Das waren der Mai, Juni und Juli 1974

Diesmal fasse ich die letzten zurückliegenden Monate in einem einzigen Artikel zusammen. Aus traurigem Anlass war es mir bisher unmöglich, mich auf den Blog und das Drumherum zu konzentrieren. Durch die Zusammenfassung ist aber alles wieder auf einer Linie und die Zukunft – so düster sie manchmal scheint – kann kommen.

Mai 1974

Zu den Klängen von The Show Must Go On (Three Dog Night) gibt es folgende Meldungen:

In der Bundesrepublik Deutschland wird weltweit erstmals ein Punktesystem im Fahrerlaubnisrecht eingeführt, mit dem Einträge im Verkehrszentralregister des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg bewertet werden. Außerdem tritt Willy Brandt als Bundeskanzler wegen der Spionage-Affäre um Günter Guillaume zurück. Walter Scheel wird zum deutschen Bundespräsidenten und Helmut Schmidt zum Bundeskanzler gewählt. Und Happy Birthday Bundesrepublik Deutschland, die ihr fünfundzwanzgjähriges Bestehen feiert.
Quelle: Wikipedia.de

Juni 1974

Trotz seiner Fülle und dem bemerkbaren Alter, hatte es der King noch immer drauf, wie If You Talk In Your Sleep eindeutig beweist. Yeah!

Die Landtagswahlen in Niedersachsen enden mit knappen Sieg der SPD/FDP-Koalition und nach einem dreitägigen Streik im öffentlichen Dienst beschließt der Bundestag eine ab dem 1. Januar rückwirkende Erhöhung der Beamten- und Angestelltengehälter um elf Prozent. Außerdem beschließt der Bundestag einstimmig die Errichtung eines Umweltbundesamtes in West-Berlin. Die DDR und UdSSR sehen darin eine Verletzung des Berlinabkommens.
Quelle: Wikipedia.de

Juli 1974

Musikalisch eine geile Zeit, was Billy Preston mit Nothing from nothing zeigt.

Erhard Eppler, Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, tritt aus Protest gegen Haushaltskürzungen bei der Entwicklungshilfe zurück. Nachfolger wird Egon Bahr.
Quelle: Wikipedia.de

Rezensionsüberblick

Und nun zu den Rezensionen, die ich in der entsprechenden Zeit verfasst habe. Die Anzahl der Besprechungen ist etwas geringer ausgefallen, ich bitte um Verzeihung.

Den Anfang macht ein Kinderspiel aus dem Hause Pegasus Spiele. Es handelt sich um Tüüt! Tüüt!, ein Reaktionsspiel mit rotem Quietscheauto. Eher was für die Kleinen, aber sehr lustig.

Auch bei den Hörspielen gibt es nur wenig zu berichten, dafür aber um so genialer. Denn bei Folgenreich (Universal) erschien Jack Slaughter 10 – Werwolf im Schafspelz. Das ist eine geniale Chuck-Novak-Folge und für die Fans von Chuck ein Muss!

Feder & Schwert hat es gut mit mir gemeint und es lag Die Frauen von Nell Gwynne’s in meinem Briefkasten, eine Novelle von Kage Baker. Es handelt sich um eine Geschichte aus dem Bereich Steampunk – und die ist einfach wunderbar, das Buch kann ich jedem nur ans Herz legen. Und da es eine Novelle ist, braucht es auch nur wenig Zeit.

Deprimiert wie ich war habe ich mich an einem sonnigen Tag an den Ortseingang von Bad Marienberg gesetzt und G. F. Unger (1545) – Im Schatten des Bösen aus dem Bastei-Verlag durchgearbeitet. Ich muss sagen, eine schnelle und guter Unterhaltung.

Ebenfalls sehr geil – und das meine ich wortwörtlich – sind die Bücher aus dem Hause GOLIATH. Das erste Buch ist dabei eher eine kleine Bildungsmaßnahme und stopft einige Lücken des regulären Geschichtsunterricht: History of German Porn. Viele Informationen waren mir neu und es ist verdammt spannend zu sehen, wie sich die historische und moderne Pornografie unterscheiden. Moderner, freizügig und einfach schön kommt All Natural Girls daher. Fotograf Martin Krake versteht sein Handwerk und ich liebe Fotos, bei denen die Gesamtkomposition stimmt. Aktfotografie ist einfach klasse!

Nach diesen erregenden Titeln braucht es eine kalte Dusche. Und die wird von Cross Kult geliefert. Die Romane Deep Space Nine – Offenbarung – Buch 1 und Deep Space Nine – Offenbarung – Buch 2 sind einfach Mist. Ich bin ein alter Trekkie und liebe dieses Universum. Ich verbinde viele liebe Erinnerungen mit Star Trek und die philosophischen Ansätze aus ST:TNG haben mich oft über die reale Weltpolitik nachdenken lassen. Aber diese beiden Romane – die im bekannten alten Universum spielen – sind einfach Mist!

Glücklicherweise konnte ich mich einigen Rollenspielbüchern von Pegasus Spiele widmen. Es handelt sich dabei um Quellen- und Abenteuerbücher zu Shadowrun 4. Mit Shadowrun 4 – Strassenmagie rüsten die Zauberwirker, Adepten und Geisterbeschwörer ordentlich auf. Das ist auch wichtig, denn in dem Abenteuerband Shadowrun 4 – Geisterkartelle geht es verdammt heftig zur Sache. Das Ding ist einfach nur Sahne! Das gilt auch für Shadowrun 4 – Wildwechsel, in dem alle möglichen Kreaturen ihren Auftritt haben. Vor allem die neuen Critter, die sogenannten Technocritter, sind novaheiß. Schwächer fällt dagegen Shadowrun 4 – Krisenzonen aus. Das Quellenbuch ist zwar auf gewohnt hohem Pegasus-Standard, fällt aber vom Inhalt her gegen die anderen Bücher eindeutig ab.

Nun aber zu den Filmen. Den Anfang macht ein Knallerstreifen: Zombieland. Geile Story, Geile Schauspieler, geile Rollen, geile Gastauftritte, geiler Bill Murray, geiler Streifen! Unbedingt angucken! Das gilt auch für Prince of Persia – Der Sand der Zeit. Der Film ist ebenfalls gelungen und fängt den Flair des Videospiels gekonnt ein. Ich habe mich prächtig amüsiert.

Gamer ist dagegen ein eher schwacher Streifen, was an dem mangelnden Fokus liegt. Eine straffe Ausrichtung wäre sicherlich von Vorteil gewesen. Trotzdem, es macht Spaß Gerard Butler in Action zu sehen. Das gilt für Doctor Strange weniger. Dieser Zeichentrickfilm ist weitgehend gelungen, doch die Actionszenen sind einfach nur lahm. Da scheint jeder Kämpfer vorher Beruhigunsgmittelt geschluckt zu haben.

Da kommt Black Dynamite mit einem ganz anderen Kaliber daher. Verdammt, der Name ist wie Dynamit, der Kerl ist wie Dynamit, die Story ist wie Dynamit, der Film ist wie Dynamit – kein Wunder, denn es ist Black Dynamite! Etwas ruhiger kommt die Komödie Ausgequetscht daher. Sie stammt von Mike Judge und ein kleines charmantes Ding. Judge fehlt es in seinen Filmen leider an Konsequenz, trotzdem ist der Film sehenswert. Halt etwas für den ruhigeren Abend.

Sanctuary – Wächter der Kreaturen 1 ist dagegen etwas für mehrere Abend. Die wundervolle Amanda Tapping (seit Stargate SG-1 bin ich von ihr verzaubert, leider blieb ihr die große Kinoleinwand verwehrt) spielt Doctor Helen Magnus und gibt Monstern ein Zuhause. Leider hat die Serie ihre Schwächen, was durch ihre Stärken wiederum ausgeglichen wird. Somit bleibt ein guter Durchschnitt und die Hoffnung, dass die zweite Staffel sofort durchstartet.

in memoriam

11. 12. 1953 – 21. 06. 2010
In lieber Erinnerung