Am Ende des Nebels

Nebelung ist vorbei und liegt mit seinen wenigen sonnigen Tagen, den vielen verregneten Tagen und dem ein oder anderen Schneetag hinter uns. Zeit, um einen kleinen Blick auf verschiedene Dinge zu werfen.

Da wäre erst einmal die Horror-Sitcom „Jack Slaughter“. Jack ist die Tochter des Lichts und muss sich dem Bösen entgegenstellen, in der Gestalt von Professor Doom. Bisher sind die Folgen „Tochter des Lichts und „Professor Dooms Erwachen“ erschienen. Das Hörspiel ist tatsächlich sehr lustig und nimmt viele bekannte Serien und Medien auf die Schippe. Dazu eine herausragende und prominent klingende Sprecherriege. Allerdings ist die Reihe keine Sitcom, denn dazu mangelt es an einigen typischen Elementen. Es gibt also keine stetige Aneinanderreihung von Situationskomik, sondern pointierten Humor und Scherze, die manchmal über einige Szenen hinweg aufgebaut werden. Trotz dieses kleinen Etikettenschwindels ist „Jack Slaughter“ urkomisch.

Für das jüngere Zielpublikum bietet sich „Am Tag der großen Flut an“ an, die aktuelle Folge der Reihe „Point Whitmark“. Ganz im Stil von „Die drei Fragezeichen“ lösen junge Detektive knifflige Fälle. Diesmal haben sie es mit Flüchtlingen, vergrabenen Frauen und einem nahenden Sturm zu schaffen. Mein Tipp: Im Dunkeln in der Badewanne hören, während draußen ein Schneesturm tobt.

Für Krimifreunde gibt es ein wirklich feines Schmankerl. „The Inspector Lynley Msteries 6“ beinhaltet nämlich die beiden ersten (also den Piloten) und die beiden letzten Episoden der Serie. Das ist sehr faszinierend, denn so kann man sofort vergleichen wie sich die Figuren und ihre Darsteller im Laufe der Zeit entwickelten. Das ist spannend. Mal ganz davon abgesehen, dass die Serie ausgefeilt und unterhaltsam ist. Die Fälle machen richtig Spaß.

Auch die Comics aus dem Hause Splitter machen richtig Spaß. Allen voran die Reihe „Die Schiffbrüchigen von Ythaq“. Das ist einfach frankobelgische Zeichenkunst vom Feinsten. Band Drei nennt sich „Seufzer der Sterne„. Die tapfere Granit und ihre Kameraden fliehen an Bord einer Raumyacht und entdecken dabei eine verborgene Stadt der Feng. Das es dort natürlich turbulent zugeht, sollte jedem klar sein. Mal wieder ein Knüller, der Comic! Ich muss zugeben, ich bin in diese Reihe richtig vernarrt und kann mir Ythaq vedammt gut als Kampagnenwelt für „Traveller“ oder „Dungeons & Dragons“ vorstellen.

Aus dem Verlag PaniniComics stammt der „Warhammer 40.000“-Band „Tod und Verderben„. Hier dreht sich alles um einen Orkboy, der durch glückliche Umstände in den Besitz eines Glücksbringers kommt und sich zu einem mächtigen Boss aufschwingt. Allerdings handelt es sich bei dem Glücksbringer um einen imperialen Offizier, der so langsam in seinem Käfig versauert. Sehr witzig und typisch orkig. Aus dem Bereich „Warhammer Fantasy“ kommt dagegen „Kriegsschmiede„. Der Comic ist düster gehalten und recht brutal. Eine Gruppe Überlebender sammelt sich, um gemeinsam in eine Schlacht ohne Hoffnung zu ziehen. Das trifft genau den Nerv der „Warhammer“-Welt. Mir hat der Band sehr gut gefallen und hoffentlich gibt es bald mehr davon.

Da wir schon bei „Warhammer“ sind, weise ich  gleich mal auf „Warhammer 40.000 – Apokalypse“ hin, einem Quellenband aus dem Hause Games Workshop. Endlich kann man einfach alle Modelle seiner Armee auf den Tisch werfen und loszocken, ohne sich um Punktegrenzen oder Organisationspläne kümmern zu müssen. Lasst die großen Schlachten beginnen!

Endlich auf Deutsch erschienen und trotzdem das Letzte seiner Art: „Dungeons & Dragons – Spielerhandbuch 4E“ aus dem Hause Feder & Schwert. Eine neue Art von „Dungeons & Dragons“ macht sich auf, um die Welt zu erobern. Schneller, aktionsreicher und sehr einsteigerfreundlich. Eigentlich ein Grund zum Jubeln, doch vorerst gibt es kein deutsches „D&D“ mehr. Grund? Bisher nur Vermutungen. Doch wie Feder & Schwert verlauten ließ, gab es überraschenderweise keine Lizenzverlängerung mit Wizards of the Coast. Für den deutschen Verlag ein finanzieller Totalschaden, denn zum Einen waren etliche der neuen Produkte bereits in der Mache und beinahe fertig. Zum Anderen gibt es eine Abverkaufsfrist bis Ende März. Am dem 1. April (und das ist leider kein Scherz) darf Feder & Schwert kein Produkt mehr verkaufen, auf dem „Dungeons & Dragons“ prangt. Das bedeutet eine winzige Galgenfrist von knapp vier Monaten, um wenigstens ein paar deutschsprachige Grundregelwerke an die Spieler zu bringen. Warum, wieso und weshalb möchte Feder & Schwert erst ab April erläutern. Wie es nun mit „Dungeons & Dragons“ in Deutschland weitergeht bleibt abzuwarten. Der Kauf der Grundregelwerke lohnt sich übrigens trotz allem, denn unter dem Strich sind alle verkauften Exemplare ab April eine „Limited Editon“. Außerdem ist die Übersetzung sehr gelungen und es handelt sich um ein generisches Fantasyrollenspiel. Optimal für Weltenbastler.

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