Alle Beiträge von Taysal

Serienstückchen kalt serviert

Mal ein kleines Bewertungs-Update zu Serien, die ich mit anderen Menschen zusammen genieße:

DW – The Curse of the Black Spot (5/10)
Bekanntes Setup, verstaubte Sequenzen, altbackene Einstellungen und ein Doctor der mehr passiv als aktiv ist – dazu scheinbar handwerkliche Mängel (verschobener Gesang der Sirene, plötzlich fehlender Darsteller (Crack?)) und fehlende Stringenz – au weh.

GoT – Lord Snow (8/10)
Gestraffter als der Roman und trotzdem komplett – viele Erzählungen der Figuren, um die Historie der Welt zu vermitteln.

GoT – Cripples, Bastards, and Broken Things (8/10)
Figuren sind etwas anders aufgebaut und wirken dadurch wie geschliffene Juwelen – der Cast ist bisher genial.

HOTD – Democracy under the Dead (7/10)
Yeah, was für ein geiler Scheiß; geile Szene mit dem Bus und dem Motorradfahrer.

Glee – Guter Ruf (8/10)
Puck und Mercedes im Beziehungskarussell, Kurt macht auf männlicher Mann – einfach göttlich!

BE – Risiken und Nebenwirkungen (7/10)
Endlich mal wieder eine Folge mit viel ausgeflippter Jenny, aber leider wenig Doktor Tom.

TW – Besuch vom Jugendamt (10/10)
Starke Folge mit starken Charakteren, die sich weiterentwickeln – Screentime und Pace perfekt.

TW – Die Kunstausstellung (9/10)
Kate gewinnt mehr an Bedeutung, die Konflikte gehen immer tiefer und der Humor ist einfach göttlich; so muss Dramedy sein!

GoT – The Wolf and the Lion (10/10)
Zwar von der Vorlage in einigen Punkten entfernt, aber die bisher stärkste Episode.

DW – The Doctor’s Wife (10/10)
Neil Gaiman als Autor, Suranne Jones als Idris – verdammt hohe Erwartungshaltung an die Folge; und sie alle wurden erfüllt.

HOTD – Running in the Dead (5/10)
Zu viele Wiederholungen am Anfang um Zeit zu schinden, hier geht die Serie langsam in die Knie und muss angezählt werden.

Glee – Der Traum macht die Musik (7/10)
Eine wahre „Traumfolge“ mit tollem Gast (Neil Patrick Harris (HIMYM) als Bryan Ryan), aber dadurch sind alle anderen etwas verblasst.

BE – Außer Kontrolle (8/10)
Gegenwartsaktuell ein schlechter deutscher Titel (OT: „Yes We Can“), inhaltlich eine Topfolge die Klarheiten schafft – arme Erica.

DW – The Rebel Flesh (7/10)
’ne Burg, ’n Sturm, ’n Gewitter, ’n künstlicher Menschen – klingt nach Frankenstein, ist aber der Doktor mit ’nem verhaltenen Start und ’nem dümmlichen nervendem Gehabe.

GoT – A Golden Crown (8/10)
Top-Folge, aber es war deutlich zu merken, dass die Serie manchmal nur schwer das komplexe Beziehungsgeflecht vollständig darstellen kann.

Glee – Viel Theater! (7/10)
Toll gecovert, tolle Kostüme und im Ansatz harte Konflikte, die aber ohne echte Auflösung bleiben; deswegen eine doch recht lahme Folge.

TW – Das Familienporträt (9/10)
Harter Stoff und die Lady hinter der Bar verliert mal wieder alles.

TW – Die Schwarze Witwe (10/10)
Kates neuer Freund ist ein dermaßen toller Typ, der muss doch ’ne Macke haben; starke Folge, mit extremen Frauen.

TW – Spurensuche (10/10)
Endlich kommt heraus wer Mimi ist und was Tara im Keller mit dem Geheimnis und dem Bund meinte – Wow!

TW – Zerbrochene Träume (10/10)
Yeah, Kate rulez und überhaupt: Wahnsinnsstaffelfinale auf Charmaines Hochzeit!

DW – The Almost People (8/10)
Der Doctor zieht zum Finale an und einige Merkwürdigkeiten der Staffel 6 werden aufgeklärt; für Fans vielleicht toll, handwerklich aber ein Fehler.

GoT – You Win or You Die (10/10)
Erstklassige Episode, in der eine neue Ordnung geschaffen wird und sicherlich wünscht sich jeder Ned auf den Thron.

HotD – Streets of the Dead (7/10)
Die Story nimmt wieder Fahrt auf, die Charaktere gehen toll in die Tiefe und zudem sind die Mädels leicht geschürzt – aber der Hund ist Scheiße!

HotD – In the Dead of the Night (4/10)
Nach dem Aufstieg der tiefe Fall; die Mädels sind zu lange leicht geschürzt, der Plot zeitweise lame und der Hund noch immer da – so ein mies synchronisiertes Mistvieh!

BE – Geheimnisse (8/10)
Und erneut geht der moralische Kompass auf Sendung, diesmal stehen Julianne und ihr geliebter Friedken im Mittelpunkt – und Erica vor verdammt schweren Entscheidungen.

BE – Experiment Zukunft (9/10)
O o, es kommt eine Beschneidung vor, da zieht sich einem doch alles zusammen, aber wirklicher Schwerpunkt ist Ericas cooler Ausflug in die Zukunft.

DW – A Good Man Goes to War (9/10)
Super Midseason-Finale, das noch Platz nach oben lässt; leider nimmt die Auflösung um River komplett die Spannung aus der Serie, außer Moffat findet erneut einen Dreh, um die Zeitlinien wieder offen zu gestalten.

GoT – The Pointy End (9/10)
Etliche Änderungen zum Original, die der TV-Serie den Drive geben, aber leider auch an der Kontinuität nagen.

GoT – Baelor (8/10)
An sich gut wie immer, Punkteabzug wegen den fehlenden Schattenwölfen, einer zu alten Shae und das Whispering Woods off abgehandelt wurde.

Showbits

Doctor Who, Being Erica, Taras Welten und Highschool of the Dead

DW – The Impossible Astronaut (9/10)
Erstklassiger Einstieg, beinahe so gut wie der Pilot von Smith.

DW – Day Of The Moon (8/10)
Fast so gut wie der Opener, aber wegen mangelnder Stringenz leichter Abzug.

GoT – Game of Thrones – Pilot (9/10)
Beinahe perfekt, vorlagenbedingt etwas lame im Pacing.

GoT – The Kingsroad (9/10)
Noch näher an der Vorlage, genial abgedreht, leider fehlt die Steigerung nach Ladys Hinrichtung.

BE – Mama Mia (8/10)
In ’ner Frauenserie musste ja mal eine Mama-Baby-Folge auftauchen, aber gut gemacht und mal wieder mit einem genialen Doktor Tom.

TW – Die neue Therapeutin (9/10)
Mad Twist, einfach klasse!

TW – Hinter Gittern (10/10)
Immer in die Fresse rein, warum muss es bloß ausgerechnet Max dermaßen in die Eier bekommen?

TW – Geschlossene Gesellschaft (10/10)
Was für ein wahnsinniges Zwischenfinale, das ist doch kaum noch zu toppen.

HOTD – Spring of the Dead (9/10)
Klasse Einstieg ins Genre mit teilweise realistisch anmutenden Reaktionen – und einem hohen Slip-Blitz-Counter.

HOTD – Escape from the Dead (8/10)
Sexy Schulmädchen an der Seite von coolen Schuljungen – und ein Nerd der mal gebraucht wird – geil!

Ansicht eines Arschs – Ein klassisches Motiv neu aufbereitet

Vom künstlerischen Standpunkt aus betrachtet, kann es des Nachts nur von Vorteil sein im schummrigen Licht überraschend einen nackten Hintern vor Augen zu haben. Vom erotischen Standpunkt aus wäre es ganz passabel der Podex gehöre einem Mitglied des anderen Geschlechts, doch schlussendlich muss die Überraschung genommen werden wie sie ist. Und wer trunken vor Wein seine Backen der kalten Öffentlichkeit präsentiert, der hat das Anrecht auf eine entsprechende Beurteilung seiner beiden besseren Hälften.

Im vorliegenden Falle gehören die Pobacken einem jungen Akt-Nachwuchsmodell und nebenberuflichem Schauspieler aus dem Westerwald, dem Hedonismus zugetan – im philosophischen Sinne – und derzeit gefangen in einer Spirale der Düsternis und des Leidens – womit wir wieder beim Hedonimus nach Aristippos von Kyrene landen. Apropo Aristippos, kommen wir zurück zum Hintern.

Das Motiv sind entblößte Backen, im schummrigen Licht nach hinten geneigt, scheinbar als Versprechen einer homoerotischen Begegnung. Knackig und durchtrainiert, die Offenbarung der holden Weiblichkeit, präsentieren sie sich dem Betrachter. Dazwischen, nur angedeutet, ein leichter Flaum, der sich zum zentralen Spalt hin verdichtet, verdunkelt, ja, der Düsternis anheim fällt. Eine dunkle Grenze, ein dunkler Raum, der Gefahr, aber auch ein Mysterium verspricht, dass es –  vielleicht – zu ergründen gibt.

Der Blick des Betrachters verschiebt sich nach unten, folgt den starken Linien, die einem Olympioniken der Antike gleichen. Der Weg führt unter den Rundungen hinweg zu den Genitalien des Modells, nur angedeutet, von hinten, durch den hängenden, faltigen und dennoch jugendlichen Sack. Ein Sack, ein Hoden, der genau die richtigen Proportionen aufweist, der den Blick auf sich zieht, ohne dabei das Gesamtbild zu dominieren oder gar zu zerstören. Ein Sack, einem ledernern Beutel, einem Füllhorn an Versprechungen gleich.

Wer die alte Pinakothek in München kennt und dort einen Augenblick bei Peter Paul Rubens‘ „Amor schnitzt den Bogen“ (Eros in der Rezeption)  aus dem Jahre 1614 weilt, wird große Ähnlichkeiten zwischen dem klassischen und modernen Motiv finden, was Haltung und Darstellung betrifft. Dabei gleicht das Modell mehr dem Eros der griechischen Klassik als dem Kleinkind aus dem Hellenismus. Und es gibt auch ursprüngliche Ähnlichkeiten, denn so wie Eros aus dem Chaos entstand, so war es das Chaos und der Wein, die schlussendlich das unverhoffte Aktmotiv entstehen ließen.

Bleibt nur abzuwarten, dass dieser junge und aufstrebende Künstler sich erneut den Herausforderungen und Unbillen der erotischen Kunst öffnet. Die Welt hätte es verdient!

Copyright (c) 2010 by Günther Lietz

Der neue EDEKA in Bad Marienberg / Langenbach

Pünktlich zum 1. Dezember 2010 öffnete der neue EDEKA in Bad Marienberg (Langenbach) seine Pforten. Natürlich eine gute Gelegenheit, um ihn ein wenig zu testen, Angebot und Leute auf den Prüfstand zu stellen. Und natürlich auch eine wunderbare Gelegenheit, um leckere Sachen einzukaufen.

Bereits am Eingang fällt positiv die große Theke der Bäckerei auf. Es werden kleine Zimtbällchen zur Begrüßung verteilt und der angebotene Fünf-Euro-Beutel ist prall gefüllt. Ein frisches Brot, ein großer Hefezopf und ein kleiner Kuchen. Bei Brot und Kuchen gibt es Auswahl, der Bienenstich ist zu empfehlen. Und der Kuchen ist – wie im Prospekt angekündigt – tatsächlich in Familiengröße. Vier bis sechs angenehm große Stücke sind problemlos zu schneiden. Der Clou: Es gibt ein kleine Keramiktasse und drei Monate lang das Angebot, sich die Tasse kostenlos mit Kaffee füllen zu lassen. Der Kunde muss sie nur mitbringen. Kurz die Verkäuferin aus dem Konzept gebracht („Nö, ich möchte keinen Kaffee“) und festgestellt: Ein sehr freundliches Team und ein netter Chef.

Überhaupt war auch die Mannschaft im EDEKA hervorragend aufgestellt. Freundlich, hilfsbereit und informiert wurden Regale eingeräumt und Fragen beantwortet. Für das gut gelaunte EDEKA-Investigation-Team-Ever-Legendary (kurz EITEL) ein Grund, die Sache näher zu beleuchten. Breitere Gänge, mehr Artikel, erweitertes Sortiment, durchschnittliche bis günstige Preise, neue Theken und Regale. Es macht einfach Spaß durch den EDEKA zu flanieren. Vorbei die Ängste die der Kunde im alten Markt hatte, er würde in den engen Gängen jemanden versehentlich umfahren. Die neuen Gänge laden beinahe schon zum Sonntagsausflug ein, so breit sind sie. Hier passen bequem zwei Wagen nebeneinander vorbei, gibt es kleine Plätze, auf denen sich die Leute ungeniert unterhalten können. Der Begriff „Markt“ ist hier treffender denn je.

Einen kleinen Wermutstropfen hat die Sache dann doch, denn die neuen Einkaufswagen – mit gut sitzendem Rallygriff – müssen nun mit einer Münze oder einem Chip gelöst werden. Die alten Wagen im alten Markt konnten ohne Münze gezogen werden. Schade, auch hier ist die Ära der bargeldlosen Einkaufswagen vorbei. Doch zurück zum Einkaufen im Markt.

Die neuen Theken sind einfach wunderbar. Hinter der Mühlenbäckerei Jung kommt eine kleine Frischetheke mit leckeren Snacks und Sachen, die von der Hand gegessen werden können. Sozusagen die Häppchen- und Partytheke. Allerdings keine Preise zu sehen, dafür war wohl noch keine Zeit. Aber die Theke ist mit einer netten jungen Angestellten besetzt. Einfach mal nach dem Preis fragen und siehe da, die Verkäuferin hat keine Ahnung, reagiert freundlich und ruft bei der Kollegin den Preis ab. Dazu gibt es ein Lächeln. Okay, fragen wir mal nach dem nächsten Artikel. Erneut schallt der Ruf quer zur Obsttheke. Immer noch freundlich. Fragen wir den dritten Preis ab und erneut ein „Frau …?“. Und noch immer nett. Fragen wir mal, was die tollen, frisch selbst gerollten Dattel-Speck-Häppchen kosten. Und diesmal hören wir ein „Frau …, Hilfe!“ Allerdings alles mit einem freundlichen Unterton, der Kunde ist hier König. Und weiter geht es – ohne was an der Theke gekauft zu haben.

Die neue Sortierung und Bestückung der Regale gefällt. Es ist hell, freundlich und übersichtlich. Es gibt nun endlich lang ersehnte Spezialitäten zu angenehmen Preisen. Damit haben die Wäller-Landeier endlich auch den Flair eines echten Stadt-Supermarktes in der Nase. Und trotzdem haftet noch überall der liebliche Charme des Ländlichen an. Eine gelungene Mischung!

Das Anschauen und in den Einkaufswagen laden macht großen Spaß. Die Wagen selbst haben auch eine angenehme Höhe und Tiefe. Mit dem Griff in der Hand schieben wir uns also erst einmal an den Frühstücksflocken, Kaffees, Tees und Marmeladen vorbei zu den Kühlregalen und erleben eine Überraschung. Der abgepackte Käse hat kleine Theken für sich ganz alleine spendiert bekommen. Um die kann der Kunde herumgehen und sich gleichzeitig noch mit Leuten auf der anderen Seite unterhalten. Das ist angenehm und vor allem das breit gefächerte Angebot überzeugt. Auch die Milchprodukte wurden aufgestockt und präsentieren sich in sehr breiter Front dem Kenner. Tiefkühlgemüse und -fisch, sowie Eis hat nun größere Tiefkühlschränke. Die Optik ist eine richtige Wohltat, da es keine engen Räume mehr gibt. Das lädt natürlich zum Einkaufen ein.

Besonderes Augenmerk liegt dabei natürlich auf den Frischetheken und die werden nun unter die Lupe genommen. Beste Neuerung: Es gibt eine kleine Fischtheke, an der die Standards problemlos erhältlich sind. Frischer Fisch, Sushi, Fischpralinen – die Auswahl ist zwar klein, aber gut. Bei den Preisen rangiert alles von günstig bis gehobene Preisklasse. Aber stets angemessen. Die Verkäuferin ist nett und kompetent. Mein Wunsch mit einem Buchstabendreher genannt, sie weiß trotzdem was ich möchte und korrigiert meinen Fehler lächelnd. Nett. Und schon packt sie die Hilfsbereitschaft aus, beantwortet sogar ungestellte Fragen. Am Ende ist der Fisch im Wagen, in einer Kühltüte die sogar zum Einfrieren taugt. Die Fischtheke ist übrigens mit einer Glastüre vom Käse, der Wurst und dem Fleisch getrennt. Geruch und Hygiene werden es danken.

Wurst und Fleisch sind wie gehabt gut sortiert und bestens bestückt. Neuerung ist vor allem die offene Fläche hinter der Theke. Hier kann dem Meister beim hacken zugeschaut werden. Das sorgt für augenscheinliche Transparenz und schafft Vertrauen. Und erneut sehr freundliches Personal – aber das waren sie im EDEKA ja schon immer. Heute ist es aber besonders auffällig, wollen die Leute Eindruck machen und sind offensichtlich stolz auf ihren neuen Markt. Können sie auch, denn die Übergabe vom Senior an den Junior ist bisher mehr als gelungen.

An der Fleischtheke etwas Wurst und Fleisch gekauft. Und – faszinierend – die Kasse zeigt dem Kunden genau an, von was für einem Tier die Ware stammt und auch, von was für einem Körperteil. Da ist ein nettes Bildchen zu sehen. Aha, daher kommt also die dicke Rippe, die heute in den Topf wandert. Das ist jedenfalls ein visuell schickes Gimmick.

Und weiter geht es durch den Markt. Vor allem im Frischebereich wurde ordentlich zugelegt. Sei es nun Obst, Gemüse, Fleisch, Käse, Fisch oder Wurst. Aber es gibt auch selbst gemachte Häppchen, Kartoffelsalate, asiatische Spezialitäten oder fertige Blattsalate. Und überall ist Personal zu sehen, das nur allzugerne Fragen beantwortet. Alle lächeln und sind freundlich. Am Schokoriegel-Regal (fast alles hat nun sein eigenes Regal) kommt es zur nächsten Bewährungsprobe. Eine Vorratspackung Schokoriegel steht auf dem Kopf! Links ist eine Verkäuferin zu sehen, die zufällig vorbeikommt. Die schnappen wir uns und weisen darauf hin, dass eine von mehr als tausend Packungen auf dem Kopf steht. Muss das denn wirklich sein? Die Verkäuferin ist entsetzt, eilt herbei und dreht die Packung um. Puh, da haben alle nochmals Glück gehabt. Alle lachen, die Leute im EDEKA sind lustig drauf, die verstehen Spaß. Also werden die Schokoriegel eingepackt und die Verkäuferin kommentiert das mit einem: „Die großen Milkas haben wir übrigens im Angebot.“ Das ist Service!

Also einen Abstecher zum Regal mit den Schokoladentafeln. Der Blick fällt dabei jedoch auf die alkoholischen Getränke weiter hinten und wir geben Gas. Tschüss Schokoloda, hallo Bier, Schnaps und Wein! Endlich, endlich kann sich der Kunde frei bei den Getränken bewegen, gibt es ein tolles und großes Sortiment. Viele gekühlte Getränke und selbst den ein oder anderen Exoten. Aber keine Limonade in Dosen? Zum Glück hat unser EITEL einen Fachmann dabei, der sich unauffällig nach den Limonaden-Dosen erkundigt. Und schon ist er verschwunden. Entführt? Nein, ein freundlicher Verkäufer hat ihn sich geschnappt und zu den Dosen gebracht. Aha, Limonade und Energydrinks haben ihr eigenes Regal. Das ist eigentlich logisch. Und der Verkäufer erzählt auch sofort, was im Sortiment ist, wie toll alles ist und wie super alles klappt. Die Leute sind hier echt stolz auf ihre Arbeit. Das animiert zum Kaufen.

Kaum ist der Verkäufer weg, bemerkt unser Fachmann für Getränke jeglicher Art, dass eine bestimmte Sorte Energydrinks fehlt. Und die trinkt er doch so gerne. Kurze Nachfrage bei einer nahe stehenden Verkäuferin und schwupps, läuft die gute Frau los und holt den Einkäufer. Prompt landen die Drinks auf der Liste und sollen bald das Sortiment erweitern. Das lief besser als gedacht. Und schon kommt die nächste Verkäuferin vorbei und fragt einfach so nach, ob alles in Ordnung sei und wünscht einen guten Tag. Das hebt die Stimmung.

Also los zur Kasse. Und auch die ist eine Offenbarung. Genug Platz, modern und freundlich. Die Kassen haben übrigens nun ein Gerät für Kleingeld an der Seite. Da fällt das lästige Nachzählen weg und wird der Kunde schneller durchgeschleust. Mit der Karte zu bezahlen ist ebenfalls kein Problem. Gezahlt, rechts herum und noch kurz am kleinen Kiosk die aktuellen Zeitschriften überblickt. Alles da, nette Auswahl, nette Leute. Raus auf den Parkplatz – der schön groß ist und auf dem bequem geparkt werden kann -, die Sachen ins Auto geräumt und ab.

Fazit der Eröffnung und des Einkaufes: Der neue EDEKA ist hell, weiträumig und lädt regelrecht zum Einkaufen ein. Die Sortimente sind größer, es gibt mehr Auswahl und alles ist besser sortiert. Top! Die Leute sind wie immer freundlich und humorvoll, selbst im größten Stress. Klasse! Der Kunde ist König und wird offensichtlich gerne bedient und beraten. Wunderbar! Die neuen Öffnungszeiten (7:00 bis 21:00), die große Auswahl an Eigenprodukten (gut & günstig), die Angebote der gehobenen Preisklasse und die Frischetheken machen den neuen EDEKA-Markt zum Top-Tipp in der Region. Bleibt abschließend nur zu sagen: „Wir sehen uns garantiert wieder!“

Copyright (c) by Günther Lietz

Blick zurück: Oktober 1974

Hans-Dietrich Genscher wird zum FDP-Vorsitzenden gewählt, Hans Friderichs wird sein Stellvertreter. In der geänderten Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik wird auf Beschluss der Volkskammer das Ziel der Vereinigung beider deutscher Staaten aufgegeben. Die Begriffe deutsche Nation und Deutschland werden daraus entfernt. Landtagswahlen in Hessen und Bayern: In Hessen wird die CDU stärkste Kraft, SPD/FDP bilden eine Koalition. In Bayern erlangt die CSU mit 62,1 Prozent die absolute Mehrheit, die SPD erreicht 30,2 Prozent, die FDP 5,2 Prozent. Bundeskanzler Helmut Schmidt trifft sich zu einen Gespräch unter vier Augen mit Leonid Breschnew in Moskau.
Quelle: Wikipedia.de

Politisch ist ja einiges passiert. Und musikalisch ging es mit John Denver und Back Home Again schön in den Herbst über. Allerdings war der Oktober 2010 bei mir etwas ruhiger. manchmal tröpfelt die Zeit einfach nur dahin … aber trotzdem haben es einige Rezensionen in meinen Rückblick geschafft.

Bei Universum ist mit Der Doktor und das liebe Vieh – Staffel 1 ein Klassiker der TV-Unterhaltung erschienen, in den einst geschnittene Sequenzen wieder eingebaut wurden. Richtig toll. Alle Staffeln sind übrigens als Einzelbox erhältlich und es gibt sogar eine Gesamtbox in stylischer Autooptik.

Bei den Büchern sieht es etwas besser aus. Von Pegasus kommt mit Cthulhu – Grauen in Arkham der passende Abenteuerband zu Arkham – Hexenstadt am Miskatonic daher. Mehr zum Thema Cthulhu findet sich in der Cthuloide Welten 18. Ich muss sagen, eine ziemlich gelungene Ausgabe.

Von Feder & Schwert habe ich dann Der Kristallpalast besprochen, einen weiteren Roman aus der Steampunk-Reihe. Das Buch ist echt toll und hat mir großen Spaß gemacht. Der Knaller ist allerdings Warhammer 40.000: Freihändler, das neue Grundregelwerk zur Warhammer-40.000-Rollenspielreihe. Was für ein Buch! Rezi lesen, sich begeistern, kaufen und losspielen – es lohnt sich.

Ein etwas anderes Thema hat Naked Girls Smoking Weed – Best of 420 Girls. Bei diesem Erotikbildband aus dem Hause GOLIATH bleibt einem die Spucke weg. Das Buch soll eigentlich für die Legalisierung von Marihuana werben, erreicht aber eher das Gegenteil.

Bei den Spielen kommen wir dann wieder zu Pegasus zurück und erneut ist es Cthulhu, zu dem etwas erschien. Oder genauer gesagt: Munchkin Cthulhu 3 – Krasse Kavernen. Die Erweiterung ist sehr witzig und ist erst das zweite Set, das mit Dungeons aufwartet.

Das war es erst einmal für diesen Monat. Mal sehen was der nächste bringt. Denn langsam geht es auf Weihnachten zu und der Spätherbst liegt in seinen letzten Zügen. Bald endet das Jahr und erneut ist ein Stück des Weges gegangen, ohne Möglichkeit umzukehren …

Der September 1974 war einfach nur geil

Warum? Weil damals ein Taysal das Licht der Welt erblickte. Ansonsten fand damals in der BRD kein Ereignis statt, über das berichtet werden sollte. Jedenfalls gibt es keinen Eintrag bei Wikipedia. War wohl Sommerpause im Ländle. Jedenfalls gibt es da was passendes für die Ohren von den Beach Boys: All Summer Long!

Nachdem sämtliche Klarheiten aus dem Weg geschafft wurden, leite ich flugs über zur monatlichen Rezensionsrückblick. Der sollte ja fertig werden, bevor der Monat endet. Und wie immer geht es mit einem Mausklick zur Rezension (Benutze Maus mit Computer – Benutze Cursor mit Link – Benutze Augen mit Rezension).

Den Anfang macht der Bereich Spiele, der sich aus dem Pegasus Spiel Quest – Zeit der Helden: Angriff der Orks und dem Deadalic-Adventure A New Beginning zusammensetzt. Ersteres bietet ein günstiges Brettrollenspiel, mit dem Einsteiger an die komplexen, großen Rollenspiele herangeführt werden. Allerdings sind die Herausforderungen ganz schön knackig. Letzteres Spiel ist neu auf dem Markt und bietet eine wunderbare Öko-Science-Fiction-Story in Comicgrafik, mit ganz besonderen Figuren. Das Spiel hat nur kleine Schwächen, die vernachlässigbar sind.

Hörspiele und – bücher liegen für den September keine vor. Die befinden sich alle noch in der Mache und werden wohl die nächsten Wochen rausgehauen. Dafür gibt es Neues bei den Büchern. Aus dem Verlag Mischwesen kommt Reifkalte Nächte durchwacht daher, der Gedichtband eines ambitionierten Schreibers. Leider sind Gedichte eine spezielle Sache und fast immer brotlose Kunst, zudem ist die Aufmachung des Buchs einfach nur mies.

Sehr viel professioneller ist dagegen Traveller: Roboter aus dem Hause 13Mann. Es handelt sich um die erste deutsche Produktion für die Reihe – und die ist sehr gelungen. Das gilt – wie meistens – auch für die Bücher von Pegasus Press. Diesmal handelt es sich um Shadowrun 4, die Neuauflage des Grundregelwerks. Die alte Auflage der 4. Edition stammte noch von Fanpro und war lausig. Das Pegasus-Buch ist dagegen ein Goldstück. Ein Goldstück ist auch Arkham – Hexenstadt am Miskatonic, vor allem für Cthulhuspieler und Leute mit einem Hang zum Detail. Es ist jedenfalls verdammt gutes Quellenmaterial und lädt dazu ein, eine ganze Kampagne in der Stadt anzusiedeln.

Bei den Filmen war ich ein wenig fleißiger, aber da gab es auch viel gutes Zeug. Den Anfang macht von Ascote Elite Gene Roddenberry’s Andromeda – Staffel 4.2. Ich mag zwar keine geteilten Staffelboxen, aber ich liebe diese Serie. Das liegt vor allem an dem Hochglanz, dem coolen Style, dem tollen Humor und dem Brüstefaktor. Vermutlich besitzt nur das Playboy Mansion einen höheren Faktor.

Mit viel weniger Brüsten kommt Verbieten verboten! daher, ein lateinamerikanischer Film der von Icestorm Revolution vertrieben wird. Ein packendes Sozialdrama und ein schöner Blick in einen anderen Kulturkreis. Den bietet auch L. A. Heat – Staffel 1 (Edel Germany), die Actionserie aus den letzten 80er Jahren. Es ist schon merkwürdig zu sehen, was mal als cool galt und wie platt einige Sachen waren. Trotzdem ist die Serie Kult, vielleicht gerade wegen der platten Coolness.

Serien werden heute einfach anders konzipiert, der Zuschauer ist ja auch klüger geworden. Ein Vertreter einer modernen und packenden Serie ist FlashForward – Die komplette Serie aus den ABC Studios. Die Serie sollte so erfolgreich werden wie es LOST war, aber das misslang. Es lag vor allem an dem lahmen Mittelteil. Die Serie wurde nach der ersten Staffel beendet, doch halten sich hartnäckig die Gerüchte, es könnte eine Fortsetzung geben. Immerhin lief die Serie international doch recht erfolgreich und fand ihre Fans.

Fans hat sicherlich auch John Travolta, der in From Paris with Love einen knallharten Actionhelden mimt. Der Film erschien bei Universum und erinnert stark an Luc Bessons 96 Hours. Er ist jedenfalls eine Empfehlung wert, vor allem wegen der schnodderigen Art Wax‘.

Ein ganz anderes Thema liegt The Last Giants zugrunde. es handelt sich um eine Dokumentation über Wale und den Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind. Die Doku wird von KSM vertrieben und bietet starke, schöne und auch erschreckende Bilder und Informationen. Sie ist auf jeden Fall einen Blick wert.

Das war es erst einmal an Rezensionen für diese Mal. Bis dann …

August 1974 – So war das damals

Tja, auch damals gab es die Sommerpause und so war im August in Deutschland nur wenig los.

Karl Wienand tritt vom Amt des parlamentarischen Geschäftsführers der SPD-Fraktion aufgrund des Bestechungsverdachts in der Steiner-Wienand-Affäre zurück.
Quelle: Wikipedia.de

Wenigstens war die Musik besser. Diesmal Rufus und Chaka Khan mit Tell Me Something Good.

Nach diesem kleinen Einstieg machen wir uns auch sofort auf den Weg zu den Rezensionen, die in den letzten Wochen angefallen sind. Das Spektakel eröffnen wir mir dem genialen Kooperationsspiel Pandemie aus dem Hause Pegasus Spiele. Zwei bis vier Spieler kämpfen weltweit gemeinsam gegen sich ausbreitende Seuchen. Das Spiel macht einfach Laune und gehört zu meinen Lieblingsspielen!

Auch für die Ohren wird etwas geboten, denn von Universal Musics Folgenreich-Label kommen Mark Brandis – Raumsonde Epsilon 1 und Mark Brandis – Raumsonde Epsilon 2 daher. Das ist einfach tolles Zeug. Leider ist eine der Sprecherinnen ziemlich talentfrei, was das ganze Hörspiel ein wenig herunterzieht.

Von Ulisses habe ich eine kleine Rollenspielreihe besprochen: Freelancer Hexxagon, Freelancer Dynamics und Freelancer Dynamics Invasion. Dieses Rollenspiel hat gute Ansätze, aber schlussendlich ein lausiges Regelwerk. Und darunter leidet das ganze abgefahrene Thema – und ich bin jemand, der mit diesem Style eigentlich was anfangen kann. Jedenfalls passt das Spiel zum Verlagsprogramm und -gebaren.

Um etliche Klassen besser und qualitativ hochwertiger kommt Feder & Schwert mit Warhammer 40.000 – Anathema: Kreaturen daher. Düster und gefährlich, was da an Kreaturen und Hintergrundinfos geboten wird. Top! Auch Barbaren! ist ein Top-Spiel. Es kommt von Prometheus Games und RedBrick Germany, hatte seine Anfänge in einem Forum und macht einfach nur Laune – jedenfalls den Jungs am Spieltisch. Ein lustiges Rollenspiel für kleine Ausflüge in die männliche Welt der Barbaren.

Mit Worldshaker aus dem Hause Jacoby & Stuart gibt es auch einen tollen Jugend-Roman für Freunde des Steampunks und der viktorianischen Ära. Mir hat der Roman, trotz seiner Einfachheit und dem linearen Mainstream-Gedanken, sehr gut gefallen.

Im Film-Sektor gibt es ebenfalls einige neue Rezensionen aus meiner Feder. Erst einmal Matrioshki – Mädchenhändler – Staffel 1, in der es sich – wie der Titel bereits verrät – um Mädchenhändler handelt. Eine gute Serie, aber keinesfalls so authentisch und toll, wie vielerorts behauptet.

Um einiges lustiger und actiongeladener geht es bei Das A-Team – Der Film zu. Eine klasse Streifen! Leider bekam er auch etliche miese Kritiken. Schnitt- und Plausibilitätsfehler sind vorhanden, das stimmt schon, aber dem Film sein modernes Gewand anzukreiden, das ist schon ziemlich kleinlich. Zumal gar nicht erst versucht wurde, die alte Garde zu imitieren – denn das wäre unmöglich. An das Original kommt halt niemand heran …

Auch die Kinder bekommen Material, denn mir sind die DVDs zu Www – Signal frei für die U2 und Www – Wie geheuer ist das Abenteuer? ins Haus geflattert. Es handelt sich dabei um DVDs mit jeweils zwei thematisch passenden Folgen der TV-Reihe, die erfolgreich auf KI.KA und unterschiedlichen Dritten liefen. Sehr gut gemacht und informativ.

Aus Asien kommt nun Mulan – Legende einer Kriegerin daher. Der Film hat seine Stärken, aber auch seine Schwächen. Leider, denn so kommt nur Mittelmaß dabei heraus. Das ist jedenfalls mehr, als Duell der Magier bietet. Cast’n’Staff lesen sich hervorragend, der Trailer lässt einem das Wasser im Munde zusammenlaufen – und dann kommt einfach nur Schrott mit tollen Actionelementen heraus. Der Film sieht einfach nach einer lieblosen Auftragsarbeit aus. Oder werden Turteltaub und Bruckheimer einfach nur alt? Hoffen wir, dass deren nächste Streifen wieder mehr Qualität haben.

Das war es nun für den August, Servus, bis bald und auf Wiedersehen …!

Das waren der Mai, Juni und Juli 1974

Diesmal fasse ich die letzten zurückliegenden Monate in einem einzigen Artikel zusammen. Aus traurigem Anlass war es mir bisher unmöglich, mich auf den Blog und das Drumherum zu konzentrieren. Durch die Zusammenfassung ist aber alles wieder auf einer Linie und die Zukunft – so düster sie manchmal scheint – kann kommen.

Mai 1974

Zu den Klängen von The Show Must Go On (Three Dog Night) gibt es folgende Meldungen:

In der Bundesrepublik Deutschland wird weltweit erstmals ein Punktesystem im Fahrerlaubnisrecht eingeführt, mit dem Einträge im Verkehrszentralregister des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg bewertet werden. Außerdem tritt Willy Brandt als Bundeskanzler wegen der Spionage-Affäre um Günter Guillaume zurück. Walter Scheel wird zum deutschen Bundespräsidenten und Helmut Schmidt zum Bundeskanzler gewählt. Und Happy Birthday Bundesrepublik Deutschland, die ihr fünfundzwanzgjähriges Bestehen feiert.
Quelle: Wikipedia.de

Juni 1974

Trotz seiner Fülle und dem bemerkbaren Alter, hatte es der King noch immer drauf, wie If You Talk In Your Sleep eindeutig beweist. Yeah!

Die Landtagswahlen in Niedersachsen enden mit knappen Sieg der SPD/FDP-Koalition und nach einem dreitägigen Streik im öffentlichen Dienst beschließt der Bundestag eine ab dem 1. Januar rückwirkende Erhöhung der Beamten- und Angestelltengehälter um elf Prozent. Außerdem beschließt der Bundestag einstimmig die Errichtung eines Umweltbundesamtes in West-Berlin. Die DDR und UdSSR sehen darin eine Verletzung des Berlinabkommens.
Quelle: Wikipedia.de

Juli 1974

Musikalisch eine geile Zeit, was Billy Preston mit Nothing from nothing zeigt.

Erhard Eppler, Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, tritt aus Protest gegen Haushaltskürzungen bei der Entwicklungshilfe zurück. Nachfolger wird Egon Bahr.
Quelle: Wikipedia.de

Rezensionsüberblick

Und nun zu den Rezensionen, die ich in der entsprechenden Zeit verfasst habe. Die Anzahl der Besprechungen ist etwas geringer ausgefallen, ich bitte um Verzeihung.

Den Anfang macht ein Kinderspiel aus dem Hause Pegasus Spiele. Es handelt sich um Tüüt! Tüüt!, ein Reaktionsspiel mit rotem Quietscheauto. Eher was für die Kleinen, aber sehr lustig.

Auch bei den Hörspielen gibt es nur wenig zu berichten, dafür aber um so genialer. Denn bei Folgenreich (Universal) erschien Jack Slaughter 10 – Werwolf im Schafspelz. Das ist eine geniale Chuck-Novak-Folge und für die Fans von Chuck ein Muss!

Feder & Schwert hat es gut mit mir gemeint und es lag Die Frauen von Nell Gwynne’s in meinem Briefkasten, eine Novelle von Kage Baker. Es handelt sich um eine Geschichte aus dem Bereich Steampunk – und die ist einfach wunderbar, das Buch kann ich jedem nur ans Herz legen. Und da es eine Novelle ist, braucht es auch nur wenig Zeit.

Deprimiert wie ich war habe ich mich an einem sonnigen Tag an den Ortseingang von Bad Marienberg gesetzt und G. F. Unger (1545) – Im Schatten des Bösen aus dem Bastei-Verlag durchgearbeitet. Ich muss sagen, eine schnelle und guter Unterhaltung.

Ebenfalls sehr geil – und das meine ich wortwörtlich – sind die Bücher aus dem Hause GOLIATH. Das erste Buch ist dabei eher eine kleine Bildungsmaßnahme und stopft einige Lücken des regulären Geschichtsunterricht: History of German Porn. Viele Informationen waren mir neu und es ist verdammt spannend zu sehen, wie sich die historische und moderne Pornografie unterscheiden. Moderner, freizügig und einfach schön kommt All Natural Girls daher. Fotograf Martin Krake versteht sein Handwerk und ich liebe Fotos, bei denen die Gesamtkomposition stimmt. Aktfotografie ist einfach klasse!

Nach diesen erregenden Titeln braucht es eine kalte Dusche. Und die wird von Cross Kult geliefert. Die Romane Deep Space Nine – Offenbarung – Buch 1 und Deep Space Nine – Offenbarung – Buch 2 sind einfach Mist. Ich bin ein alter Trekkie und liebe dieses Universum. Ich verbinde viele liebe Erinnerungen mit Star Trek und die philosophischen Ansätze aus ST:TNG haben mich oft über die reale Weltpolitik nachdenken lassen. Aber diese beiden Romane – die im bekannten alten Universum spielen – sind einfach Mist!

Glücklicherweise konnte ich mich einigen Rollenspielbüchern von Pegasus Spiele widmen. Es handelt sich dabei um Quellen- und Abenteuerbücher zu Shadowrun 4. Mit Shadowrun 4 – Strassenmagie rüsten die Zauberwirker, Adepten und Geisterbeschwörer ordentlich auf. Das ist auch wichtig, denn in dem Abenteuerband Shadowrun 4 – Geisterkartelle geht es verdammt heftig zur Sache. Das Ding ist einfach nur Sahne! Das gilt auch für Shadowrun 4 – Wildwechsel, in dem alle möglichen Kreaturen ihren Auftritt haben. Vor allem die neuen Critter, die sogenannten Technocritter, sind novaheiß. Schwächer fällt dagegen Shadowrun 4 – Krisenzonen aus. Das Quellenbuch ist zwar auf gewohnt hohem Pegasus-Standard, fällt aber vom Inhalt her gegen die anderen Bücher eindeutig ab.

Nun aber zu den Filmen. Den Anfang macht ein Knallerstreifen: Zombieland. Geile Story, Geile Schauspieler, geile Rollen, geile Gastauftritte, geiler Bill Murray, geiler Streifen! Unbedingt angucken! Das gilt auch für Prince of Persia – Der Sand der Zeit. Der Film ist ebenfalls gelungen und fängt den Flair des Videospiels gekonnt ein. Ich habe mich prächtig amüsiert.

Gamer ist dagegen ein eher schwacher Streifen, was an dem mangelnden Fokus liegt. Eine straffe Ausrichtung wäre sicherlich von Vorteil gewesen. Trotzdem, es macht Spaß Gerard Butler in Action zu sehen. Das gilt für Doctor Strange weniger. Dieser Zeichentrickfilm ist weitgehend gelungen, doch die Actionszenen sind einfach nur lahm. Da scheint jeder Kämpfer vorher Beruhigunsgmittelt geschluckt zu haben.

Da kommt Black Dynamite mit einem ganz anderen Kaliber daher. Verdammt, der Name ist wie Dynamit, der Kerl ist wie Dynamit, die Story ist wie Dynamit, der Film ist wie Dynamit – kein Wunder, denn es ist Black Dynamite! Etwas ruhiger kommt die Komödie Ausgequetscht daher. Sie stammt von Mike Judge und ein kleines charmantes Ding. Judge fehlt es in seinen Filmen leider an Konsequenz, trotzdem ist der Film sehenswert. Halt etwas für den ruhigeren Abend.

Sanctuary – Wächter der Kreaturen 1 ist dagegen etwas für mehrere Abend. Die wundervolle Amanda Tapping (seit Stargate SG-1 bin ich von ihr verzaubert, leider blieb ihr die große Kinoleinwand verwehrt) spielt Doctor Helen Magnus und gibt Monstern ein Zuhause. Leider hat die Serie ihre Schwächen, was durch ihre Stärken wiederum ausgeglichen wird. Somit bleibt ein guter Durchschnitt und die Hoffnung, dass die zweite Staffel sofort durchstartet.

in memoriam

11. 12. 1953 – 21. 06. 2010
In lieber Erinnerung

Der April 1974

Erst einmal Olivia Newton John – ‚If You Love Me (Let Me Know)‘ 1974 bei Youtube starten und dann geht es los.

Bundeskanzler Willy Brandt besucht als erster deutscher Regierungschef Algerien. Willy Brandt auf Besuch in Ägypten. Günter Guillaume, persönlicher Referent von Bundeskanzler Willy Brandt, wird als Spion der DDR entlarvt.
Quelle: Wikipedia.de

Im Bereich Spiel habe ich mir einen absoluten Knaller vorgenommen: Langfinger aus dem Hause Pegasus Spiele. In diesem kleinen Brettspiel planen die Spieler ihre Raubzüge, klauen Wertgegenstände und verscherbeln das Zeug bei einem Hehler. Vor allem für Kinder ein klasse Spiel.

Bei den Hörspielen wird mehr geboten. Folgenreich (Universal Music) hat einen ziemlich hohen und guten Ausstoß. Erst einmal kommt die Jägerin des Lichts zu Ehren: Jack Slaughter! Jack Slaughter 07 – Dr. Jekyll und Mrs. Hyde, Jack Slaughter 08 – Das Heer der Finsternis und Jack Slaughter 09 – Die Wurzel des Bösen. Gewohnt witzig zieht die Reihe das Horror-Genre durch den Kakao. Neben Professor „Goldhörnchen“ Doom, avanciert Oberschleimer Basil Creeper zu einem meiner Lieblinge in der Reihe.

Ebenfalls Horror, aber ernstgemeint und stellenweise eklig kommt Dorian Hunter 9 – Im Labyrinth des Todes daher. Die Episode hat ihre Längen – und das wörtlich genommen. Trotzdem sehr gut zu hören und gut. Etwas fürs jüngere Publikum ist dagegen Point Whitmark 28 – Der Leere Raum. Die Jungs ermitteln diesmal in einem Gefängnis und bekommen die Möglichkeit Wünsche wahr werden zu lassen. Zwar unterhaltsam, aber weniger gut als bisher.

Bei Feder & Schwert wird der Roman Das Obsidianherz von Ju Honisch publiziert. Das Ding ist ein Knaller mit einigen Schmalzeinlagen. Super Roman! Unter dem Label Steampunk ist bei den Mannheimern auch Das mechanische Herz erschienen. Lässt sich auch lesen, hat aber noch mehr Schmalz und ist mehr trivial.

Im Bereich der Rollenspiele habe ich nun auch die Besprechung zum Setting Sundered Skies – Die geborstenen Himmel abgeschlossen, das bei Prometheus Games erschien. Ein klasse Teil zu einem klasse Spiel!

Filmemäßig gibt es einiges zu gucken. Erst einmal Lost – Staffel 5, was einfach genial ist. Wahnsinn, wie die nun aufs Ende zusteuern. Da passt die Doku Sharkwater irgendwie gut zu. Ebenfalls spannend und maritim.

Leute die auf Musik und Tanz stehen, die sollten Fame einlegen, das Remake von Fame – Wege zum Ruhm. Allerdings hat die Neuauflage starke erzählerische Schwächen. Noch schwächer ist der Fantasyfilm The Fire Dragon Chronicles. Der Film ist leidlich sehenswert – für Hardcore-Fantasy-Fans. Auch mit Schwächen, aber dennoch lohnenswert ist Iron Man 2. Ein klasse Actionstreifen, ein schlechter Iron Man.

Das war es erst einmal für den April. Viel Spaß damit!

Jäger versus Mensch

Jäger versus Mensch

Kurzgeschichte von
Günther Kurt Lietz

Die schweren Tritte seines TAIPAN-Kampfanzugs hallten in der Leere des Raums wieder. Anrototh Mwabashi war sich des Lärms bewusst und setzte ihn als Lockmittel ein. In den Händen des hochgewachsenen und gut aussehenden Mannes ruhte eine ausgefahrene MAMBA-Sturmlanze. Sie maß in der Länge ebensoviel wie Mwbashi in der Höhe. Ihre Spitze war verdickt und pulsierte in einem sanften Orange.

Die Sensoren des TAIPAN meldeten den Angreifer und Mwbashi reagierte. Der Mensch ließ sich in einer eleganten Drehung in die Hocke herab. Auf dem Schirm seines Helms kam das Wärmebild einer vierarmigen Kreatur in Sicht, das Maul des eiförmigen Kopfes zum Biss weit aufgerissen. Vom Kampfanzug unterstützt glitt die MAMBA nach oben und die drei roten Punkte ihrer Zielerfassung vereinten sich im Zentrum des Feindes. Mwbashi drückte ab!

Aus der Spitze der Kampflanze löste sich ein Energieblitz und erhellte kurz die düstere und verlassene Brücke des Raumfrachters ORIONS STURZ. Das außerirdische Wesen wurde im Körperzentrum getroffen und nach hinten geschleudert. Es krachte gegen die Rückwand und fiel schwer zu Boden. Mit einem letzten Aufbegehren versuchte es sich erheben, seinem Fluchtinstinkt nachzugeben, scheiterte jedoch kläglich. Heißer, ätzender Dampf stieg von der Kreatur auf.

Mwbashi ging an das Wesen heran und trat gegen den verendenden Körper. In der gepanzerten Haut der Kreatur bildeten sich breite und tiefe Risse. Unter normalen Umständen würde stark ätzendes, säureartige Blut aus den Wunden rinnen und sich durch den Metallboden fressen. Doch der Energiestoß der MAMBA hatte die Zellstruktur verändert. Das Blut war geronnen und zu dicken Klumpen verkommen. Das Wesen starb von Innen heraus, ohne Möglichkeit einer Gegenwehr. Schmerzen und Hoffnungslosigkeit ließen die Kreatur ein letztes Mal erzittern.

“Friss meine Hosen!” Mwbashi hantierte an der MAMBA und glich den Energievorrat der Kampflanze mit dem TAIPAN ab. Der Soldat fluchte leise und schlug mit der flachen Hand gegen das Ende der Waffe. Dann ging er weiter ins Schiff hinein.

Die ORIONS STURZ war bei ihrem Eintritt ins Sonnensystem entdeckt worden. Sie sendete zwar ein Standardprotokoll, aber es gab keine Reaktionen auf Anfragen der Flugsicherheit. Die Mondstation hatte daraufhin einen Notfallkode übermittelt und das Programm des Navigatonscomputers überschrieben. Anschließend wurde Mwbashi losgeschickt, um nach dem Rechten zu sehen.

Der Soldat war für solche Fälle ausgebildet. Er gehörte zu einer Spezialeinheit aus Wales, die sich außerirdische Technologien zueigen machte. Die Sicherheit Englands, der Erde und des Sonnensystems standen stets auf dem Spiel, wenn er oder einer seiner Kollegen angefordert wurden. So auch in diesem Fall.

An Bord der ORIONS STURZ herrschte Totenstille. Das Raumschiff hatte vier Besatzungsmitglieder, die nun allesamt tot waren. Die Außerirdischen missbrauchten die Körper der Menschen als Wirte. Das war ihre Natur – und dafür mussten sie vernichtet werden. Die Kreaturen kannten weder Mitleid noch Gnade. Sie spürten keine Freude am Töten. Sie waren einzig und alleine aufs Überleben aus. Ihre Körper passten sich innerhalb einer Generation an neue Umweltbedingungen an. Evolution im Zeitraffer.

Mwbashi mochte die Außerirdischen. Obwohl sie tödlich waren und den Menschen in jeglicher Hinsicht überlegen, waren es ehrliche Gegner. Sie ließen keine Fragen offen, suchten kein klärendes Gespräch und Hinterhältigkeit war ihnen nur im Sinne eines Sprungs in den Rücken bekannt. Das war ein ehrlicher Umgang miteinander. Du oder ich!

* * *

Über den Sichtschirm von Cazador liefen unzählige Sensormeldungen und wurden stetig angepasst. Der Jäger hatte seinen Kampfanzug magnetisiert und hing über dem Menschen an der Decke. Das Tarnfeld war aktiviert und so konnte er in Ruhe den Mann beobachten. Cazador zollte ihm Respekt, denn immerhin hatte er nun bereits den dritten Säurespucker ausgeschaltet. Dieser Mensch war vielleicht die perfekte Beute und würde eine hervorragende Trophäe abgeben.

Lautlos und im Schutz des Tarnfelds folgte Cazador dem Mann. Dem Jäger war aufgefallen, dass der Kampfanzug des Menschen zu viel Energie verschlang und somit die Effektivität der Kampflanze mit jedem Schuss reduzierte. Da! Das dritte Jungtier war nun ebenfalls vernichtet. Das würde dem Mutterwesen missfallen. Laut Cazadors Sensoren bewegte es sich bereits auf ihre Position zu. Es würde ein spannender Kampf werden und der Sieger zur Beute des Jägers. Es war eine gute Idee, das Schiff der Menschen mit einem Säurespucker zu infizieren. Die natürliche Auslese würde zeigen, was für eine Trophäe er in die Halle der Jäger bringen würde.

Der große Säurespucker brach nun durch das Schott und sprang auf den Menschen zu. Der hantierte an der Energiezufuhr seiner Kampflanze und wich im letzten Augenblick dem Zungenstoß des Spuckers aus. Eine beachtliche Reaktion, erkannte Cazador an. Das war jedoch weitgehend der Verdienst des Kampfanzugs, den die Menschen gestohlen hatten. Sie waren in ihrer Entwicklung zu primitiv für solche Technlogien.

Nein, die von dem Menschen eingesetzte Technik war außerirdischen Ursprungs und von Cazadors Volk entwickelt worden. Einst auf den Krieg und dann auf die Jagd optimiert, war sie jeglicher menschlichen Technologie weit überlegen. Doch einer der Jäger war selbst zur Beute geworden. Er war auf der Erde zu leichtfertig auf die Jagd gegangen, hatte Fehler gemacht. Und die Technologie einer außerirdischen Rasse war in die Hände eines Planeten voller Affen gefallen.

Cazador unterdrückte einen anerkennenden Ruf, als sich der Mensch zur Seite rollte, somit den Klauen des Außerirdischen entging, seine Kampflanze in den Mund der Bestie rammte und abdrückte. Der Kopf der Kreatur platzte weg und es regnete im ganzen Raum dickliche Säurebrocken. Der Jäger war erfreut, seine Beute stand fest.

* * *

Anrototh Mwabashi atmete erleichtert auf. Bis jetzt war alles nach Plan verlaufen. Zugegeben, die Idee den Kopf seines Feines platzen zu lassen, die war verwegen. Aber der Effekt war einfach unschlagbar. “Mwabashi an Captain, alle Außerirdischen erledigt.”

“Alle?” Die Stimme von der Erde klang leicht amüsiert.

Der Soldat sah zur Decke auf und gab mit der MAMBA einen Schuss in die Luft ab. Das Tarnfeld des Jägers kollabierte und der Außerirdische wurde sichtbar. Die Magnetisierung des Anzugs brach zusammen und er stürzte nach unten. Das Visier seines Helms zerbarst dabei. Ein leises, ungläubiges Zischen war zu hören.

“Alle. Ich habe auch den Jäger erledigt. Hing genau über mir und hat bis zum Schluss gewartet, anstatt mich im richtigen Augenblick zu erledigen. Ich musste nur genug Blut spritzen lassen und gucken, wo es in der Luft kleben blieb.”

Ein anerkennendes Lachen erfüllte den Helm des TAIPAN. “In den guten alten Zeiten haben wir noch Mehl oder Wasser benutzt. Komm nach Hause, Anrototh. Die Weihnachtsfeier beginnt gleich.”

Mwabashi schaltete die Kommunikation ab und trat gegen den sterbenden Körper des Jägers. “Friss meine Hosen!”

Ende

Copyright (c) 2010 by Günther Kurt Lietz