ultimatum da kaum hinterher. Das Comic macht zwar Laune, aber es könnte besser sein.

Mit phantastisch! – Ausgabe 33 habe ich das nächste Magazin von Achim Havemann unter die Lupe genommen. Der Inhalt ist einfach toll und nur eines der Interviews war wirklich ärgerliche Platzverschwendung.

Für Rollenspieler gibt es etwas von Feder & Schwert: Warhammer 40.000 – Das Handbuch des Inquisitors ist vor allem für Spieler ein Top-Buch, während das jüngst erschienene Warhammer 40.000 – Jünger Finsterer Götter knallharte Informationen für den Spielleiter bereithält. Etwas betagter kommt das geniale Warhammer FRSP – Kinder der Gehörnten Ratte her. Die Ur-Rezension ging leider verloren, doch ich habe den Text wiederhergestellt und die Besprechung ebenfalls eingepflegt. Damit ist die Reihe nun hoffentlich komplett. Immerhin kommt bald die neue Edition auf deutsch heraus.

Mit Caine 08 – Torrkan gibt es einen weiteren Knaller aus dem Hause LAUSCH fürs Laufwerk. Holla die Waldfee, da geht’s ab! Unbedingt reinhören. Im nächsten Monat gibt es übrigens mehr für die Ohren. Versprochen!

Das war es erst einmal an Besprechungen für diesen Monat. Zum Abschluss nur noch ein Sound aus den Charts des Januars 1974 – einfach nur so, zum Chillen … Steve Miller Band – The Joker

Alles ist gut im Heilmond

Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben – so heißt es und so stimmt es. Nach einer anfänglichen Besserung kam es zu einem gnadenlosen Rückfall, der die gute Schreibhand lahmlegte. Dank dem Tipp einer lieben Freundin gab es noch mehr Diktate, die nun schlussendlich doch den Weg in die Textverarbeitung fanden. Also wird es Zeit nun mit dem Überblick für den Dezember das Jahr 2009 abzuschließen und die Ära der Monde zu einem Ende zu bringen. Für 2010 stehen die Rückblicke dann unter einem anderen Leitmotiv. Doch jetzt geht es erst mal los mit dem Überblick über die Rezensionen …

Im Bereich der Hörspiele hat es nur Sacred 2: Der Schattenkrieger – Die Erlösung ins Finale geschafft, die anderen stehen noch in der Startbox und warten aufs Startzeichen. Mit Die Erlösung kommt die ganze Reihe ja nun zu einem furiosen und überraschenden Ende. Also mir hat das ganze Ding unheimlich Spaß gemacht und ein dickes Lob an Weirdoz* für die gute Arbeit. Beste Grüße an dieser Stelle nochmals an Patricia für ihre geniale Regiearbeit.

Für alle Spielefreunde unter meinen Lesern gibt es einen saftigen Rezensionshappen. Pegasus Spiele hat letztes Jahr einige Sachen auf den Markt geworfen, die einfach Laune machen. Allen voran Zombies!!! – 2. Edition, in dem man als Überlebender durch eine Kleinstadt flitzt und versucht zu fliehen. Dabei muss man lauter Zombies umpusten, ansonsten futtern die einem den Verstand weg – wortwörtlich. Das Spiel macht einfach großen Spaß. Das gilt auch für Zu viele Köche, einem schnellen Kartenspiel aus der Metalldose. Ich muss sagen, Zu viele Köche wurde mein Lieblingsspiel 2009 und ich habe mit sehr vielen Leuten endlose Stunden verbracht, um unterschiedliche Menüs zu zaubern. Mal gucken, ob jemand 2010 diesen Spaß toppen kann.

Ebenfalls witzig und mit einer einfachen aber lustigen Ausstattung kommt Adios Amigos daher. Auch dieses Spiel macht Laune, aber es setzt eine homogene Spielgruppe voraus, damit sich niemand benachteiligt fühlt. Vor allem da hier Kopfarbeit mit Reaktionsschnelle kombiniert wird. Das ist bei Musketiere anders, denn in diesem gediegenen Kartenspiel kann man es ruhiger angehen lassen. Hier ist es aber wichtig seine Mitspieler einschätzen zu können. Ebenfalls ein Spaßgarant. Pegasus hat ein gutes Händchen für Spiele – seien es nun neue Spiele oder Neuauflagen von Spielen. Deswegen kann ich auch jedem Mexican Train ToGo ans Herz legen, eine gelungene Packung Domino. Griffige Steine, Zahlen statt Punkte und schickes Zubehör in einer Hartschale – optimal zum Mitnehmen. Ich persönlich spiele mit meiner Frau Mutter übrigens die Hardcore-Haus-Variante: Zwei Personen, alle Steine und Divisor 5. Da qualmen die kleinen grauen Zellen und der Tisch ist regelmäßig mit Steinen überladen. Keine Bange, alle anderen vordere ich nur zu Standardspielen heraus.

Im Buchbereich hat es derzeit nur ein Titel aufs Podest geschafft: Comanche 01 – Red Dust aus dem Hause Splitter. Früher fand ich deren Homepage irgendwie übersichtlicher und angenehmer. Egal, denn es ist das Comic das zählt. Red Dust ist ein reinrassiger Italo-Western, mit allen Stärken und Schwächen des Genres. Das Comic ist auch ziemlich alt und kommt bei Splitter nun zu neuen Ehren. Also der Blick lohnt sich, vor allem die Aufmachung ist wunderbar.

Aus dem Bereich Film und Fernsehen stürmt von Polyband Torchwood – Staffel 3 – Kinder der Erde nach vorne. Wahnsinn, die Serie kommt nun mit nur wenigen Episoden daher, doch die sind unheimlich spannend gemacht und sehr dramatisch. Verdammt, zum Ende hin musste ich schon mehrmals schlucken und das Finale ließ mich regelrecht sprachlos zurück.

Ebenfalls Kinder sind in der Reihe Willi will’s Wissen ein Thema – allerdings in einem ganz anderen Sinne. Immerhin handelt es sich um eine Dokumentationsreihe für Kinder, in denen Reporter Willi Weitzel die Welt unter die Lupe nimmt. In Und die Kuh sagt muh dazu!, Vorfahrt für die Feuerwehr!, Wie himmlisch klingt die Weihnachtszeit?, Sicher hin und her im Straßenverkehr! und Wo zeigen Pferde, was sie können? sind die Dokumentationen thematisch zusammengefasst. Auf jeder DVD sind zwei Folgen vorhanden. Die Reihe selbst macht ja großen Spaß, aber die Ausstattung ist einfach lieblos. Schade, schade, schade …

Mit diesem Artikel endet nun auch die Rezensionsübersicht 2009 und macht Platz für 2010. Neue und spannende Themen, neue und spannende Titel, neuen und spannende Ansichten – alle im Taysal.net. Einfach anklicken und loslesen …!

Kurze Tage, lange Nächte – Herbstmond

Wie es die Überschrift bereits ansagt, so werden im September die Tage kürzer und die Nächte länger. Das Oktoberfest findet statt, die Natur wandelt sich und ich feiere meinen Geburtstag. Auch der wandelt sich langsam. Früher heiß ersehnt, heute langsam ein Schreckgespenst. An dieser Stelle möchte ich dann PUR zitieren und die Sache doch – noch – in einen angenehmen Licht betrachten:

Auch an dem allerschönsten Körper nagt
Der Weisheitszahn der Zeit
– Für wahr – die Jugend ist vergänglich, das Alter wächst
Und das zu feiern, ist der schönste Zeitvertreib!
PUR (Ein graues Haar)

Bei allen schwermütigen Gedanken (und Dank an all diejenigen, die an meinen Geburtstag dachten) gibt es auch die übliche Zusammenfassung der Besprechungen, die ich verfasst habe. Diesmal wieder etwas üppiger, war ich doch recht fleißig.

Den Anfang macht ein nettes Kartenspiel namens Zum Roten Drachen, das von Pegasus Spiele stammt. Es ist für zwei bis vier Spieler gedacht und es geht darum, seine Mitspieler besoffen zu machen oder beim Glücksspiel auszunehmen. Das Spiel selbst ist im Fantasybereich angesiedelt, macht aber auch Leuten Spaß, die mit dem Genre nur wenig am Hut haben. Vor allem ist das Spiel witzig und unterhaltsam.

Ebenfalls Pegasus, allerdings Pegasus Press, hatte auch einige schöne Sachen im Angebot. Mit Cthulhu Now – Verschlusssache geht es erst einmal dem Mythos auf die Spur. Es handelt sich dabei um ein gelungenes Spielerhandbuch mit leichten Schwächen, die aber kaum ins Gewicht fallen. Schwergewichtiger ist da eher der Ausstoß an Shadowrun-Publikationen des Verlags. Pegasus bleibt seiner Linie treu und überarbeitet jeden übersetzten Titel für den deutschsprachigen Markt.

In Shadowrun – BodyTech dreht sich natürlich alles um die unnatürlichen Verbesserungen des eigenen Körpers. Da gibt es einige heftige Spielereien. Aber vor allem das Cover ist der Hammer! Hammerhart ist auch der Kampagnenband Shadowrun – Emergenz – Digitales Erwachen. Hier kann die Gruppe hautnah miterleben, was beim Matrixcrash 2.0 geschah und wie die neue Matrix aufgebaut wurde. Technomancer und KIs stehen dabei im Mittelpunkt. Um das ganze in Regeln zu fassen, empfiehlt sich Shadowrun – Vernetzt – hier stehen die ganzen neuen Matrix-Zusatzregeln drin. Ein erstklassiges Buch. Die Matrix und die dazugehörigen Regeln haben sich in Shadowrun am stärksten gewandelt.

Wer knallharte Abenteuer am Limit erleben möchte, dem sei Warhammer 40.000 – Mit Feuer und Schwert angeraten. In diesem Kampagnenband aus dem Hause Feder & Schwert sind drei Abenteuer enthalten, die es in sich haben. Ich habe die Abenteuer als Spieler erlebt und war begeistert. Übrigens hat der Verlag seinen Internetauftritt erneut überarbeitet und veranstaltet zur SPIEL 2009 sogar einen Kostümwettbewerb.

Für den Bildschirm hat sich ebenfalls etwas getan. Edel Motion hat Fidel Castro – Das Ende Einer Ära auf den Markt gebracht, eine spannende Dokumentation über Castro, die sehr aufschlussreich ist. Respekt, denn die ganze Sache ist sogar recht objektiv. Von Edel stammt auch Inspector Barnaby – Super Sleuth, eine weitere Dokumentation. Thema ist mein geliebter Inspector Barnaby. Leider, leider ist die Doku Murks. Igitt! Spannender ist dagegen Yellowstone – Legendäre Wildnis von Polyband. Die Bildpracht ist grandios und auch der Sound überwältigt. Man glaubt beinahe man wäre im Park. Wird langsam Zeit, mehr auf Blu-ray zu gehen.

Aus dem Keller des Archivs kommen ein paar alte Ausgaben von CAINE, immerhin geht der arme Profikiller bald den Weg alles Irdischen und ich will die Gelegenheit nutzen, nochmals auf diese kernige Reihe aufmerksam zu machen. CAINE ist eine Hörspielserie, die brutal und hart zur Sache geht. Sie wird von LAUSCH produziert, die einfach großartige Arbeit im Bereich Hörspiele leisten.

Die Episoden 1, 2 und 3 von CAINE hatte ich bereits erwähnt, nun schiebe ich noch CAINE 04 – Dunkelheit, CAINE 05 – Rebellion, CAINE 06 – Mordendyk und CAINE 07 – Dunkler Prophet hinterher. Leute, die Reihe ist einfach hammerhart. Da wird derbe auf die Kacke gehauen und die Darsteller nehmen kein Blatt vor den Mund. Aber Vorsicht, it’s Cool Man!

Alles ist ruhig im Erntemond

Man muss es auch mal etwas ruhiger angehen lassen und im August habe ich eine besonders ruhige Kugel geschoben. Gab ja auch genug andere Dinge zu erledigen – vor allem bei dem sonnigen Wetter.

Und so gibt es nur wenig Neues zu berichten. So habe ich die Rezension zu Opus Anima Investigation abgeschlossen, das neue Grundbuch zu Opus Anima aus dem Hause Prometheus Games. Das kleine Buch ist eindeutig lese- und spielerfreundlicher als das Grundregelwerk, kommt aber auch ohne die ganzen Details der Spielwelt daher. Darunter leidet vor allem das Setting, das ja durch seinen herrlichen Mix überzeugt. Na ja, da muss man halt Abstriche machen.

Im Kino gab es auch etwas Neues zu sehen, auf das ich mich richtig gefreut hatte: Inglourious Basterds. Allerdings verspricht dieser Tarantino mehr, als er zu bieten hat. Seit Die Herrschaft des Feuers habe ich es mir jedoch abgewöhnt, nach enttäuschter Vorfreude in ein tiefes Loch zu fallen oder zu subjektiv zu werden. Der Film hat meine Erwartungen zwar nicht erfüllen können, aber was soll’s – nach dem Film ist vor dem Film.

Mit diesem abgewandelten Zitat übrigens Glückwunsch an unsere Kickerdamen zur Europameisterschaft. Die Spiele wurden zwar zu ungünstigen Zeiten übertragen, waren aber dennoch ein großer Spaß. Vor allem haben es die deutschen Ladys verdammt spannend gemacht und zum Finale hin immer erst in der zweiten Halbzeit für klare Verhältnisse gesorgt.

Was natürlich Zeit gekostet hat, war die Rezension zu Torchwood – Staffel 1. In der deutschen Synchronisation verliert die Serie etwas an Substanz und die deutsche Sprachfassung der DVD-Box stinkt gegen die englische Sprachfassung etwas ab, aber trotzdem ein Knaller. Vor allem wird es mit jeder Folge besser und schlussendlich steigert sich die Vorfreude auf die zweite Staffelbox, die hoffentlich bald in meinem Briefkasten liegt.

An dieser Stelle erst einmal ein kleines Ende und einen großen Ausblick auf den nächsten Mond, der – sollte mein Plan funktionieren – mit spannenden Besprechungen vollgestopft ist.

Der Brachmond und die Rosenblüten

Der Juni (umgangssprachlich auch Juno) ist bekannt für seine Rosenpracht, die warmen Tage, die angenehme Sonne, munteres Grillen auf Balkonien und Vorfreude auf die Sommerferien. Na ja, wenigtens die ein oder andere Sache gab es wirklich – da will ich nicht meckern.

Bei bei besprochenen Titeln stand vor allem das Spiel im Mittelpunkt und bildete somit einen Schwerpunkt. Den munteren Reigen eröffnet das Brettspiel Top Race (aus dem Hause Pegasus), bei dem man in den Rennzirkus einsteigen kann und mit Boliden über verschiedenen Strecken heizen kann. Das Spiel ist schnell erklärt, schnell gespielt und macht großen Spaß.

Ebenfalls von Pegasus ist auch Kleine Helden 2: Verstärkung, mit dem man seine Kleine Helden ordentlich verstärken kann. Außerdem bekommen sie nun richtige Aufträge und könne NSCs anwerben. Für Rollenspieler eine lustige Sache, aber auch alle anderen Spieler können mit dem Kartenspiel Spaß haben. Kleine Helden hat einen viel geringeren Nerd-Faktor, als – zum Beispiel – Munchkin und seine vielen Ableger.

Das Spiel für Leute mit Zeit und Geduld ist Im Wandel der Zeiten – ebenfalls bei Pegasus erschienen. Vorbild ist hier eindeutig das Brett- und Computerspiel Civilization. Trotzdem bleibt Im Wandel der Zeiten vollkommen eigenständig. Sobald man sich durch die Regeln gearbeitet hat und die Zusammenhänge versteht, wird das Spiel schneller und gewinnt auch an Spielspaß.

In Zusammenarbeit mit Erdenstern hat Prometheus Games die CD Ruf der Titanen als Soundtrack zu Elyrion auf den Markt gebracht. Das Teil ist richtig gut und eignet sich auch für andere Systeme. Die Tracks sind natürlich fantasylastig – diesen Schwerpunkt sollte man unbedingt beachten. Aber selbst fernab einer gepflegten Rollenspielrunde ist die Musik richtig gut und macht Laune. Auch mal nebenbei zu einem guten Fantasyroman sehr unterhaltsam. In Zusammenarbeit mit Prometheus Games bietet der sfbasar.de übrigens ein Gewinnspiel zu Opus Anima an.

Weniger für die Ohren, aber für die Augen ist MythBusters Volume 1 von Edel Records. Die Serie ist vielen sicher aus dem TV bekannt. Da laufen die Folgen auf RTL2 und die beiden ausgeflippten Typen Jamie Hyneman und Adam Savage stellen urbane Mythen auf den Kopf. Sehr unterhaltsam, aufschlussreich und lustig.

Nach den bewegten Bildern, kommen wir zu den dynamischen Bildern. Bei den Comics ist mir so einiges unter die Finger gekommen und das meiste Zeug ist gut – der Rest verdammt gut. Zu meinem Erstaunen war jedenfalls kein Fehlgriff dabei.

Den Anfang macht Siegfried Band 1 – Siegfried aus dem Hause Splitter. Hier wurde die Sage der Nibelungen weitgehend überarbeitet und grafisch hervorragend illustriert. Leider hat sich ein Zeichenfehler eingeschlichen, ansonsten hätte der Comic von mir das Prädikat „Perfekt“ verpasst bekommen – das hat der Comic aber nun leider doch verpasst.

Für Panini Comics habe ich etliche Titel rezensiert und dabei die ein oder andere alternative Comicwelt verfolgt. Es gibt da schon einige spannende Sachen.

Passend zum Film käme da erst einmal Wolverine: Waffe X. Der Comic hat schon einige Jahre auf dem Buckel, ist aber trotzdem verdammt spannend und zeigt Wolverine in seiner ursprünglichen Version. Als Fan ist der Comic eh ein Muss. Mit Wolverine 1 wird dagegen ein moderner Wolverine gezeigt ud beginnt eine neue Reihe bei Panini Comics. Auch sehr spannend, da hier eine weitere Alternative zum ursprünglichen Comic geboten wird.

In Ultimate Origins spielt Wolverine ebenfalls eine Rolle – diesmal noch ein wenig anders. Es dreht sich halt alles um das Ultimative Marveluniversum – hier scheint eh alles anders zu laufen. Sehr spannend, da die meisten Marvel-Superhelden einen gemeinsamen Background erhalten.

Den Abschluss bei den Comics bildet World of Warcraft – Aschenbringer. Erneut wird ein wichtiges Kapitel aus Warcraft und dem dazugehörigen MMORPG unter die Lupe genommen. Auch für Leute nett zu lesen, die sich nicht mit WoW beschäftigen.

So viel erst einmal zu den letzten Rezensionen. Die finden sich übrigens auf etlichen Seiten im Internet. Ich hinterlasse halt die ein oder andere Spur. Und egal wo – viel Spaß beim Lesen.

Blüten im Blumenmond

Mai – der Wonnemonat: Karl der Große führte im 8. Jahrhundert den Namen Wonnemond ein (eigentlich althochdeutsch „wunnimanot“ = Weidemonat), der darauf hinweist, dass man in diesem Monat das Vieh wieder auf die Weide treiben konnte. Mit „Wonne“ im heutigen Begriffszusammenhang hat der alte Monatsname also eigentlich nichts zu tun.
Quelle: Wikipedia.de

Stimmt, denn trotz einiger warmer Tage, war es manchmal lausig kalt. Heißer Kaffee, eine warme Decke und ein gutes Buch haben da schon mal ein wenig weitergeholfen. Trotzdem: Brrr!

Da ich anderweitig abgelenkt war – und noch immer bin – kommt für den Mai etwas weniger daher als sonst. Dafür habe ich allerdings mein Abenteuerland weiter ausgebaut und für das Rollenspiel TERSP einen Blog eingerichtet. WordPress ist derzeit halt eine schicke und einfache Software, um solche Inhalte entsprechend zu präsentieren.

Doch komme ich nun zum Überblick auf meine letzten Besprechungen und fange mit einem Spiel aus dem Hause Pegasus an: Die Sterne stehen richtig. Es handelt sich dabei um ein witziges Kartenspiel, das von Goomi illustriert wurde und dem Charaktere aus „Unspeakable Vault of Doom“ zugrunde liegen. Es besteht also eine direkte Verbindung zu „Call of Cthulhu“, dem auf H. P. Lovecrafts basierendem Cthulhu-Mythos-Rollenspiel. Sehr witzig.

Im Kino habe ich mir dann Star Trek XI angesehen und war positiv überrascht. Hier hat man sich wirklich Gedanken gemacht, wie man Star Trek modernisieren kann, ohne den Mythos zu zerstören. Der Film steht auch auf meiner DVD-Liste.

Auf dem Rollenspiel-Sektor kommen zwei Produkte aus dem Hause 13Mann daher. Da wäre erst einmal Traveller – Buch Null zu nennen. Das ist ein günstiges Softcover in Heftklammerung, in dem sich Auszüge aus dem Traveller – Grundregelwerk befinden. Zum Reinschnuppern und für die ein oder andere Testrunde reicht das allemal. Oppulenter und informativer ist dagegen Traveller – Spinwärts-Marken. Es handelt sich dabei um ein Quellenbuch, in dem eine spannende Region des Drittens Imperiums vorgestellt wird. Somit liegt ein richtiges Setting für Traveller vor und niemand muss sich was aus den Fingern saugen oder auf englischsprachige Bücher zurückgreifen. Das Buch hat zwar einige Macken, aber es gefällt mir trotzdem verdammt gut.

Ein Hörspiel habe ich ebenfalls noch besprochen bekommen: Sacred 2- Der Schattenkrieger- Das verbotene Wissen aus dem Hause weirdoz*. Der vorherige Teil endete ja mit einem gemeinen Cliffhanger, der endlich aufgelöst wird. Das Hörspiel kommt verdammt gut und macht richtig Laune. Allerdings geht es bald dem Ende zu – hoffentlich wird das grandios.

Das war es nun in Kürze mit meinen Besprechungen, aber dafür inhaltlich hoffentlich sehr gehaltvoll.

Überraschungseier im Ostermond

„Im April, da macht jeder was er will.“

Nun, ich bin nicht in den Ersten April geschickt worden und habe selbst auch niemanden dorthin geschickt. Irgendwie war mir nicht danach und im Laufe der Zeit wird es albern. Vor allem in der medialen Neuzeit fliegt eine Ente schnell mal um die ganze Welt und kann kaum noch eingefangen werden. Neue Zeiten halt – da sollten bestimmte Traditionen vielleicht mal überdacht werden …

Da werfe ich doch lieber mal ein Blick auf den letzten Monat und schau mal, was sich so ergeben hat. Bei den Filmen liegt noch einiges auf Halde. allerdings reiche ich mal Der goldene Nazivampir von Absam 2 nach. Den Film hatte ich bereits im Dezember besprochen – zugegeben, eine kurze Besprechung, aber es ist auch ein kurzer Film -, aber vergessen bei mir hochzuladen. Ein lustiger Streifen ohne großen Anspruch.

Am Ersten Mai habe ich mir dann im Kino X-Men Origins: Wolverine angesehen. Also bei dem Film musste ich schon nachdenken, ob die Action und die Coolness wirklich die inhaltlichen und handwerklichen Fehler ausgleichen. Na ja, es ist Wolverine, also ist der Film einfach gut, weil er gut sein muss – Basta!

Ein wenig Zeit mitgebracht? Bei den Büchern war ich recht fleißig und habe da Einiges zu bieten. Den Anfang macht das Opus Anima – Grundregelwerk. Ein Produkt aus Deutschland mit einem deutschen Hintergrund, erschienen bei Prometheus, einem deutschen Verlag. Der Spielhintergrund ist verdammt gut und vor allem künstlerisch verdient Opus Anima die Höchstwertung.

Ebenfalls richtig gut ist das Rolemaster – Rolemaster Zauberbuch aus dem Hause Sonnenfeste/13Mann. Rolemaster dümpelt in Deutschland leider ein wenig vor sich hin, dabei ist es ein sehr gutes Spiel, dass sehr detailliert vorgeht und unheimliche viele Möglichkeiten bietet. Aber dadurch ist es auch unheimlich komplex und ehrlich gesagt: Einsteigerfreundlich ist Rolemaster wirklich nicht. Aber wer sich in der Materie auskennt und mal differenzierter spielen möchte, sollte unbedingt einen Blick riskieren.

Bei den Comics habe ich einen kleinen Rundumschlag gewagt. Das Beste aus den Welten von Dungeons & Dragons 1 beginnt eine neue Reihe bei Panini Comics. Den Leser erwarten drei Kurzgeschichten. Jeweils aus den Reichen, Krynn und Eberron. Unterschiedliche Autoren, unterschiedliche Zeichner, unterschiedliche Qualität. Durchgehend gut ist Die Chronik der Drachenlanze – Drachendämmerung II, mit dem nun die Reihe komplett und die Geschichte erst einmal zu Ende erzählt ist. Hm, der Comic macht einfach Spaß und alle Teile zusammen sind einfach genial. Im Paket betrachtet ist die Chronik der Drachenlanze also der Hammer.

Bleiben wir bei den Comics und Panini. Begleitend zum Film gibt es den Kunstband Watchmen – Watching the Watchmen zu lesen. Also das ist wirklich ein geniales Buch, denn neben den Zeichnungen gibt es massig Insiderinformationen zur Herstellung des Comics. Und darum geht es auch, um den Comic, keinesfalls um den Film. Das gilt auch für Marvel Graphic Novel – Wolverine: Logan. Der Hardcover behandelt ebenfalls die Comicreihe. Vor allem die Aquarelloptik ist richtig schick und hebt sich von den üblichen, satten Comicfarben wohltuend ab.

Jetzt aber mal kurz zurück zu den Rollenspielen und Pegasus. Da haben wir erst einmal Der Hexer von Salem ASB – Das schleichende Grauen. Es handelt sich dabei um ein Abenteuerspielbuch. Das ist sehr witzig gemacht und vor allem die packende Atmosphäre gefällt. Das beweisen aber auch die Cthuloide Welten 16. Erneut ein Magazin, dessen Inhalt eigentlich in ein Hardcover gehört. Einfach genial, was Frank Heller und seine Redaktion da auf die Beine stellen.

Neben den Beinen, gibt es aber auch was auf die Ohren – und zwar Sacred 2 – Der Schattenkrieger – Im Bann der Bestie. Das ist Horror-Fantasy vom Feinsten und der Soundtrack ist eh schon Kult. Erschienen bei weirdoz*. Für Universal Music habe ich weitere Teile der Tochter des Lichts besprochen. Jack Slaughter – Das Tor zur Hölle trifft mal wieder genau mein Humorzentrum, aber Jack Slaughter – Virus in Jacksonville ist um einiges besser. Unbedingt mal reinhören. Bei der Gelegenheit möchte ich kurz anmerken: Originale zu besitzen macht Freude und sorgt dafür, dass Lieblingsserien auch weiterhin produziert werden können. Nur mal so nebenbei …

Auch im Bereich der Spiele gibt es Neuigkeiten zu vermelden. Von Pegasus Spiele stammt Kleine Helden – Das Kartenspiel. Hier muss man mit seiner Heldengruppe den Dungeon plündern und die anderen Helden umlegen. Sehr witzig und ein gelungenes Konzept. Mit Talisman – Die magische Suche wurde von Pegasus ein alter Games-Workshop-Klassiker neu aufgelegt, der ja nun bei Fantasy Flight Games publiziert wird. Das Spiel basiert weitgehend auf Glück und dient eigentlich nur der abendfüllenden Unterhaltung mit Freunden. Mir hat es großen Spaß gemacht, der Taktikspieler hat beinahe in den Tisch gebissen vor Frust. Damit dürfte die Zielgruppe also klar sein.

Das war es dann auch schon für den April und der Mai wird uns zeigen, was in ihm steckt. Semper Talis!

Es scheint die Sonne im Lenzmond

Langsam wird es warm, Zeit in meinem Blog den Rückblick auf den März zu wagen – da war es ja noch lausig kalt, fiel der Regen oder war gar die ganze Landschaft verschneit … brrr. Kein Wunder, dass ich Zeit und Muse fand ein paar Sachen zu erledigen.

Allem voran habe ich mir ein paar nette Filmchen angetan, die wirklich Spaß gemacht haben. Torchwood ist eine neue Serie, die auf RTL2 läuft. Ich habe mal kurz reingeschaut und fand die Synchronisation ganz passabel, allerdings habe ich mir die Pilotfolge Torchwood – Everything Changes im englischen Original angehört und bin von der Serie ganz angetan. Vor allem das Ambiente ist stimmig umgesetzt und die Figuren sind richtige Persönlichkeiten, mit Stärken und Schwächen.

Das gilt auch für die Helden aus Watchmen – Die Wächter. Ein erstklassiger Kinofilm, der mich hervorragend unterhielt. Auch hier waren es vor allem die Figuren und der künstlerische Ausdruck, die mich faszinierten. Ganz großes Kino. Ich habe flugs auch den passenden Comic Watchmen aus dem Hause Panini rezensiert. Keine Frage, es gibt da schon Unterschiedes,, aber beides ist für mich einfach nur Kult. Meine Damen und Herren, das muss man gesehen, gelesen und genossen haben.

Scheinbar mauser ich mich langsam zu einem Krimifan – jedenfalls finden immer wieder Krimis den Weg in meinen Briefkasten. So auch Hautnah – Die Methode Hill – Staffel 2, die mir großen Spaß bereitet hat. Auch hier ein erstklassiges Charakterspiel und durchdachte Fälle, wie ich sie mag. Es gibt Sachen, die machen einfach nur Spaß.

Spaß machen natürlich auch Spiele und mit meiner Rezension zu Dungeons & Dragons Spielleiterhandbuch schließe ich die bei Feder & Schwert erschienen deutschsprachigen Regelwerke ab. Schade, dass es da Probleme mit der Lizenz gab. Der Verlag hat sehr gute Arbeit geleistet und war eine Bereicherung für die Szene. Zum Buch sei gesagt, dass sich das Spiel selten wie D&D anfühlt, aber trotzdem sehr gut ist und große Spaß macht. Also ich spiele es gerne.

Passend zum Umbruch ist auch der Roman Vergessene Reiche – Die Büßerin – Das Opfer der Witwe erschienen, geschrieben von Lisa Smedman. Hier fliegen die Fetzen und am Ende hauchen zwei Götter ihr Leben aus. Mal sehen wie es mit der Trilogie weitergeht.

Ein besonders schickes Quellenbuch ist Cthulhu RSP – Malleus Monstrorum aus dem Hause Pegasus Press. Das Ding ist ein regelrechter Foliant und der Inhalt einfach erstklassig. Frank Heller – Kopf der deutschen Cthulhu-Redaktion bei Pegasus – liebt dieses Spiel offensichtlich sehr und seine Kollegen ebenfalls. Anders ist dieses detailverliebte Ding kaum zu erklären. Respekt!

Universal Music hat mit Point Whitmark – Die fiebrigen Tränen die nächste Folge dieser Jungdetektivreihe auf den Markt gebracht. Diesmal ein Crossover mit Gabriel Burns. Klingt irgendwie merkwürdig, funktioniert aber tadellos. Eher enttäuschend war dagegen Don Harris – Psycho-Cop – Das Erbe der Wächter. Der Teil zuvor war richtig gut, aber nun sinkt die Qualität doch ab und es wird recht langweilig. Hoffentlich wird es da bald wieder besser.

Besser ist auf alle Fälle Sacred 2 – Der Schattenkrieger – Im Bann der Bestie von weirdoz*. Die Serie hat ja geradlinieg und überraschungsfrei begonnen, aber „Im Bann der Bestie“ wird Fantasy und Horror verdammt gut vermischt. Das Ding ist verdammt gut und der beste Teil bisher.

Bei den Spielen komme ich eher sporadisch zum Rezensieren, aber auch hier gibt es wieder was für die Krabbelkiste: Nancy Drew – Das Geheimnis der Mysterienritter von Majesco. Das Teil ist nun kein echter Knaller, aber gute Unterhaltung für kleines Geld. Macht jedenfalls Spaß und passt für Adventurespieler.

So weit und so gut der Überblick zu den Rezensionen aus meiner Feder. Meine Rollenspielbesprechungen finden sich zukünftig auch bei den Blutschwertern, allerdings nicht so aktuell wie in meinem Netzwerk oder auf Buchrezicenter.de. Ich muss ja auch die Zeit finden. Nun, dann mache ich mich mal daran mit den Titeln für die nächste Übersicht fertig zu werden …

Im Zeiche des Narremonds

Auch für den Februar gibt es ein paar neue Besprechungen zu einigen richtig guten Sachen. Die Filme kamen etwas zu kurz, aber dafür gibt es ja genug anderen Stoff den ich behandeln kann.

Den Anfang macht das Hörspiel Don Harris – Psycho-Cop – Das Schwarze Amulett aus dem Hause Universal Music. Es erschien unter dem Label Folgenreich und stammt aus der Feder von Jason Dark. „Aha“, werden da nun einige sagen. „Dark? Der macht doch John Sinclair, oder?“ Genau, richtig erfasst. Und sein neuer Held Don Harris ist manchmal auch ein wenig wie John Sinclair, aber nur manchmal. Hört ruhig mal rein, Don Harris kommt gut rüber.

Bei den Büchern komme ich erst einmal zur normalen Unterhaltung. Nachtkrater ist ein Kriminalroman aus der Feder von Christine Lehmann und wird vom Argument Verlag vertrieben. Die Geschichte beginnt in Schwaben und steuert dann geradewegs auf den Mond zu. Klingt jetzt abgehoben, ist aber trotzdem bodenständige Unterhaltung die einfach Spaß macht. Die Leute bei Argument machen einfach eine klasse Arbeit und leisten – für einen so kleinen und bescheiden wirtschafteten Verlag – großartige Arbeit. Respekt!

Ebenfalls klein und nahe am Leser ist der Comicverlag Splitter. Eine der herausragenden Serien ist eindeutig Die Schiffbrüchigen von Ythaq. Band drei ist Khengis‘ Schatten und richtig furiose Unterhaltung. Hier vermischen sich Science Fiction und Fantasy einfach großartig miteinander, was man auch im vierten Band beobachten kann: Das letzte Geheimnis. Also ich bin von dieser Reihe einfach nur begeistert. Bei Ein Palast, Bäume und blutrote Früchte aus der Reihe Ganarah fällt mir ein jubelndes Urteil schon etwas schwerer. Ich musste den Comic tatsächlich zweimal lesen, bevor ich auf den Geschmack kam. Einige Stellen waren schon etwas verwirrend, aber sobald man durchblickt ist die Geschichte richtig gut.

Im Sektor Rollenspiel liegt bei mir einiges noch im Fach „Korrektur lesen und dann hochladen“. Allerdings habe ich es geschafft, die Besprechung zu Codex Daimonis – Horden des Abyss in mein Forum hochzuladen. Die hatte ich glatt übersehen und so kann ich erst jetzt darauf verweisen. Der Quellenband stammt aus dem Hause von Feder & Schwert und gehört in den Bereich Dungeons & Dragons 3.5.

Aus dem Hause Pegasus stammt dagegen Arsenal 2070 für Shadowrun 4.01D. Das Buch ist einfach ein Knaller. Was die deutsche Redaktion da auf die Beine stellt geht auf keine Kuhhaut, um es mal einfach auszudrücken. Neues Cover, neue Illustrationen und zusätzlicher deutscher Inhalt. Dazu eine geniale Verarbeitung und ein schickes Lesebändchen. Außerdem die ganze Arbeit, um die Spieler bei Laune zu halten. Einsteiger-CDs, Wettbewerbe, eine Ingame-Website und einiges mehr. Hoffentlich lohnt sich das auch – also ich drücke alle Daumen …