Archiv der Kategorie: Rezensionen

Rezensionen für Millionen

Wäre schön, mein Konto würde sich so schnell verändern wie die Welt um mich herum. Aber bitte nur nach oben, denn unten ist es einfach zu seicht. Forscher lesen die Bilder des Hirns aus, G+ knackt bald die 50-Millionen-User-Grenze, Neutrinos schneller als das Licht (so unglaublich, derzeit glauben das noch nicht einmal die Wissenschaftler), Tablet PCs auf dem Vormarsch (selbst Amazon macht da jetzt mit) und der Papst war auch schon da.

Sich in all diesen schnellen Gedanken zu orientieren, dass kann ganz schön schwer sein. Genau deswegen (okay, nicht genau deswegen, aber der Gedanke ist schön) empfehle ich die Lektüre meiner Rezensionen. Und davon sind mal wieder einige online gegangen.

Ich fange mal mit den Filmen an biete zum Einstieg die Rezension zu Priest, einem futuristischen Actionfilm. Der Streifen hat natürlich das obligatorische 3D auf dem Plakat. Irgendwie eine Krankheit, oder? „Priest 3D“ „Gesundheit!“. Der Film hat – neben seiner ganzen Durchschnittlichkeit – trotzdem seinen Reiz. Um Klassen besser: Der Name der Leute – 2D (yeah, es gibt sie noch). Eine französische Komödie mit politischem Inhalt, der sich mit dem Namen, dem Leben und den Vorurteilen der Leute auseinandersetzt. Absolut empfehlenswert!

Das gilt übrigens auch für Leute, die Fantasy und Trash mögen. Die sollten sich mal Your Highness anschauen. Vorsicht: Der Film geht unter die Gürtellinie, hat aber tolle Darsteller, Spezialeffekte und CGI. „Scary Movie“ meets Fantasy, um es abzukürzen, aber das wäre auch wieder einen Tick zu kurz.

Ambitioniert angelaufen, aber schlussendlich zu kurz gesprungen ist Destiny – Beginner, ein kleines Rollenspiel aus einem österreichischen Ein-Mann-Hobby-Verlag. Ganz nett, aber das war es – leider – auch schon. Um einiges spannender und auch bunter ist dagegen Ythaq 6 – Aufstand der Spielfiguren. Was für ein Comic, der macht richtig Laune und kommt mit einigen Überraschungen daher. Ich finde die ganze Reihe klasse und kann sie nur empfehlen.

Besonders gut hat es ja Feder & Schwert gemeint und einiges an tollen Romanen herausgehauen. Da wäre Die Götter von Whitechapel, ein ziemlich anspruchsvoller Steampunk-Roman. Der ist schon ziemlich verdreht und es braucht etwas Hirnschmalz, um der Handlung und den Leuten zu folgen. Aber das lohnt sich auch. Das gilt auch für Harry Dresden 7 – Erlkönig. Die Reihe hat einen neuen Verlag gefunden und ich muss sagen, der Roman gefällt mir, der hat richtig Pfeffer im Hintern und macht Spaß. Liest sich wie ein gutes Groschenheft ud erinnert mich an meine Kindheit, in der sich fortwährend Bastei-Lübbe-Hefte zu mir verirrten.

Feder & Schwert beweist ja gerne, dass sie auch anders können. Mit Annie Kincaid 1 – Kunstfehler startet der Verlag in die Welt der Krimis durch. Es ist zwar ein romantischer Krimi für Frauen, aber auch die Männer können einen Blick riskieren, denn die Handlung ist einfach toll. Das gilt auch für die Fortsetzung: Annie Kincaid 2 – Kunstschützen. Ob es einen dritten Teil geben wird, darüber entscheiden übrigens die Leser selbst, denn der Verlag bittet um eine Vorfinanzierung von Seiten der Community. Mal gucken, wie das endet.

Für Freunde des Spiels habe ich auch was dabei, denn ich konnte die ein oder andere Sache ausprobieren. Erst einmal Pocket Battles: Kelten vs. Römer, das mit einem witzigen Konzept daherkommt. Okay, es ist kein echtes Tabletop, hat aber einige ähnliche Mechanismen und macht Spaß. Letzteres ist doch die Hauptsache. Spaß macht auch Revolution!, das in einer lustigen Packung daherkommt. Es handelt sich um ein sogenanntes Bietspiel und kommt ohne Zufallselemente aus. Sehr gelungen.

Nach einem etwas lauen Vormonat also wieder ein paar Besprechungen mehr. Viel Spaß bei der Lektüre und nicht alle auf einmal lesen – lieber langsam und genießen. In diesem Sinne (oder auch nicht, aber ich will mit einer Klammer schließen …) …

PriestDer Name der LeuteYour HighnessDestiny BeginnerYthaq Band 6

Die Götter von WhitechapelHarry Dresden Band 7Annie Kincaid Band 1Annie Kincaid Band 2Pocket Battles: Kelten vs. RömerRevolution!

Alles ist ruhig im Erntemond

Man muss es auch mal etwas ruhiger angehen lassen und im August habe ich eine besonders ruhige Kugel geschoben. Gab ja auch genug andere Dinge zu erledigen – vor allem bei dem sonnigen Wetter.

Und so gibt es nur wenig Neues zu berichten. So habe ich die Rezension zu Opus Anima Investigation abgeschlossen, das neue Grundbuch zu Opus Anima aus dem Hause Prometheus Games. Das kleine Buch ist eindeutig lese- und spielerfreundlicher als das Grundregelwerk, kommt aber auch ohne die ganzen Details der Spielwelt daher. Darunter leidet vor allem das Setting, das ja durch seinen herrlichen Mix überzeugt. Na ja, da muss man halt Abstriche machen.

Im Kino gab es auch etwas Neues zu sehen, auf das ich mich richtig gefreut hatte: Inglourious Basterds. Allerdings verspricht dieser Tarantino mehr, als er zu bieten hat. Seit Die Herrschaft des Feuers habe ich es mir jedoch abgewöhnt, nach enttäuschter Vorfreude in ein tiefes Loch zu fallen oder zu subjektiv zu werden. Der Film hat meine Erwartungen zwar nicht erfüllen können, aber was soll’s – nach dem Film ist vor dem Film.

Mit diesem abgewandelten Zitat übrigens Glückwunsch an unsere Kickerdamen zur Europameisterschaft. Die Spiele wurden zwar zu ungünstigen Zeiten übertragen, waren aber dennoch ein großer Spaß. Vor allem haben es die deutschen Ladys verdammt spannend gemacht und zum Finale hin immer erst in der zweiten Halbzeit für klare Verhältnisse gesorgt.

Was natürlich Zeit gekostet hat, war die Rezension zu Torchwood – Staffel 1. In der deutschen Synchronisation verliert die Serie etwas an Substanz und die deutsche Sprachfassung der DVD-Box stinkt gegen die englische Sprachfassung etwas ab, aber trotzdem ein Knaller. Vor allem wird es mit jeder Folge besser und schlussendlich steigert sich die Vorfreude auf die zweite Staffelbox, die hoffentlich bald in meinem Briefkasten liegt.

An dieser Stelle erst einmal ein kleines Ende und einen großen Ausblick auf den nächsten Mond, der – sollte mein Plan funktionieren – mit spannenden Besprechungen vollgestopft ist.

Frisches Gras im Heumonat …

… und es ist keine Tüte. Wikipedia meint dazu noch: „Der Juli beginnt mit demselben Wochentag wie der April und in Schaltjahren auch wie der Januar“. Demselben? Na ja, genau deswegen sollte man Wikipedia mit Vorsicht genießen – ansonsten versucht man im April oder Januar Heu zu machen.

Noch etwas kränkelnd mache ich mich mal an unterhaltsamere Dinge. Und zwar an meine letzten Besprechungen. Und da ist einiges an Material zusammengekommen. Aber erst einmal Danke an Windows Vista, das regelmäßig meinen MP3-Player ausknockt – weil es ihn einfach nicht versteht. Technik die entgeistert.

MP3 ist auch das richtige Stichwort, denn bei den Hörspielen habe ich mal zu einem kleinen Rundumschlag angesetzt. Als erstes steigt Don Harris 01 – Das dritte Auge in den Ring. Früher bei Randomhouse, nun bei Universal, schiebt das Label Folgenreich die beiden ersten Folgen hinterher. Don Harris 02 – Der Club der Höllensöhne kommt deswegen auch gleich hinzu. Beide Hörspiele stammen aus der Feder von Jason Dark und wurden von Oliver Döring umgesetzt. Wer nun an John Sinclair denkt, der liegt genau richtig. Dark wollte mal was anderes machen – aber das ist ihm leicht misslungen. Aber nach oben geht ja immer was. Das beweist Don Harris 05 – Das Killer-Kommando ziemlich gut, denn da läuft es schon etwas runder.

Ebenfalls bei Folgenreich ist Point Whitmark 26 – Die Diener der Pest erschienen, die etwas anderen Drei Fragezeichen. Was für ein Trio nun die Nase vorne hat, muss jeder selbst herausfinden. Ich mag ja alle sechs Jungdetektive. Die Diener der Pest ist übrigens eine Produktion von Volker Sassenberg (ein wahres Multitalent) und wartet mit einem Gastauftritt von CORVUS CORAX auf.

Aus dem Hause LAUSCH stammt nun Hellboy und kommt mit Hellboy 01 – Saat der Zerstörung 1 und Hellboy 02 – Saat der Zerstörung 2 daher. Dabei handelt es sich natürlich um den Auftakt zur Hellboy-Reihe für die Ohren und man erfährt woher Hellboy kommt, was sein Name bedeutet, wer seine Freunde sind und vor allem, was für eine coole Rampensau Hellboy doch ist. Also ich finde die Reihe einfach grandios!

Zum Abschluss noch zwei Filmbesprechungen aus meiner Feder. Battlespace – The End Is Near ist ein Film, na ja, ein Film … hm … ein Film … ach verdammt: Das Ding als Film zu bezeichnen wäre zu viel des Guten. Lieber die Finger davon lassen.

Was auf jeden Fall in den DVD-Player sollte – vorausgesetzt man mag Kriminalfilme – ist Inspector Barnaby Vol. 4. Mal wieder erstklassige Unterhaltung mit John Nettles in der Hauptrolle. Vier Folgen auf vier DVDs. Aber Achtung, die letzte Folge der Box ist unterdurchschnittlich, aber die anderen drei sind der Hammer. Vor allem „Glockenschlag zum Mord“ ist eine wunderbar skurrile Episode.

So viel zum Thema Juli, den August bekomme ich hoffentlich etwas zügiger hin.

Der Brachmond und die Rosenblüten

Der Juni (umgangssprachlich auch Juno) ist bekannt für seine Rosenpracht, die warmen Tage, die angenehme Sonne, munteres Grillen auf Balkonien und Vorfreude auf die Sommerferien. Na ja, wenigtens die ein oder andere Sache gab es wirklich – da will ich nicht meckern.

Bei bei besprochenen Titeln stand vor allem das Spiel im Mittelpunkt und bildete somit einen Schwerpunkt. Den munteren Reigen eröffnet das Brettspiel Top Race (aus dem Hause Pegasus), bei dem man in den Rennzirkus einsteigen kann und mit Boliden über verschiedenen Strecken heizen kann. Das Spiel ist schnell erklärt, schnell gespielt und macht großen Spaß.

Ebenfalls von Pegasus ist auch Kleine Helden 2: Verstärkung, mit dem man seine Kleine Helden ordentlich verstärken kann. Außerdem bekommen sie nun richtige Aufträge und könne NSCs anwerben. Für Rollenspieler eine lustige Sache, aber auch alle anderen Spieler können mit dem Kartenspiel Spaß haben. Kleine Helden hat einen viel geringeren Nerd-Faktor, als – zum Beispiel – Munchkin und seine vielen Ableger.

Das Spiel für Leute mit Zeit und Geduld ist Im Wandel der Zeiten – ebenfalls bei Pegasus erschienen. Vorbild ist hier eindeutig das Brett- und Computerspiel Civilization. Trotzdem bleibt Im Wandel der Zeiten vollkommen eigenständig. Sobald man sich durch die Regeln gearbeitet hat und die Zusammenhänge versteht, wird das Spiel schneller und gewinnt auch an Spielspaß.

In Zusammenarbeit mit Erdenstern hat Prometheus Games die CD Ruf der Titanen als Soundtrack zu Elyrion auf den Markt gebracht. Das Teil ist richtig gut und eignet sich auch für andere Systeme. Die Tracks sind natürlich fantasylastig – diesen Schwerpunkt sollte man unbedingt beachten. Aber selbst fernab einer gepflegten Rollenspielrunde ist die Musik richtig gut und macht Laune. Auch mal nebenbei zu einem guten Fantasyroman sehr unterhaltsam. In Zusammenarbeit mit Prometheus Games bietet der sfbasar.de übrigens ein Gewinnspiel zu Opus Anima an.

Weniger für die Ohren, aber für die Augen ist MythBusters Volume 1 von Edel Records. Die Serie ist vielen sicher aus dem TV bekannt. Da laufen die Folgen auf RTL2 und die beiden ausgeflippten Typen Jamie Hyneman und Adam Savage stellen urbane Mythen auf den Kopf. Sehr unterhaltsam, aufschlussreich und lustig.

Nach den bewegten Bildern, kommen wir zu den dynamischen Bildern. Bei den Comics ist mir so einiges unter die Finger gekommen und das meiste Zeug ist gut – der Rest verdammt gut. Zu meinem Erstaunen war jedenfalls kein Fehlgriff dabei.

Den Anfang macht Siegfried Band 1 – Siegfried aus dem Hause Splitter. Hier wurde die Sage der Nibelungen weitgehend überarbeitet und grafisch hervorragend illustriert. Leider hat sich ein Zeichenfehler eingeschlichen, ansonsten hätte der Comic von mir das Prädikat „Perfekt“ verpasst bekommen – das hat der Comic aber nun leider doch verpasst.

Für Panini Comics habe ich etliche Titel rezensiert und dabei die ein oder andere alternative Comicwelt verfolgt. Es gibt da schon einige spannende Sachen.

Passend zum Film käme da erst einmal Wolverine: Waffe X. Der Comic hat schon einige Jahre auf dem Buckel, ist aber trotzdem verdammt spannend und zeigt Wolverine in seiner ursprünglichen Version. Als Fan ist der Comic eh ein Muss. Mit Wolverine 1 wird dagegen ein moderner Wolverine gezeigt ud beginnt eine neue Reihe bei Panini Comics. Auch sehr spannend, da hier eine weitere Alternative zum ursprünglichen Comic geboten wird.

In Ultimate Origins spielt Wolverine ebenfalls eine Rolle – diesmal noch ein wenig anders. Es dreht sich halt alles um das Ultimative Marveluniversum – hier scheint eh alles anders zu laufen. Sehr spannend, da die meisten Marvel-Superhelden einen gemeinsamen Background erhalten.

Den Abschluss bei den Comics bildet World of Warcraft – Aschenbringer. Erneut wird ein wichtiges Kapitel aus Warcraft und dem dazugehörigen MMORPG unter die Lupe genommen. Auch für Leute nett zu lesen, die sich nicht mit WoW beschäftigen.

So viel erst einmal zu den letzten Rezensionen. Die finden sich übrigens auf etlichen Seiten im Internet. Ich hinterlasse halt die ein oder andere Spur. Und egal wo – viel Spaß beim Lesen.

Blüten im Blumenmond

Mai – der Wonnemonat: Karl der Große führte im 8. Jahrhundert den Namen Wonnemond ein (eigentlich althochdeutsch „wunnimanot“ = Weidemonat), der darauf hinweist, dass man in diesem Monat das Vieh wieder auf die Weide treiben konnte. Mit „Wonne“ im heutigen Begriffszusammenhang hat der alte Monatsname also eigentlich nichts zu tun.
Quelle: Wikipedia.de

Stimmt, denn trotz einiger warmer Tage, war es manchmal lausig kalt. Heißer Kaffee, eine warme Decke und ein gutes Buch haben da schon mal ein wenig weitergeholfen. Trotzdem: Brrr!

Da ich anderweitig abgelenkt war – und noch immer bin – kommt für den Mai etwas weniger daher als sonst. Dafür habe ich allerdings mein Abenteuerland weiter ausgebaut und für das Rollenspiel TERSP einen Blog eingerichtet. WordPress ist derzeit halt eine schicke und einfache Software, um solche Inhalte entsprechend zu präsentieren.

Doch komme ich nun zum Überblick auf meine letzten Besprechungen und fange mit einem Spiel aus dem Hause Pegasus an: Die Sterne stehen richtig. Es handelt sich dabei um ein witziges Kartenspiel, das von Goomi illustriert wurde und dem Charaktere aus „Unspeakable Vault of Doom“ zugrunde liegen. Es besteht also eine direkte Verbindung zu „Call of Cthulhu“, dem auf H. P. Lovecrafts basierendem Cthulhu-Mythos-Rollenspiel. Sehr witzig.

Im Kino habe ich mir dann Star Trek XI angesehen und war positiv überrascht. Hier hat man sich wirklich Gedanken gemacht, wie man Star Trek modernisieren kann, ohne den Mythos zu zerstören. Der Film steht auch auf meiner DVD-Liste.

Auf dem Rollenspiel-Sektor kommen zwei Produkte aus dem Hause 13Mann daher. Da wäre erst einmal Traveller – Buch Null zu nennen. Das ist ein günstiges Softcover in Heftklammerung, in dem sich Auszüge aus dem Traveller – Grundregelwerk befinden. Zum Reinschnuppern und für die ein oder andere Testrunde reicht das allemal. Oppulenter und informativer ist dagegen Traveller – Spinwärts-Marken. Es handelt sich dabei um ein Quellenbuch, in dem eine spannende Region des Drittens Imperiums vorgestellt wird. Somit liegt ein richtiges Setting für Traveller vor und niemand muss sich was aus den Fingern saugen oder auf englischsprachige Bücher zurückgreifen. Das Buch hat zwar einige Macken, aber es gefällt mir trotzdem verdammt gut.

Ein Hörspiel habe ich ebenfalls noch besprochen bekommen: Sacred 2- Der Schattenkrieger- Das verbotene Wissen aus dem Hause weirdoz*. Der vorherige Teil endete ja mit einem gemeinen Cliffhanger, der endlich aufgelöst wird. Das Hörspiel kommt verdammt gut und macht richtig Laune. Allerdings geht es bald dem Ende zu – hoffentlich wird das grandios.

Das war es nun in Kürze mit meinen Besprechungen, aber dafür inhaltlich hoffentlich sehr gehaltvoll.

Überraschungseier im Ostermond

„Im April, da macht jeder was er will.“

Nun, ich bin nicht in den Ersten April geschickt worden und habe selbst auch niemanden dorthin geschickt. Irgendwie war mir nicht danach und im Laufe der Zeit wird es albern. Vor allem in der medialen Neuzeit fliegt eine Ente schnell mal um die ganze Welt und kann kaum noch eingefangen werden. Neue Zeiten halt – da sollten bestimmte Traditionen vielleicht mal überdacht werden …

Da werfe ich doch lieber mal ein Blick auf den letzten Monat und schau mal, was sich so ergeben hat. Bei den Filmen liegt noch einiges auf Halde. allerdings reiche ich mal Der goldene Nazivampir von Absam 2 nach. Den Film hatte ich bereits im Dezember besprochen – zugegeben, eine kurze Besprechung, aber es ist auch ein kurzer Film -, aber vergessen bei mir hochzuladen. Ein lustiger Streifen ohne großen Anspruch.

Am Ersten Mai habe ich mir dann im Kino X-Men Origins: Wolverine angesehen. Also bei dem Film musste ich schon nachdenken, ob die Action und die Coolness wirklich die inhaltlichen und handwerklichen Fehler ausgleichen. Na ja, es ist Wolverine, also ist der Film einfach gut, weil er gut sein muss – Basta!

Ein wenig Zeit mitgebracht? Bei den Büchern war ich recht fleißig und habe da Einiges zu bieten. Den Anfang macht das Opus Anima – Grundregelwerk. Ein Produkt aus Deutschland mit einem deutschen Hintergrund, erschienen bei Prometheus, einem deutschen Verlag. Der Spielhintergrund ist verdammt gut und vor allem künstlerisch verdient Opus Anima die Höchstwertung.

Ebenfalls richtig gut ist das Rolemaster – Rolemaster Zauberbuch aus dem Hause Sonnenfeste/13Mann. Rolemaster dümpelt in Deutschland leider ein wenig vor sich hin, dabei ist es ein sehr gutes Spiel, dass sehr detailliert vorgeht und unheimliche viele Möglichkeiten bietet. Aber dadurch ist es auch unheimlich komplex und ehrlich gesagt: Einsteigerfreundlich ist Rolemaster wirklich nicht. Aber wer sich in der Materie auskennt und mal differenzierter spielen möchte, sollte unbedingt einen Blick riskieren.

Bei den Comics habe ich einen kleinen Rundumschlag gewagt. Das Beste aus den Welten von Dungeons & Dragons 1 beginnt eine neue Reihe bei Panini Comics. Den Leser erwarten drei Kurzgeschichten. Jeweils aus den Reichen, Krynn und Eberron. Unterschiedliche Autoren, unterschiedliche Zeichner, unterschiedliche Qualität. Durchgehend gut ist Die Chronik der Drachenlanze – Drachendämmerung II, mit dem nun die Reihe komplett und die Geschichte erst einmal zu Ende erzählt ist. Hm, der Comic macht einfach Spaß und alle Teile zusammen sind einfach genial. Im Paket betrachtet ist die Chronik der Drachenlanze also der Hammer.

Bleiben wir bei den Comics und Panini. Begleitend zum Film gibt es den Kunstband Watchmen – Watching the Watchmen zu lesen. Also das ist wirklich ein geniales Buch, denn neben den Zeichnungen gibt es massig Insiderinformationen zur Herstellung des Comics. Und darum geht es auch, um den Comic, keinesfalls um den Film. Das gilt auch für Marvel Graphic Novel – Wolverine: Logan. Der Hardcover behandelt ebenfalls die Comicreihe. Vor allem die Aquarelloptik ist richtig schick und hebt sich von den üblichen, satten Comicfarben wohltuend ab.

Jetzt aber mal kurz zurück zu den Rollenspielen und Pegasus. Da haben wir erst einmal Der Hexer von Salem ASB – Das schleichende Grauen. Es handelt sich dabei um ein Abenteuerspielbuch. Das ist sehr witzig gemacht und vor allem die packende Atmosphäre gefällt. Das beweisen aber auch die Cthuloide Welten 16. Erneut ein Magazin, dessen Inhalt eigentlich in ein Hardcover gehört. Einfach genial, was Frank Heller und seine Redaktion da auf die Beine stellen.

Neben den Beinen, gibt es aber auch was auf die Ohren – und zwar Sacred 2 – Der Schattenkrieger – Im Bann der Bestie. Das ist Horror-Fantasy vom Feinsten und der Soundtrack ist eh schon Kult. Erschienen bei weirdoz*. Für Universal Music habe ich weitere Teile der Tochter des Lichts besprochen. Jack Slaughter – Das Tor zur Hölle trifft mal wieder genau mein Humorzentrum, aber Jack Slaughter – Virus in Jacksonville ist um einiges besser. Unbedingt mal reinhören. Bei der Gelegenheit möchte ich kurz anmerken: Originale zu besitzen macht Freude und sorgt dafür, dass Lieblingsserien auch weiterhin produziert werden können. Nur mal so nebenbei …

Auch im Bereich der Spiele gibt es Neuigkeiten zu vermelden. Von Pegasus Spiele stammt Kleine Helden – Das Kartenspiel. Hier muss man mit seiner Heldengruppe den Dungeon plündern und die anderen Helden umlegen. Sehr witzig und ein gelungenes Konzept. Mit Talisman – Die magische Suche wurde von Pegasus ein alter Games-Workshop-Klassiker neu aufgelegt, der ja nun bei Fantasy Flight Games publiziert wird. Das Spiel basiert weitgehend auf Glück und dient eigentlich nur der abendfüllenden Unterhaltung mit Freunden. Mir hat es großen Spaß gemacht, der Taktikspieler hat beinahe in den Tisch gebissen vor Frust. Damit dürfte die Zielgruppe also klar sein.

Das war es dann auch schon für den April und der Mai wird uns zeigen, was in ihm steckt. Semper Talis!

Es scheint die Sonne im Lenzmond

Langsam wird es warm, Zeit in meinem Blog den Rückblick auf den März zu wagen – da war es ja noch lausig kalt, fiel der Regen oder war gar die ganze Landschaft verschneit … brrr. Kein Wunder, dass ich Zeit und Muse fand ein paar Sachen zu erledigen.

Allem voran habe ich mir ein paar nette Filmchen angetan, die wirklich Spaß gemacht haben. Torchwood ist eine neue Serie, die auf RTL2 läuft. Ich habe mal kurz reingeschaut und fand die Synchronisation ganz passabel, allerdings habe ich mir die Pilotfolge Torchwood – Everything Changes im englischen Original angehört und bin von der Serie ganz angetan. Vor allem das Ambiente ist stimmig umgesetzt und die Figuren sind richtige Persönlichkeiten, mit Stärken und Schwächen.

Das gilt auch für die Helden aus Watchmen – Die Wächter. Ein erstklassiger Kinofilm, der mich hervorragend unterhielt. Auch hier waren es vor allem die Figuren und der künstlerische Ausdruck, die mich faszinierten. Ganz großes Kino. Ich habe flugs auch den passenden Comic Watchmen aus dem Hause Panini rezensiert. Keine Frage, es gibt da schon Unterschiedes,, aber beides ist für mich einfach nur Kult. Meine Damen und Herren, das muss man gesehen, gelesen und genossen haben.

Scheinbar mauser ich mich langsam zu einem Krimifan – jedenfalls finden immer wieder Krimis den Weg in meinen Briefkasten. So auch Hautnah – Die Methode Hill – Staffel 2, die mir großen Spaß bereitet hat. Auch hier ein erstklassiges Charakterspiel und durchdachte Fälle, wie ich sie mag. Es gibt Sachen, die machen einfach nur Spaß.

Spaß machen natürlich auch Spiele und mit meiner Rezension zu Dungeons & Dragons Spielleiterhandbuch schließe ich die bei Feder & Schwert erschienen deutschsprachigen Regelwerke ab. Schade, dass es da Probleme mit der Lizenz gab. Der Verlag hat sehr gute Arbeit geleistet und war eine Bereicherung für die Szene. Zum Buch sei gesagt, dass sich das Spiel selten wie D&D anfühlt, aber trotzdem sehr gut ist und große Spaß macht. Also ich spiele es gerne.

Passend zum Umbruch ist auch der Roman Vergessene Reiche – Die Büßerin – Das Opfer der Witwe erschienen, geschrieben von Lisa Smedman. Hier fliegen die Fetzen und am Ende hauchen zwei Götter ihr Leben aus. Mal sehen wie es mit der Trilogie weitergeht.

Ein besonders schickes Quellenbuch ist Cthulhu RSP – Malleus Monstrorum aus dem Hause Pegasus Press. Das Ding ist ein regelrechter Foliant und der Inhalt einfach erstklassig. Frank Heller – Kopf der deutschen Cthulhu-Redaktion bei Pegasus – liebt dieses Spiel offensichtlich sehr und seine Kollegen ebenfalls. Anders ist dieses detailverliebte Ding kaum zu erklären. Respekt!

Universal Music hat mit Point Whitmark – Die fiebrigen Tränen die nächste Folge dieser Jungdetektivreihe auf den Markt gebracht. Diesmal ein Crossover mit Gabriel Burns. Klingt irgendwie merkwürdig, funktioniert aber tadellos. Eher enttäuschend war dagegen Don Harris – Psycho-Cop – Das Erbe der Wächter. Der Teil zuvor war richtig gut, aber nun sinkt die Qualität doch ab und es wird recht langweilig. Hoffentlich wird es da bald wieder besser.

Besser ist auf alle Fälle Sacred 2 – Der Schattenkrieger – Im Bann der Bestie von weirdoz*. Die Serie hat ja geradlinieg und überraschungsfrei begonnen, aber „Im Bann der Bestie“ wird Fantasy und Horror verdammt gut vermischt. Das Ding ist verdammt gut und der beste Teil bisher.

Bei den Spielen komme ich eher sporadisch zum Rezensieren, aber auch hier gibt es wieder was für die Krabbelkiste: Nancy Drew – Das Geheimnis der Mysterienritter von Majesco. Das Teil ist nun kein echter Knaller, aber gute Unterhaltung für kleines Geld. Macht jedenfalls Spaß und passt für Adventurespieler.

So weit und so gut der Überblick zu den Rezensionen aus meiner Feder. Meine Rollenspielbesprechungen finden sich zukünftig auch bei den Blutschwertern, allerdings nicht so aktuell wie in meinem Netzwerk oder auf Buchrezicenter.de. Ich muss ja auch die Zeit finden. Nun, dann mache ich mich mal daran mit den Titeln für die nächste Übersicht fertig zu werden …

Im Zeiche des Narremonds

Auch für den Februar gibt es ein paar neue Besprechungen zu einigen richtig guten Sachen. Die Filme kamen etwas zu kurz, aber dafür gibt es ja genug anderen Stoff den ich behandeln kann.

Den Anfang macht das Hörspiel Don Harris – Psycho-Cop – Das Schwarze Amulett aus dem Hause Universal Music. Es erschien unter dem Label Folgenreich und stammt aus der Feder von Jason Dark. „Aha“, werden da nun einige sagen. „Dark? Der macht doch John Sinclair, oder?“ Genau, richtig erfasst. Und sein neuer Held Don Harris ist manchmal auch ein wenig wie John Sinclair, aber nur manchmal. Hört ruhig mal rein, Don Harris kommt gut rüber.

Bei den Büchern komme ich erst einmal zur normalen Unterhaltung. Nachtkrater ist ein Kriminalroman aus der Feder von Christine Lehmann und wird vom Argument Verlag vertrieben. Die Geschichte beginnt in Schwaben und steuert dann geradewegs auf den Mond zu. Klingt jetzt abgehoben, ist aber trotzdem bodenständige Unterhaltung die einfach Spaß macht. Die Leute bei Argument machen einfach eine klasse Arbeit und leisten – für einen so kleinen und bescheiden wirtschafteten Verlag – großartige Arbeit. Respekt!

Ebenfalls klein und nahe am Leser ist der Comicverlag Splitter. Eine der herausragenden Serien ist eindeutig Die Schiffbrüchigen von Ythaq. Band drei ist Khengis‘ Schatten und richtig furiose Unterhaltung. Hier vermischen sich Science Fiction und Fantasy einfach großartig miteinander, was man auch im vierten Band beobachten kann: Das letzte Geheimnis. Also ich bin von dieser Reihe einfach nur begeistert. Bei Ein Palast, Bäume und blutrote Früchte aus der Reihe Ganarah fällt mir ein jubelndes Urteil schon etwas schwerer. Ich musste den Comic tatsächlich zweimal lesen, bevor ich auf den Geschmack kam. Einige Stellen waren schon etwas verwirrend, aber sobald man durchblickt ist die Geschichte richtig gut.

Im Sektor Rollenspiel liegt bei mir einiges noch im Fach „Korrektur lesen und dann hochladen“. Allerdings habe ich es geschafft, die Besprechung zu Codex Daimonis – Horden des Abyss in mein Forum hochzuladen. Die hatte ich glatt übersehen und so kann ich erst jetzt darauf verweisen. Der Quellenband stammt aus dem Hause von Feder & Schwert und gehört in den Bereich Dungeons & Dragons 3.5.

Aus dem Hause Pegasus stammt dagegen Arsenal 2070 für Shadowrun 4.01D. Das Buch ist einfach ein Knaller. Was die deutsche Redaktion da auf die Beine stellt geht auf keine Kuhhaut, um es mal einfach auszudrücken. Neues Cover, neue Illustrationen und zusätzlicher deutscher Inhalt. Dazu eine geniale Verarbeitung und ein schickes Lesebändchen. Außerdem die ganze Arbeit, um die Spieler bei Laune zu halten. Einsteiger-CDs, Wettbewerbe, eine Ingame-Website und einiges mehr. Hoffentlich lohnt sich das auch – also ich drücke alle Daumen …

Was geschah im Wolfsmond?

Nun, es hielt sich in scheinbaren Grenzen. Bei so viel Dingen um die Ohren, da kommt die ein oder andere Sache schon mal zu kurz.

Bei den Filmen habe ich einen wahren Marathon hingelegt. In einem Rutsch gab es Kommissarin Lund – das Verbrechen Box 1 und sofort Kommissarin Lund – das Verbrechen Box 2 hinterher. War sehr anstregend, aber auch sehr gut. Ein Verbrechen wird innerhalb von zehn Folgen aufgeklärt, die jeweils Spielfilmlänge haben. Nur das Ende, das fiel leider stark ab. Aber man kann selten alles haben.

Gespielt habe ich auch einiges. Erst einnmal auf dem Nintendo DS Toy Shop Tycoon (Majesco). Das Spiel ist jetzt nun kein Knaller, aber ganz nett für Zwischendurch. Richtig witzig und launig ist aber vor allem Munchkin Freibeuter (Pegasus Spiele). Okay, ich liebe Rollenspiele und da trifft Munchkin genau den richtigen Nerv – aber es ist trotzdem absolut lustig. Das Problem sind die Akzente. Französisch bekomme ich ja noch hin, aber plappern wie Rudi Carrell? Da braucht man Übung.

Bei den Büchern gibt es einige nette Sachen im Rollenspielbereich. Für kurz mal ein oder zwei Abenteuer zwischendurch eignet sich Ratten! hervorragend. Als Mitglied einer Rotte macht man die Rattenburg unsicher, ein großes und von seinen Erbauern verlassenes Kaufhaus. Das Spiel stammt vom Projekt Kopfkino und wurde von Prometheus Games gedruckt. Derzeit bin ich unter der Woche Rattenmeister und muss sagen, das Spiel kommt gut an. Das Regelwerk taugt allerdings kaum für Kampagnen und hat einige Schwächen, deswegen haben wir die meisten Zusatzregeln aus Ratten!! übernommen. Die Tage stelle ich mein Abenteur mal auf Taysals Abenteuerland zum Download bereit. Ratten! regt auch zum Ausprobieren neuer und alter Erzähltechniken an. Launig eben.

Düsterer und pahntastischer geht es mit dem Magazin Cthuloide Welten Ausgabe 15 aus dem Verlag Pegasus zu. Herausgeber Frank Heller und seine Redaktion stellen da einiges auf die Beine, um dem Mythos gerecht zu werden. Vor allem das Niveau der Artikel und des Magazins sind unschlagbar. Respekt, Herr Heller!

Jetzt wird es genau so düster und ebenso futuristisch. Die Rede ist vom Warhammer-40.000-Rollenspiel Schattenjäger. In einer düsteren Zukunft tritt der Mensch gegen unzählige Gefahren an und alleine der Imperator steht ihm bei. Und in dessen Auftrag sorgt die Inquisition für Ruhe und Ordnung. Und die Spieler spielen eben diese Inquisitoren. Die englische Ausgabe durfte ich bereits als Spieler erleben und mein Charakter gar überleben. Mit dem deutschen Regelwerkals Basis plane ich für 2009 eine eigene kleine Kampagne. Eventuell mache ich ein kleines Feature dazu. Schaun wir mal …

Am Ende des Nebels

Nebelung ist vorbei und liegt mit seinen wenigen sonnigen Tagen, den vielen verregneten Tagen und dem ein oder anderen Schneetag hinter uns. Zeit, um einen kleinen Blick auf verschiedene Dinge zu werfen.

Da wäre erst einmal die Horror-Sitcom „Jack Slaughter“. Jack ist die Tochter des Lichts und muss sich dem Bösen entgegenstellen, in der Gestalt von Professor Doom. Bisher sind die Folgen „Tochter des Lichts und „Professor Dooms Erwachen“ erschienen. Das Hörspiel ist tatsächlich sehr lustig und nimmt viele bekannte Serien und Medien auf die Schippe. Dazu eine herausragende und prominent klingende Sprecherriege. Allerdings ist die Reihe keine Sitcom, denn dazu mangelt es an einigen typischen Elementen. Es gibt also keine stetige Aneinanderreihung von Situationskomik, sondern pointierten Humor und Scherze, die manchmal über einige Szenen hinweg aufgebaut werden. Trotz dieses kleinen Etikettenschwindels ist „Jack Slaughter“ urkomisch.

Für das jüngere Zielpublikum bietet sich „Am Tag der großen Flut an“ an, die aktuelle Folge der Reihe „Point Whitmark“. Ganz im Stil von „Die drei Fragezeichen“ lösen junge Detektive knifflige Fälle. Diesmal haben sie es mit Flüchtlingen, vergrabenen Frauen und einem nahenden Sturm zu schaffen. Mein Tipp: Im Dunkeln in der Badewanne hören, während draußen ein Schneesturm tobt.

Für Krimifreunde gibt es ein wirklich feines Schmankerl. „The Inspector Lynley Msteries 6“ beinhaltet nämlich die beiden ersten (also den Piloten) und die beiden letzten Episoden der Serie. Das ist sehr faszinierend, denn so kann man sofort vergleichen wie sich die Figuren und ihre Darsteller im Laufe der Zeit entwickelten. Das ist spannend. Mal ganz davon abgesehen, dass die Serie ausgefeilt und unterhaltsam ist. Die Fälle machen richtig Spaß.

Auch die Comics aus dem Hause Splitter machen richtig Spaß. Allen voran die Reihe „Die Schiffbrüchigen von Ythaq“. Das ist einfach frankobelgische Zeichenkunst vom Feinsten. Band Drei nennt sich „Seufzer der Sterne„. Die tapfere Granit und ihre Kameraden fliehen an Bord einer Raumyacht und entdecken dabei eine verborgene Stadt der Feng. Das es dort natürlich turbulent zugeht, sollte jedem klar sein. Mal wieder ein Knüller, der Comic! Ich muss zugeben, ich bin in diese Reihe richtig vernarrt und kann mir Ythaq vedammt gut als Kampagnenwelt für „Traveller“ oder „Dungeons & Dragons“ vorstellen.

Aus dem Verlag PaniniComics stammt der „Warhammer 40.000“-Band „Tod und Verderben„. Hier dreht sich alles um einen Orkboy, der durch glückliche Umstände in den Besitz eines Glücksbringers kommt und sich zu einem mächtigen Boss aufschwingt. Allerdings handelt es sich bei dem Glücksbringer um einen imperialen Offizier, der so langsam in seinem Käfig versauert. Sehr witzig und typisch orkig. Aus dem Bereich „Warhammer Fantasy“ kommt dagegen „Kriegsschmiede„. Der Comic ist düster gehalten und recht brutal. Eine Gruppe Überlebender sammelt sich, um gemeinsam in eine Schlacht ohne Hoffnung zu ziehen. Das trifft genau den Nerv der „Warhammer“-Welt. Mir hat der Band sehr gut gefallen und hoffentlich gibt es bald mehr davon.

Da wir schon bei „Warhammer“ sind, weise ich  gleich mal auf „Warhammer 40.000 – Apokalypse“ hin, einem Quellenband aus dem Hause Games Workshop. Endlich kann man einfach alle Modelle seiner Armee auf den Tisch werfen und loszocken, ohne sich um Punktegrenzen oder Organisationspläne kümmern zu müssen. Lasst die großen Schlachten beginnen!

Endlich auf Deutsch erschienen und trotzdem das Letzte seiner Art: „Dungeons & Dragons – Spielerhandbuch 4E“ aus dem Hause Feder & Schwert. Eine neue Art von „Dungeons & Dragons“ macht sich auf, um die Welt zu erobern. Schneller, aktionsreicher und sehr einsteigerfreundlich. Eigentlich ein Grund zum Jubeln, doch vorerst gibt es kein deutsches „D&D“ mehr. Grund? Bisher nur Vermutungen. Doch wie Feder & Schwert verlauten ließ, gab es überraschenderweise keine Lizenzverlängerung mit Wizards of the Coast. Für den deutschen Verlag ein finanzieller Totalschaden, denn zum Einen waren etliche der neuen Produkte bereits in der Mache und beinahe fertig. Zum Anderen gibt es eine Abverkaufsfrist bis Ende März. Am dem 1. April (und das ist leider kein Scherz) darf Feder & Schwert kein Produkt mehr verkaufen, auf dem „Dungeons & Dragons“ prangt. Das bedeutet eine winzige Galgenfrist von knapp vier Monaten, um wenigstens ein paar deutschsprachige Grundregelwerke an die Spieler zu bringen. Warum, wieso und weshalb möchte Feder & Schwert erst ab April erläutern. Wie es nun mit „Dungeons & Dragons“ in Deutschland weitergeht bleibt abzuwarten. Der Kauf der Grundregelwerke lohnt sich übrigens trotz allem, denn unter dem Strich sind alle verkauften Exemplare ab April eine „Limited Editon“. Außerdem ist die Übersetzung sehr gelungen und es handelt sich um ein generisches Fantasyrollenspiel. Optimal für Weltenbastler.