Der Februar ’74

Der Deutsche Bundestag ratifiziert den Atomwaffensperrvertrag.
Quelle: Wikipedia.de

Und weiter geht es mit der Reise in die Vergangenheit. Und auch diesmal mit einem Sound aus den Charts: Barbara Streisand mit The way we were. Ein sehr romantischer Titel, der elegant auf die letzten Besprechungen überleitet. Elegant …

Ich beginne mit dem Bereich Spiele und kann zum Chillen Chez Guevara empfehlen. Es wird von Pegasus Spiele vertrieben und ist eine sehr lustige Variante von Chez Geek. Ab in den Dschungel und als Guerillero relaxen. Ebenfalls von Pegasus, aber mehr Fantasy, ist Werwölfe. Ebenfalls ein klasse Spiel, aber es setzt eine große Teilnehmerzahl voraus. Also kein Spiel für den überschaubaren Spielabend.

Und wie fast jeden Monat gibt es auch etwas auf die Ohren. Allen voran der Klassiker Winnetou I als mp3-Hörbuch vom Karl May Verlag. Wahnsinn, das Ding ist eine Eins-zu-Eins-Umsetzung. Bis auf einen kleinen Satzdoppler eine fehlerfreie Lesung des berühmten grünen Bands. Und die Abenteuer von Winnetou und Old Shatterhand, die sind einfach zeitlos. Zeitlos und Kult sind auch die Abenteuer von Mark Brandis. Von ihm ist bei Folgenreich Mark Brandis – Testakte Kolibri 1 und Mark Brandis – Testakte Kolibri 2 erschienen. Eine gelungene und spannende Umsetzung der Romanvorlage. Die stammt übrigens von Nikolai von Michalewsky, der – wie Karl May – bereits verstorben ist.

Nachdem die Ohren bedient wurden, kommen nun die Augen an die Reihe. Passend zum Hörbuch habe ich Winnetou I rezensiert und war – nach all den Jahren wieder – einfach nur begeistert. Das Buch ist zu Recht ein großer Klassiker der deutschen Literatur! Punkt! Basta! Aus! Davon kann das Heredium – Grundregelwerk aus dem Hause 13Mann leider nur träumen. Es handelt sich um das Rollenspiel, auf dem der Roman Neue Ufer aufbaut. Das Rollenspiel ist um Klassen besser, weist aber dennoch einige Schwächen auf. Für ambitionierte Spielleiter dennoch einen Blick wert.

Bei den Filmen habe ich diesmal weit ausgeholt und mir die ein oder andere Perle angesehen – und leider auch die ein oder andere Niete gezogen. Aber immer der Reihe nach.

Den Anfang macht GELD.MACHT.LIEBE – Volume 1 – Wie alles begann, die DVD-Box zu einer Abendserie. Obwohl es stark in Richtung Daily-Soap geht, ist die Serie doch bodenständig und gut abgedreht. Mir hat sie gefallen, was vor allem an den gut inszenierten und gespielten Figuren liegt. Das ist auch bei Hautnah – Die Methode Hill – Volume 3 der Fall. Allerdings sind nur drei der vier Folgen wirklich gut, was aber immer noch für eine überdurchschnittliche Wertung reicht – jedenfalls rein mathematisch.

Ein absoluter Unterhaltungsgarant ist dagegen Sherlock Holmes. Guy Ritchie legt den alten Knaben neu auf und ist damit verdammt nahe am Original. Der Film ist ein Kracher, einfach wunderbar! Unbedingt ansehen! Abzuraten ist dagegen von Peter Jackson In meinem Himmel. Die einzige Vergewaltigung in diesem Film ist Jacksons Vergewaltigung des Stoffs. Wer sich gerne einen Tuschkasten anguckt sollte dem Film eine Chance geben, wer eine Geschichte oder gar das Drama aus dem gleichnamigen Buch sucht, der sollte die Finger davon lassen.

In Zeiten der Wirtschaftskrise scheinen die Produzenten und Filmfirmen keine Risiken mehr eingehen zu wollen. Nur so kann ich mir Percy Jackson – Diebe im Olymp erklären. Ein reines Plagiat von Harry Potter. Dabei wird ganz offensichtlich geklaut und selbst der Regisseur Chris Columbus hat bereits die beiden ersten Harry-Potter-Filme abgedreht. Und die Tricks – grauenhaft! Aber der Film scheint eh nur die nächste Generation erreichen zu wollen, die keine Ahnung von Harry Potter hat.

Ahnungslos muss der Zuschauer auch an den Stargate Universe – Pilotfilm herangehen. O Gott, wie grausam. Die Serie ist auf eine jugendliche und übergewichtige Zielgruppe zugeschnitten. Zu allem Übel sind die Figuren flach wie Cracker, aber ohne Geschmack. Und als Krönung des Ganzen, ist die Handlung aus etlichen gut laufenden Serien zusammengeklaut – und zwar ohne Sinn für Kreativität. Auch hier wollten die Produzenten offensichtlich keine Experimente wagen.

Das war der Rezensionsüberblick für den letzten Monat. Viel Spaß beim Schmökern, Meinung bilden und was auch immer …!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.